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Zähne fertig, Konto leer…

Seit dem letzten Blogeintrag – im MÄRZ – war ich nun das ein oder andere Mal bei meiner neuen Zahnärztin, um die Karies aus zahlreichen Zähnen zu entfernen und diese dann mit einem (hoffentlich langlebigen) Kunststoff füllen zu lassen. Es stellte sich am Ende sogar heraus, dass ganze 8 (ACHT) Zähne betroffen waren und bei einigen Zähnen sind wir wohl haarscharf an der Wurzel vorbeigeschrammt…. Etwa 1.000 € hat mich der ganze Spaß nun insgesamt gekostet (einen Teil davon muss ich noch in Raten abbezahlen). Bleibt zu hoffen, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat, und meine Beißerchen nun zur Hochzeit ordentlich strahlen :)

Heute war ich auch mal wieder beim Zuckerarzt… Eigentlich wollte ich nur ein paar Rezepte holen, aber für mein Diabetes-Programm bei der Krankenkasse galt es mal wieder ein paar Gesundheitsfragen zu beantworten und so kam es auch, dass der quartalsmäßige HbA1C wieder fällig war. Vom Ergebnis bin ich enttäuscht :0( – 7,7 %. Dafür, dass ich auf einem so guten Weg zum HbA1C unter 7% war, ein herber Rückschlag. Es war allerdings damit zu rechnen… Der Stress um die Hochzeitsplanung, die auch teilweise (zumindest hinterher) schmerzhaften Zahnbehandlungen, Erkältungen, krasse Wetterumschwünge… Mein Körper musste im letzten Quartal schon etwas mehr aushalten, als normal. Im Moment bin ich noch etwas geknickt, was den Wert angeht, aber ich bin frohen Mutes, dass zum nächsten Quartalsende wieder alles besser wird!!! Tschakkaaaa…

Dafür gab es bei der jährlichen Augenuntersuchung keine Probleme… Darüber hab ich allerdings schon im Diabetes-Journal-Blog berichtet.

Apropos Diabetes Journal… Ein kleines Treffen mit vielen der Redakteure des Open Journals und Mitgliedern des DDB (Deutscher Diabetiker Bund) und vor allem dessen Zeitschrift SUBKUTAN fand vor einigen Tagen in Kassel statt. Es bleibt spannend, was sich aus dieser neuen Bekanntschaft entwickelt ;o) Anbei das Beweismaterial.

Dieter Möhler, Vorsitzender des DDB, der Vorsitzende des Landesverbandes Berlin (links) und der Vorsitzende des Landesverbandes Hessen (rechts im Bild)

Einige der Redakteure des Open Journals vom Diabetes Journal

Die ersten 50 Tage sind überstanden!!!

Anne hat am 6. Juli 2009 um 21:35 Uhr aufgehört zu rauchen,
ist damit schon 51 Tage 12 Stunden 49 Minuten 56 Sekunden rauchfrei,
hat in dieser Zeit 1.030 Zigaretten nicht geraucht, 206,00 Euro gespart
927 Milligramm Nikotin und 10 Gramm Teer den Lungen erspart und insgesamt
3 Tage 13 Stunden 50 Minuten RauchFrei-Zeit gewonnen.

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Ich bin sehr stolz auf mich! Und mittlerweile sind auch endlich die Lungenschmerzen nach dem Aufstehen verschwunden. :o ) Meine Zuckerwerte fahren zur Zeit eher Achterbahn, wobei sie besonders die Höhen der Achterbahn zu mögen scheinen. Nächste Woche hab ich wieder einen Termin bei meinem Zuckerarzt, mal sehen, was der dazu sagt.

Montag, 09.03.2009 – Keine Lust auf Sport…

Heut ist mal wieder Montag, der erste Arbeitstag der Woche ist geschafft… Irgendwie hatte ich heute ne ganze Weile lang wieder so komische Beklemmungsgefühle. Aber ich hab ja gelernt, damit umzugehen und es geschafft, durch Atem- und Entspannungsübungen wieder ruhiger zu werden.

Nach der Arbeit war ich gleich beim Zuckerarzt, um mir neue Blutzucker-Teststreifen zu holen. Und dann war es auch schon 17:30 Uhr. Das ist jetzt 1/4 Stunde her. Eigentlich müsste ich um 18:00 Uhr beim Sport sein. Aber ich kann mich mal wieder nicht überwinden. Manno…. Schon das 3. Mal in Folge :o ( Ich bin ein Schwächling!!

Fabi liegt neben mir auf der Couch und schläft. Er war die ganze Nacht wach und ich bin sehr stolz auf ihn, weil er sich so sehr bemüht, endlich beruflich weiter zu kommen. Ich bin mir ganz sicher, dass ganz bald alles gut wird :o )

Gestern hab ich mich mit Knut (einem befreundeten Fotografen) getroffen und war mit ihm und seinem Hund an einem See bei Kaulsdorf spazieren. War zwar nicht das tollste Wetter (es hat die ganze Zeit geregnet), aber trotzdem wars mal wieder schön, rauszugehen. Nach einem entspannenden Tässchen Tee hab ich mich dann wieder auf den Weg zurück nach Hause gemacht.

Den Samstag habe ich fast nur mit Schlafen verbracht – das ist ja auch das reinste Schlafwetter zur Zeit. Hoffentlich wirds in meinem Urlaub nächste Woche schöner…

Tja, das wars wieder von mir… Bis demnächst :o )

Die Psychiatrie und ich…

Heute ist Sonntag, der 09.11.2008. Ich sitze auf der Couch und fühle mich schon den ganzen Tag schlecht. Also hab ich beschlossen, einen Auszug aus den letzten 4 Wochen nieder zu schreiben – vielleicht hilft es ein bisschen…

Was zuvor geschah…

Vor ca. 6 Wochen begann es, dass meine Zuckerwerte mal wieder anfingen, zu spinnen. Ich bin immer noch dabei, meine optimale Basalraten-Einstellung für die Insulinpumpe zusammen mit meinem Diabetologen zu finden. Mittlerweile beträgt meine Basalrate ca. 20 Einheiten Insulin am Tag, was schon eine Verbesserung ist, denn vorher hatte ich schon weit über 30 gebraucht… Um so verwirrender war es, als ich immer öfter anfing, nach dem Essen zu unterzuckern. Mein Essensinsulin war wohl zu hoch angesetzt. So kam es, dass ich immer öfter nach dem Essen noch mehr essen musste, um meinen Blutzucker auf einem normalen Level zu halten – das führte natürlich dazu, dass mir immer schlecht wurde – von den unangenehmen Unterzuckerungserscheinungen mal ganz abzusehen -> Zitternde, schwitzende Hände, Doppelbilder bzw. verschwommenes Sehen, Herzrasen, und so weiter… Hinzu kam, dass ich 2 Wochen lang ziemlich erkältet war und trotzdem arbeiten ging – aus Angst, meinen Arbeitsplatz zu verlieren. Schließlich ist Krankheit dort nicht gern gesehen, schon gar nicht in der Probezeit!

Nach einigen Tagen – das zu viele Essensinsulin war wieder reguliert, hatte ich trotzdem immer wieder nach dem Essen Unterzuckerungsanzeichen, obwohl ich nicht unterzuckert war… Aus Angst, zu unterzuckern habe ich immer öfter meinen Blutzucker gemessen. Auch das Herzrasen machte mir Sorgen, so wurden immer häufigere Blutdruckmessungen und das ständige Ertasten meiner Halsschlagader zum Messen des Pulses zum Alltag. Alles drehte sich nur noch um meine Gesundheit. Der Termin für den Herzultraschall kam immer näher, was mir zusätzlich Angst machte…

13.10.2008 – Der Zusammenbruch

Am Montag, dem 13.10.2008 fuhr ich ganz normal zur Arbeit. Ich fühlte mich durch die Erkältung immer noch ziemlich schwach, mein Herz raste mal wieder in der Ubahn, meinen Finger hatte ich dauerhaft am Puls… Irgendwie war mir die ganze Zeit ein bisschen schwindelig. Aber ich wollte durchhalten, es gab schließlich viel zu tun. Also machte ich mich auf, die Aktenberge zu bekämpfen. Am Anfang ging das auch noch ganz gut, doch auch die Aufregung vor dem Herzultraschall war da… Ich wurde zunehmend schwächer… Gegen 10 Uhr morgens saß ich meiner Kollegin gegenüber am Schreibtisch, zitterte und wurde immer blasser, was auch sie bemerkte. Sie bot mir an, im Nebenraum ein paar Stühle zusammen zu schieben, damit ich mich etwas hinlegen kann, was ich zunächst verneinte. Ich wollte kämpfen.

Diesen Kampf hatte ich jedoch nach 5 Minuten aufgegeben. Mir ging es zunehmend schlechter und ich bat sie nun doch, mir zu helfen. Sie rannte sofort los und brachte mich weitere 5 Minuten später in den Sitzungsraum, damit ich mich hinlegen konnte. Ich atmete schwer und mir war schwindelig. Die Unterzuckerungsanzeichen machten sich wieder breit, ich maß und hatte einen Wert von 9 mmol/l – also keines Wegs zu tief, sogar etwas zu hoch. Mein Puls raste. Ich hatte Schweißausbrüche und konnte mich gar nicht mehr beruhigen. Ich ließ einen Krankenwagen rufen, der ungefähr 10 Minuten später da war.

Super, ich hatte es geschafft, das ganze Amt in Aufruhr zu versetzen. :o ( Aber ich hatte echt Angst. Als der Notarzt da war, war mein Blutdruck normal, ich hatte mich etwas beruhigt. Trotzdem wurde ich in die Notaufnahme der Charité mitgenommen. Meine Kollegin war so nett, Fabi zu informieren, der sich nun natürlich auch tierische Sorgen machte und versprach, so schnell wie möglich zu kommen.

In der Charité angekommen, wurde ich erst mal auf ein Bett gelegt und abgestellt… Nach gefühlten Stunden kam die erste Ärztin, die mich ausfragte, was passiert war, mich abhorchte, Blut abnehmen ließ und meinen Bauchraum abtastete… Leider hatte ich gerade zufällig zu diesem Zeitpunkt an genau der Stelle, wo die Dame drückte einen Druckschmerz, worauf hin dann ein Spießrouten-Lauf los ging…

Um es etwas abzukürzen: Nach insgesamt 8 Stunden Aufenthalt in der Notaufnahme, habe ich etwa 4 Krankenschwestern und 6 Ärzte gesehen, eine Blutabnahme ohne Befund, eine Urinprobe ohne Befund, einen Bauchultraschall ohne Befund, eine gynäkologische Untersuchung ohne Befund, ein EKG ohne Befund und eine Entlassung aus der Notaufnahme mit vielen Papieren und der Bitte, doch wieder vorzusprechen, wenn die Probleme erneut auftreten…

Völlig entnervt und kein bisschen schlauer verließen wir die Charité und fuhren nach Hause.

14.10.2008 – Diagnose: Panikattacken

Am nächsten Tag beschloss ich, noch zu Hause zu bleiben und mich ein wenig auszuruhen. Fabi fuhr zur Arbeit und ich legte mich aufs Sofa. Nachdem ich ein bisschen was gegessen hatte, überkam mich plötzlich eine seltsame innere Unruhe, gefolgt von den schon bekannten Unterzuckerungsanzeichen und dem Gefühl, einen riesigen Kloß im Hals zu haben. Ich war ganz allein – dieser Gedanke schoss mir unwillkürlich in den Kopf.

Blutzuckercheck: ok

Blutdruck: leicht erhöht

Puls: viel zu hoch

PANIK…

Ich hatte Angst. Angst, hier ganz alleine im Wohnzimmer einen Herzinfarkt zu bekommen – oder sogar schlimmeres. Mein Herz schien unaufhörlich zu rasen und genauso raste ich nun von einem Raum in den nächsten. Ich konnte mich einfach nicht beruhigen… Ich fing an, zu weinen und wusste nicht mehr weiter… Also rief ich Mama an.

Aber auch sie konnte mich nicht beruhigen und riet mir, wieder den Notarzt zu rufen, was ich auch tat. Gleich, nachdem ich aufgelegt hatte, rief ich wieder Mama an und wartete quasi gemeinsam mit ihr auf die Ankunft der Feuerwehr. Ich wollte nicht allein sein…

Der Krankenwagen kam, ich stand am Fenster und begann, mich bei diesem Anblick langsam zu beruhigen, legte auf und ließ den Feuerwehrmann rein. Er konnte nur meinen Blutdruck messen, der sich langsam wieder normalisierte und redete ein bisschen mit mir. Ich kam mir langsam schon leicht verrückt vor. Wieso war alles gut, als der Notarzt kam? Er bot mir an, mich trotzdem mit in die Rettungsstelle zu nehmen und meinte, wie es aussieht, brauche ich ein Gespräch.

So kam ich in die Rettungsstelle des Humboldt-Klinikums bei uns um die Ecke, es wurde wieder ein EKG gemacht, ich hatte vorsichtshalber auch meine Untersuchungsergebnisse vom Vortag mitgenommen und ich musste nicht lange warten, da kam für mich schon die Oberärztin der Psychiatrie für ein Gespräch.

Die Ärztin war sehr nett und wir haben uns ziemlich lange unterhalten. Sie gab mir zu verstehen, dass ich typische Anzeichen für eine Panikattacke aufwies und möglicherweise an einer Angsterkrankung leide. Sie klärte mich gleich über mögliche Behandlungsmethoden auf. Eine Möglichkeit wäre eine stationäre Behandlung in der Psychiatrie, welche gute Heilungschancen aufweist. Ich äußerte meine Ängste um meinen Arbeitsplatz, da sie auch von einer Mindest-Dauer von 6-8 Wochen sprach, mit anschließender ambulanter Weiterbehandlung. Also vereinbarten wir erst einmal, dass ich versuche, mit einem Psychologen ambulant mein Problem anzugehen und falls es nicht besser wird, nach Beendigung der Probezeit auf die stationäre Behandlung zurückgreife. Für das eventuelle Auftreten einer neuen Panikattacke gab sie mir noch ein Beruhigungsmittel mit (3 Schmelztabletten Tavor – zergeht im Mund und wirkt relativ schnell). Ich bedankte mich, ruhte mich noch etwas aus und ging dann zu Fuß wieder heim, um mich hin zu legen. Auf dem Heimweg telefonierte ich wieder mit Mama, um ihr alles zu berichten.

Zu Hause angekommen, aß ich einen halben Apfel und wollte mich etwas schlafen legen. Jedoch ging das ganze Spielchen nach einer halben Stunde wieder von vorne los: Ich bekam keine Ruhe, begann wieder zu Zittern, mein Herz raste erneut, Schweißausbrüche und die Angst, dass doch etwas mit mir nicht stimmt… Ich wollte nicht warten, bis jemand zur Hilfe eilt, alles verlief, wie im Film. Ich zog mich an, stürmte aus der Tür und eilte zu Fuß zurück ins Krankenhaus. Die letzten Meter kroch ich schon fast, rief wieder völlig panisch meine Mama an. Zu Hause hatte ich noch schnell eine Tavor eingeworfen, die jedoch nicht zu helfen schien… Im Krankenhaus guckte mich die Schwester verwundert an, weil ich schon wieder da war.

Gleiches Spielchen, wie zuvor: Anne ins Bett, Blutdruck, Blutzucker soweit okay, Puls noch ziemlich hoch, diesmal wurde auch noch eine Internistin gerufen – zur Sicherheit. Die hörte mich ab, keine Anormalitäten festzustellen, also kam die Oberärztin der Psychiatrie wieder. Diesmal einigten wir uns darauf, dass ich mich abholen lasse und am nächsten Tag stationär aufgenommen werde. Es hatte ja keinen Sinn, so arbeiten zu gehen…

Also wieder Mama angerufen, die informierte Fabi, der sofort los eilte und ich verbrachte die Wartezeit draußen und wusste kaum noch, wo oben und unten ist. Nun hatte ich es also: Ich bin verrückt :o D

Später fuhr ich noch mit Fabi zum Zuckerarzt, erzählte dem alles, er schrieb mir die Einweisung mit Diagnose Panikattacken, setzte noch meine Basalrateneinstellung weiter nach unten, damit ich nicht wieder Angst vor Unterzuckerungen haben musste und wir fuhren wieder nach Hause. Dort versuchte ich noch, mit der Krankenkasse die Kostenübernahme für das Krankenhaus zu klären, was jedoch wenig Erfolg hatte, da nur noch die Service-Hotline besetzt war.

15.10.2008 – Tag der Aufnahme – Anne kommt in die Psychiatrie!

Morgens telefonierte ich nochmal mit der Krankenkasse, die mir immer noch nicht helfen konnte, da sie zunächst Unterlagen vom Krankenhaus benötigte. Also musste von dort aus alles geregelt werden. Die Sachen waren gepackt und so fuhren wir gegen 9 Uhr ins Krankenhaus, wo ich mich anmeldete und kurze Zeit später mein Bett bezog. Im Verlauf des Tages wurde ich gewogen, hatte ein erstes Aufnahmegespräch, bekam einen Fragebogen zum Ausfüllen und es wurde mal wieder Blut abgezapft. Man versprach mir auch, dass der Herzultraschall während des Aufenthaltes erledigt wird, damit ich nicht noch länger warten muss. Leider hatte ich den eigentlichen Termin am Montag ja in der Charité verbracht…

Rückblick auf 4 Wochen Psychiatrie…

So schlimm, wie sich das alle immer vorstellen, ist es nicht – das sei mal vorweg erwähnt. Ich bin echt froh, dass ich den Schritt gemacht hab, auch, wenn ich heute das Gefühl hab, dass sich noch nicht viel gebessert hat, aber ein paar Wochen hab ich ja noch vor mir. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt – alles Leute wie du und ich – wahrscheinlich sogar die normalsten Menschen, die man überhaupt kennen lernen kann. Viele leiden unter Depressionen, manche auch an Angsterkrankungen, wie ich, oder an Zwangshandlungen und/oder Zwangsgedanken. Einige bleiben nur zur Krisenbewältigung 1-2 Wochen, einige viele, viele Monate… Aber alle mit dem gleichen Ziel: stabilisiert zu werden, um in der “normalen Welt” wieder einigermaßen zurecht zu kommen.

Mittlerweile werde ich auf das 2. Antidepressivum eingestellt, was angstlösend, schlaffördernd und appetitanregend wirkt – das 1. hatte nicht den gewünschten Effekt. Leider dauert es immer 2-4 Wochen, bis überhaupt eine Wirkung eintritt, so bleibt zu hoffen, dass das 2. nun das richtige ist. Unter der Woche hat man viele Therapien, wie zum Beispiel: Musiktherapie (zum Musik hören und Musik machen), Ergotherapie (Basteln), Entspannungstherapie (Progressive Muskel-Relaxation nach Jacobssen), Gymnastik, Tanztherapie (was aber eher Bewegungstherapie ist und nicht wirklich was mit tanzen zu tun hat), Genusstraining, Achtsamkeitstrainig und auch sogenannte Psychoedukations-Gruppen, in denen man etwas über seine Krankheit lernt und wie man damit besser umgehen kann… Alles in allem geben mir die Therapien sehr viel und ab nächste Woche komme ich wahrscheinlich in die Tagesklinik. Das heißt, ich kann zu Hause schlafen und habe mit anderen Patienten zusammen einen voll gefüllten Therapieplan von 8-15 Uhr. Dort kann ich mich dann langsam wieder an die Welt “draußen” gewöhnen und erproben, wie ich so zurecht komme. Derzeit habe ich auch noch einmal die Woche ein Gespräch mit einer Psychotherapeutin, was immer ziemlich aufwühlend aber auch befreiend ist. In der Tagesklinik bekomme ich dann eine neue Therapeutin (leider) und wenn ich wieder arbeiten gehe, muss ich mir ambulant einen Psychologen suchen, der dann weiter mit mir arbeitet.

Ich bin hoch motiviert und hoffe, dass ich mein Problem bald in den Griff kriege. Ach, übrigens hat meine Therapeutin bei mir auch die Agoraphobie (also Platzangst) diagnostiziert. Hab also so einige Ängste, denen ich mich so nach und nach stellen muss. Aber das wird schon wieder – hoffe ich.

Heute fühle ich mich leider nicht so gut. War schon kurz davor, ne Tavor zu nehmen. Krieg schlecht Luft, meine Hände sind zittrig und schwitzig, mein Blutdruck ist ganz seltsam (ich war ne halbe Stunde auf dem Stepper und hatte danach einen Blutdruck von 97/82 Puls 102), was mir auch schon wieder Angst macht, obwohl beim Herzultraschall alles in Ordnung war. Am Freitag hatte ich sogar eine Magenspiegelung – unter Vollnarkose Gott sei Dank! – bei der aber auch nix raus kam, außer, dass ich ein bisschen wenig Magensäure produziere… Tja, so werden nach und nach alle möglichen Krankheiten ausgeschlossen und ich erkenne immer mehr, dass ich mir ziemlich viele Dinge viel zu sehr zu Herzen nehme…

In 2 Stunden muss ich wieder im Krankenhaus sein – hatte “Belastungsurlaub”, das heißt, ich hab zu Hause übernachtet, um zu probieren, wie ich zurecht komme. Blöd nur, dass es mir heute so furchtbar mies geht :o ( Dabei will ich eigentlich gar nicht jammern *grml*

Also erst mal Schluss jetzt, war ja auch genug Neues ^^

18.06.2008 – Die Zeit rennt…

Wo ist die Zeit geblieben??? In 2 Wochen bin ich schon 1 Tag arbeiten gewesen O_O Wahnsinn…

Heute ist Mittwoch und wir sind seit 2 Tagen wieder zu Hause. Letzte Woche haben wir ja das Haus meiner Eltern gehütet ^^ Hätte nicht gedacht, dass wir dort so wenig Langeweile haben würden. Dabei hatte ich mir vorgenommen, noch ganz viele Bilder zu bearbeiten.. Gerade mal 2 hab ich geschafft… Naja, die ersten Tage war es sau warm und wir haben viel Zeit damit verbracht, den Garten vorm Vertrocknen zu retten. Der Hund hat jeden Tag pünktlich um 13 Uhr sein Fresschen bekommen und ich hab 2x am Tag seine kaputte Nase eingecremt… So verging ein Tag nach dem anderen und *schwuppdiwupp* war die Woche rum. Am Sonntag Nachmittag kamen meine – vom Urlaub gestressten – Eltern wieder nach Hause und Montag sind wir dann wieder in die heimischen Gefilde abgedampft ^^

Im Moment gibt es nicht viel zu erzählen, deshalb schreib ich auch nur noch so selten. Als Arbeitslosem passiert mir ja auch nicht viel :o D Fabi schläft noch (es ist 14:50 Uhr) und ich bin auch erst ein paar Stunden wach. Immerhin hab ich schon das Frühstück hinter mir. War immer noch nicht beim Zuckerarzt. Blöder Weise hatte ich für letzten Freitag einen Termin gemacht, den ich natürlich nicht wahrnehmen konnte… Jetzt muss ich mich wieder aufraffen und einen neuen machen… Man, wär das schön, wenn der in regelmäßigen Abständen zu einem nach Hause kommen würde und dieses lästige Aufschreiben nicht wäre… (hab ich auch wieder seit Tagen nicht gemacht)… Meine Werte waren ein paar Tage richtig gut – bis auf einige Unterzuckerungen… Mittlerweile schwanken sie wieder ziemlich. Mir gehts auch nicht so besonders – hab heut schon wieder Kopfschmerzen und mein Bauch tut auch weh… Wer weiß, sind bestimmt nur Blähungen :o D

Gestern hab ich ne neue MySpace-Seite gemacht, die *Bassbottle Supporting Group* Hab mittlerweile schon 71 MySpace-Freunde. Vielleicht hilfts ja, ihn noch ein bisschen bekannter zu machen. Der Link zur Seite wird gleich rechts bei den Links zu sehen sein ;o)

Jetzt werd ich mich erst mal wieder an ein Bild setzen… Will ja irgendwann damit fertig werden. Cindy und Dominik haben schon nach dem nächsten Shooting gefragt :o D

Also, bis demnächst ;o)

Donnerstag, 29.05.2008 – Der Wonnemonat neigt sich dem Ende…

… und wieder ist es über eine Woche her, dass ich von mir hören lassen hab… War wieder eine turbulente Woche ^^

Am Sonntag waren wir mit Knut unterwegs und haben uns nen interessanten Friedhof angeguckt – seine kleine Tochter war auch mit. Hat echt Spaß gemacht. Danach war lecker Grillen angesagt… Hmmmmm…. Waren wir vollgefressen :o D

Carla und BiancaMontag kam dann der liebe Carla (www.carlasubito.de) mit seiner Freundin zu Besuch. Er hat bei uns genächtigt und so ganz nebenbei haben wir auch 1-2 Fotos gemacht und ein paar skurrile Video-Sequenzen für seine Musikvideos. Es war wirklich sehr erfrischend, 2 so tolle Menschen zu Besuch zu haben! Auch Bianca – Carlas Freundin – hat spontan am Dienstag ein Fotoshooting mit uns durchgeführt. War echt lustig und zum Thema “Götter in der heutigen Zeit”. Kurzer Hand wurde unser Wohnzimmer zum Fotostudio und los gings… Ach, die beiden waren so herrlich unkompliziert – Carla kannte ich ja schon vom letzten Jahr. Im April 2007 waren die Bilder entstanden, die nun unser Schlafzimmer schmücken :o ) Es ist so genial, dass Carla den gleichen Humor hat, wie wir… Den Dienstag schlossen wir noch mit einem gemeinsamen lustigen IKEA-Besuch (mit anschließender HotDog-Runde) ab und dann fuhren die beiden wieder Richtung Heimat…Schade, dass die tollsten Menschen immer am weitesten weg wohnen.

[An dieser Stelle mal ein ganz dicker Knuddler an meine süße Babs - hab dich lieb, Süße!!] – Hoffe, das klappt mit dem Urlaub, denn Babs und Jens wollen ja auch Ende Juni noch zu uns kommen :o ) *freu wie blöd* Irgendwie ist es voll toll, Gastgeber zu sein. Und noch toller ist es, wenn die Gäste sich wohl fühlen…

Meine Photoshop-Fortschritte halten sich leider auch in Grenzen… Und das, obwohl Knut mir ein paar hilfreiche Tipps gegeben hat… In letzter Zeit war mir irgendwie gar nicht nach Bildbearbeitung… Mir gings auch nicht so gut. Hab heut den ganzen Tag Tinitus gehabt :o ( Son blöder Pfeiffton im Ohr… Hoffe, der geht wieder weg. Und Kopfschmerzen hatte ich auch die ganzen letzten Tage… Muss wohl am komischen Wetter liegen… Meine Zuckerwerte machen auch wieder Zickzack-Kurven… Muss endlich zum Zuckerarzt!!! (Immer dieser innere Schweinehund :o / ) Vom Rauchen reden wir mal gar nicht, denn das machen wir derzeit wieder Vollzeit… Naja… Wenigstens hab ich gestern wieder mit ner Schwedenkräuter-Kur angefangen: morgens und abends je 3 Teelöffel Schwedenkräuter mit ordentlich Wasser hinterkippen. Beugt gegen alles Mögliche vor und hilft auch gegen fast alles, was man so hat ^^ Nebenbei regen die auch noch die Verdauung an… Ist also sehr weiter zu empfehlen, auch wenn’s erbärmlich schmeckt :o D Die Schwedenkräuter hat natürlich mein Papa liebevoll zubereitet <3

Hab heute endlich geschafft, mein Führungszeugnis zu beantragen. Jetzt muss es nur noch irgendwann bei der neuen Arbeit ankommen… Die Beamten streiken ja zur Zeit in Berlin – deshalb mussten wir auch extra in ein anderes Bürgeramt gehen. Beim Finanzamt waren wir heute auch… Aber die Nappel dort sind sich ja zu fein, Fabi mal beim Ausfüllen zu helfen… Er braucht doch so dringend die Steuernummer für sein Label… Idioten… Tss…..

Ansonsten gibts von mir nix weiter Neues. Mittlerweile ist es schon Freitag, der 30.05.2008 und wir haben es 00:59 Uhr. Ich werd langsam müde und schlaf bestimmt bald ein. Also, bis demnächst :o )

Freitag, 11.04.2008 – Teil IV

21:11 Uhr:

So, als erstes das Foto:

nicht gut

Eindeutiger Fall von: Mir gehts nicht gut… Hab immer noch Halsschmerzen, mein Kopf brummt (danke für die Kopfschmerztablette, mein Engel!! :o *) und mir ist den ganzen Tag schon kalt :o ((( Ich glaub, ich hab mich erkältet…. SCHON WIEDER… Blöder Mist… Muss mir gleich mal nen neuen Tee machen… Das zu meinem aktuellen Gesundheitszustand. Bleiben wir gleich dabei und werten mal den heutigen Zuckerarztbesuch aus:Honig-Dill-Senf-Soße

Nachdem wir um 14:15 Uhr unser Essen rein geschlungen hatten (was übrigens sehr gut geschmeckt hatte – das vorher Genannte verfeinerten wir noch mit der Honig-Senf-Dill-Sauce von Knorr), machten wir uns eilig auf zum Doc, wo wir um 14:31 Uhr (fast pünktlich) ankamen. Natürlich hieß es dort trotzdem wieder warten…

Doch diesmal erwarteten mich noch ein paar Folterqualen vor dem Gespräch mit dem Arzt… (nein, ganz so schlimm war es nicht ^^): Die Schwester rief mich in ein Hinterzimmer, wo ich ein kleines Verhör über mich ergehen lassen musste (Fragen zu den letzten Untersuchungen…), dann – völlig unvorbereitet – wurde auch noch eine Urinprobe von mir verlangt. Sehr toll natürlich, wenn man extra nochmal zu Hause pipi machen war, wegen der langen Wartezeiten beim Arzt… Also hab ich noch ein paar Tropfen rausgequetscht (sorry, wenn ich zu eklig werde :o D) – man tut ja, was man kann… Als nächstes folgte die Blutdruckmessung: 108/78, 81 Puls und Herzrhythmusstörungen. Kein Wunder nach der vorherigen Tortur. Naja, wir waren ja schon “fast fertig”. “Jetzt nur noch die Fußuntersuchung – wann hatten sie die letzte?” Oh Gott, meine letzte Fußuntersuchung war bestimmt schon 10 Jahre her O_o

Aber was noch viel schlimmer war: ICH HATTE DOCH MEINE FÜßE GARNICHT GEWASCHEN!!!!!! Aaaaaah *Panik*… Die Schwester musste Gott sei Dank noch mal ins Labor, um die Werte zu holen. Also hatte ich genug Zeit um nochmal alles kurz zu untersuchen :o D Also, Schuhe aus, Socken aus – kurz an den Socken gerochen… “Puuuuuhhhhh” – Gott sei Dank – stinken nicht :o ))) Nochmal Glück gehabt… Schnell noch die schwarzen Fusseln aus den Zehenzwischenräumen entfernt – wär zu verdächtig bei den weißen Socken, die ich heute eigenStimmgabeltesttlich trug ^^° Fertig… Da war sie auch schon wieder zurück, bereit, um mich weiter zu foltern… Es folgten Untersuchungen mit spitzen Geräten, die sich in meine Füße zu bohren schienen (“spüren sie das?”). Neinnn, ich hab zwar schon 3 mal AUA geschrien, aber natürlich kann ich auch noch mal JA sagen, zum besseren Verständnis… Dann, so’n ganz fieser Test – Ich sollte sagen, ob’s kalt oder warm ist. Handicap: Das DING, was sie mir an die Füße hielt, war auf der einen Seite kalt und auf der anderen Seite.. sagen wir: nicht ganz so kalt… Dazu kam, dass ich sau-kalte Füße hatte… Nun ja, so einigermaßen hab ich mich durch den Test schummeln können… Kam nur noch der Stimmgabel-Test: Eine Stimmgabel wird zum Schwingen gebracht und dann an den Fuß gehalten – Du musst dann nur noch sagen, wann du nix mehr merkst. Erschwernis bei dieser Sache ist, dass ich extrem kitzlig bin und mich deshalb vor Lachen kaum auf die Vibrationen der Stimmgabel konzentrieren konnte… Aber auch das hab ich überlebt.

Fazit: Alles soweit in Ordnung und gleich noch ne Überweisung für den Augenarzt aufgedrückt bekommen. Muss ja auch dort jedes Jahr ein mal hin, um meinen Augenhintergrund auf Folgeschäden durch den Diabetes überprüfen zu lassen… Also werd ich da demnächst auch gleich mal nen Termin machen. Doch zurück zu meinem eigentlichen Termin:

Nach einiger Zeit des Wartens kam mir dann mein sichtlich gestresster und für diesen Tag völlig fertiger Zuckerarzt entgegen, der sich trotzdem wie immer sehr fürsorglich um mich kümmerte. Mit meinen Werten war er schon sehr zufrieden, hat nur minimal meine Basalrate für die Pumpe geändert. Verstehe allerdings nicht, warum er jetzt nachts mein Insulin noch mehr runter gesetzt hat, obwohl ich nachts eh schon höhere Werte habe… Hm… Na ich bin gespannt. Werd wohl am Wochenende mal ein Nacht-Profil machen (=nachts jede Stunde den Blutzucker messen, ohne was zu essen, damit man sieht, ob die Basalrate optimal eingestellt ist).

Auf jeden Fall sieht bisher alles ganz gut aus und ich bin frohen Mutes, dass doch noch alles besser wird :o ) Am Mittwoch soll ich den Doc mal anrufen, wie die Werte aussehen und dann gucken wir, wann wir uns das nächste Mal sehen. Vielleicht muss ich bald nicht mehr jede Woche hin *freu*

23:04 Uhr

Jetzt hab ich fast 2 Stunden an dem oberen Teil geschrieben… Boah. Ich lass mich aber auch immer schnell ablenken ^^

Freitag, 11.04.2008 – Es hört nicht auf… (Teil III)

13:29 Uhr:

HUNGERRRRRRRRR!!!! Hab bisher noch nix gegessen (jaja, ich weiß: Selber Schuld :o P ) und freue mich schon auf unser köstliches Mittagsmahl, dass wir gerade vorbereiten. Es wird heute Buletten mit Rahmwirsing und Kartoffeln geben. Lecker,lecker *sabber* (hoffe ich zumindest – ist das erste Mal, dass wir den Rahmwirsing ausprobieren ^^)…

Mein Blutzucker hat sich wieder etwas beruhigt. Er lag vor einer Stunde bei 4,4 mmol/l. Hab erstmal einen kleinen Merci-Riegel gefuttert, damit ich nicht wieder in ne Unterzuckerung abrutsche. Noch eine Stunde, dann muss ich zum Zuckerarzt…

Wie wär’s eigentlich mal wieder mit nem kleinen Zwischenstands-Foto?!?!? *g* Wär vielleicht auch mal interessant, die äußerliche Entwicklung über den Tag zu beobachten :o D .

Also, so seh ich grad aus:

Anne am Mittag

Freitag, 11.04.2008 (Teil II)

11:23 Uhr:

Guten Morgen :o ) Seit ca. 1 Stunde bin ich wieder wach, hab wahnsinnige Halsschmerzen und fühl mich voll matschig. Mein Zucker ist solala – könnte besser sein. Hab wieder normal korrigiert und bin gespannt, ob ich diesmal wieder unterzuckere…

Um 14:30 hab ich wieder einen Termin bei meinem Zuckerarzt. Mal sehen, was er sagt…

Fabi sitzt ca. 2 Meter von mir entfernt am PC und arbeitet an seinem Blog. Hab diesen mal bei Links mit eingetragen :o ) Vorhin hatten wir ein Gespräch über Tags. Wozu sind die denn nun wirklich gut? Damit man übers Internet gefunden wird? Oder damit gezielt bestimmte Beiträge gefunden werden? Aber wenn Letzteres auch stimmt, was bringt es dann, wenn man zum Beispiel für jeden Beitrag immer die gleichen Tags verwendet? Hm… Ich werde noch ein bisschen darüber nachdenken. Fakt ist, dass ich auf jeden Fall für unterschiedliche Beiträge auch unterschiedliche Tags vergebe – damit, falls jemand zu einem bestimmten Thema was sucht, dieser auch den Beitrag findet, wo etwas darüber drin steht… Ob man dem ganzen Blog Tags zuordnen kann, fragt Fabi… Ich weiß es nicht. Falls das hier jemand liest, der sich damit auskennt, bitte eine kurze Info – Danke ;o)