Was denkt die sich eigentlich?

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Valentinstag…

Heute ist – zumindest noch von jetzt an 51 Minuten – der 14.02.2009. Valentinstag… Überall wurde es schon seit Wochen in den Medien angepriesen, Blumengeschäfte haben wieder Umsätze, von denen sie – bis auf den Muttertag – das ganze Jahr träumen und im Fernsehen kommen Liebes-Schnulzen… Sehr schön, es gibt mal wieder einen Anlass, sich zu zeigen, wie sehr man sich liebt.

Ich werde euch mal erzählen, wie das in meiner Beziehung läuft. Wir feiern keinen Valentinstag, weil dieser Tag ein Tag wie jeder andere ist. Man steht morgens auf und geht abends wieder ins Bett. Und dazwischen leben wir gemeinsam unser Leben, mit allen Höhen und Tiefen, zeigen uns, dass wir uns lieben, machen Blödsinn zusammen und wissen, dass wir auch in Gedanken beieinander sind, selbst, wenn wir physisch getrennt sind. – Wie jeden Tag – Und wenn einer das Bedürfnis verspürt, dem anderen eine Freude zu machen – sei es materiell oder emotional – dann tut er das. Ist doch egal, ob der Tag grad Montag, Dienstag, Feiertag oder Valentinstag heißt… Wenn man sich liebt, braucht man keinen bestimmten Anlass, um sich das zu zeigen!

Mein Tag verlief heute so: Da ich gestern schon sehr früh im Bett war, bin ich gegen halb acht aufgewacht, habe Fabi und mir eine Schüssel Cornflakes gemacht und mich aufs Sofa bequemt. Fabi war noch wach – sein Schlafrhythmus ist derzeit wieder ein wenig durcheinander ^^ Nach ein bisschen Internet-Surfen machte ich mich rausgeh-fertig, während Fabi auf der Couch eingeschlafen war. Ich wollte noch in der Apotheke meine Pille holen und beschloss, gleich Fabis Paket abzuholen. Heute war wunderschönes Wetter übrigens :o ) Ich stieg ins Auto und fuhr los. Es war schon 13.00 Uhr und die Post hatte nicht mehr lange auf. Damit ich noch rechtzeitig das Paket holen konnte, fuhr ich sogleich ins Parkhaus – denn die Parkplatzsuche in Tegel erweist sich an einem Samstag um diese Uhrzeit schon als recht nervenaufreibend und nahezu chancenlos. Leider hatte ich wohl heute kein Glück – wahrscheinlich waren noch alle auf die letzte Sekunde ein Valentinstagsgeschenk kaufen *grml*. Das Parkhaus war brechend voll – kein einziger Parkplatz schien mehr frei zu sein. Vor mir stand ein Opa mit seinem Auto und blinkte rechts. Ich blieb für eine kurze Zeit hinter ihm stehen, doch sein Auto bewegte sich nicht. Direkt vor ihm ging es noch rechts in eine kleine Parknische, wo ich noch einen freien Parkplatz vermutete, also setzte ich zur Überholung an. Ich war noch nicht mal ganz neben ihm, da fing der Opa in seinem Auto an, wild zu hupen und mir hektisch schimpfend zu verdeutlichen, dass er da auf einen freien Parkplatz wartete. Ein Auto fuhr auch gerade aus der kleinen Parknische heraus. Genervt setzte ich das Auto wieder hinter ihn, schaltete die Warnblinkanlage an und stieg aus, um am Kassenautomaten auch noch für den nicht erfolgten Parkvorgang zu bezahlen.

Die nächste halbe Stunde verbrachte ich mit Sonntagsfahrern auf den überfüllten, in zweiter Reihe zugeparkten Straßen, durch die ich mich nach und nach auf der Suche nach einem bisher unentdeckten Parkplatz kämpfte. Keine Chance. Tja, was soll ich sagen?! Ich bin wieder nach Hause gefahren, habe das Auto abgestellt und bin mit dem Bus gefahren… Das Paket hab ich trotzdem noch bekommen und auch meine Pille – nebst einer Packung Paracetamol, für die Kopfschmerzen, die mir diese nervige Autofahrt eingebracht hatte…

Für den Rest des Tages blieb ich zu Hause und wir haben uns einen gemütlichen Couch-Tag gemacht. Heute Abend gab’s noch lecker Kräuter-Sahne-Hähnchen mit Reis und keine Spur von Valentinstag, dafür aber umso mehr Liebe und Beisammensein – wie jeden Abend. Also:

Wer zur Hölle ist eigentlich Valentin? Und, warum zum Teufel, soll ich seinen Ehrentag feiern, wenn er mich nicht mal zu seiner Party eingeladen hat???

Leute gibts… ;o)

Samstag, 31.01.2009 – Schnodderseuche….

Es hat mich dahin gerafft… Alles begann gestern Morgen, als ich mit Halsschmerzen aufwachte. Da wusste ich schon: Mist, ich hab mich angesteckt!! Meine Kollegin ist seit Wochen krank und da sie schwanger ist, darf sie kaum Medikamente nehmen. Trotzdem startete sie am Montag einen Versuch, arbeiten zu kommen. An diesem Tag hatte auch unsere Chefin Geburtstag und wir saßen alle zu einem Geburtstagsfrühstück zusammen – meine Kollegin saß neben mir. So hustete und nieste sie vor sich hin und ich drehte mich extra schon immer von ihr weg – ich darf ja nicht einen Tag fehlen bis Ende Februar, sonst bin ich raus aus dem Job :o (

Aber es half wohl alles nichts. Nun ist es mittlerweile Sonntag – ich bin vorhin vor Erschöpfung eingeschlafen. Seit gestern hab ich einen Hausmittelchen-Erkältungs-Heil-Marathon gestartet. Dieser besteht aus:

- morgens und abends 1 Esslöffel Schwedenkräuter mit viel Wasser

- Tee bis zum Abwinken

- alle paar Stunden mit Salzwasser gurgeln

- Inhalation mit aufgelöstem Erkältungsbalsam

- in Schwedenkräuter getunkte Wattebäusche in die Ohren (hab auch Ohrenschmerzen)

- alle 2 Stunden eine Dolo Dobendan für die dicken Mandeln und Halsschmerzen

- ab und zu n Löffel Honig (tut auch gut im Hals)

- und viel viel Ruhe….

So hatte ich mir das Wochenende eigentlich nicht vorgestellt, aber was soll ich machen… Muss ja morgen wieder einsatzbereit sein. Fabi pflegt mich auch ganz aufopferungsvoll, dafür bin ich ihm so dankbar!!!!

Tja, nun lieg ich hier so rum, kann nicht mehr schlafen und röchel so  vor mich hin ^^

Auf Arbeit läuft sonst alles recht gut. Ich schaff meine Post ganz gut – trotz teilweiser Vertretung meiner Kollegin. Am Mittwoch hatten wir ne Umverteilung – das wird jedes Jahr mindestens einmal gemacht, damit ein Sachbearbeiter nicht immer die gleichen Buchstaben hat. Mein Aktenschrank ist wieder ein bisschen voller und ich freu mich trotzdem. Solange ich diesen Job behalten kann, ist alles gut. Macht mir auch richtig Spaß – ich bin zufrieden (muss ja auch mal gesagt werden ;o) )

Neues Jahr, alte Leier – oder: Was war, was ist und was noch kommen wird…

So, nu isses da, das neue Jahr. Prosit Neujahr!! *tröööööt* *huuuup* *grööhl* Hoffentlich wirds besser, als das alte… Aber schlechter geht ja fast nicht mehr ^__^

Aber es war ja nicht alles schlecht: am 17.12.2008 kam unser langerwarteter Besuch vorbei: Babs und Jens. Das war wirklich mal seit langem wieder ein positives Erlebnis. Leider war die Zeit viel zu schnell um – trotzdem haben wir einiges erlebt: Die beiden haben uns zum Sushi-Essen eingeladen, wir haben sonntags gebruncht (lecker, lecker), zusammen gekocht, waren bei Marcello Rubini zum Essen und plaudern, haben spontan ein paar Portrait-Bilder bei Nils Wiemers gemacht und natürlich blieb auch die ein oder andere spontane Foto-Session bei uns zu Hause nicht aus. Es war eine tolle und lustige Zeit und ich vermiss vor allem die Babs schon wieder ganz ganz doll *schnief* Aber wir haben uns vorgenommen, uns wenigstens jedes Quartal 1 Mal zu sehen. Und wenn ich meinen Job behalten kann, klappt es bestimmt auch, dass wir im März wieder nach Köln fahren können :o )))

Apropos Job… Wer es nicht schon bei Fabi gelesen hat: Es ist etwas völlig Neuartiges, Unerwartetes vorgefallen, was meine Arbeitgeber und alle, die damit zu tun haben irritiert hat. Der Personalrat hat meiner Kündigung wegen Nichtbestehens der Probezeit auf Grund von Krankheit NICHT ZUGESTIMMT!!! Da so ein Fall wirklich noch nie vorgekommen ist, weiß nun keiner so richtig, was passieren könnte… Es könnte möglich sein, dass unsere Geschäftsführerin nun mit dem Fall vor die Schiedsstelle geht. Da jedoch über die Weihnachtszeit auch im Studentenwerk nichts passiert, bleibt nur Abwarten übrig. Bisher hatte ich weder eine Kündigung, noch einen Bescheid über die Verlängerung der Probezeit im Briefkasten. Ich weiß also absolut nicht, ob ich mich freuen, arbeitslos melden oder weinen soll. Und was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß (Jup, hab in der Psychiatrie einiges gelernt ^^). Bin einfach nur gespannt, was mich erwartet, wenn ich Montag wieder zur Arbeit gehe.

Jetzt ist jedoch erst mal Donnerstag, der 1.1.2009! Ab heute starte ich einen erneuten Versuch, das Rauchen aufzugeben. Bisher fühle ich mich mies, könnte jede halbe Stunde etwas Essen – aus lauter Langeweile – und bin innerlich äußerst unruhig. Ich trau mich nicht, die Nikotinpflaster zu benutzen, weil ich nicht weiß, ob das irgendwelche Auswirkungen (auf Grund der Einnahme des Opipramols) haben könnte. Aber wenns mir morgen nicht anders geht, werd ich wohl doch mal ein halbes probieren ^^

So, nun ist doch schon der 2.1.2009 – wie schnell son Tag um sein kann. Bin ja auch erst gegen 13.30 Uhr aufgestanden ;o) Was wir sonst so erlebt haben, könnt ihr bei Fabi nachlesen.

Also, bis bald liebe Leser… Zum Abschied noch ein Bild, was ich von Babs gemacht habe, während sie bei uns zu Besuch war =) Kommentare sind gern gesehen ;o)

Sooraya

Montag, 15.12.2008: “Alles scheiße, deine Elli…”

Heut ist wieder einer dieser Tage, an denen man Depressionen kriegen könnte… Aber erstmal ein Rückblick auf die letzten Tage:

Am 12.12.2008 wurde ich auf eigenen Wunsch aus der Tagesklinik entlassen. Ich fühlte mich bereit, wieder ich selbst zu sein und es mit dem Alltag aufzunehmen. Soweit, so gut.

Am darauf folgenden Samstag waren wir (Fabi und ich) mal wieder viel zu spät aber trotzdem beim Model-Kartei-Treffen in der Turnhalle in Friedrichshain. Als wir gegen 24.00 Uhr ankamen, war in etwa noch ein Drittel der Gesamtzahl aller Models und Fotografen dieses Abends anwesend. Wir haben ein bisschen gequatscht und uns einen Latte-Macchiato gegönnt (es sei mir verziehen, wenn ich es falsch geschrieben habe ^^). Da an diesem Tag jeder etwas weihnachtliches an sich tragen sollte, hatte ich beschlossen, 2 Weihnachtskugeln als Ohrringe zu benutzen, was auch gut ankam. (Ne Weihnachtsmütze kann ja jeder aufsetzen ;oP)

Tja, den Sonntag haben wir dann auch ziemlich ruhig verbracht und ich wurde schon langsam ein wenig nervös vor dem heutigen (wieder) ersten Arbeitstag. Und was soll ich euch sagen?? Wär ich nur im Krankenhaus geblieben =( Ich hatte extra einen Kuchen gekauft, um mich bei allen zu bedanken, dafür, dass sie meine Arbeit in der stressigen Zeit mit erledigt hatten. Schließlich war ich ganze 2 Monate weg. Nach der folgenden Nachricht hätte ich eigentlich lieber den Kuchen einem Verantwortlichen ins Gesicht geschmissen. Unsere Schwerbehindertenvertretung kam mit traurigem Gesicht auf mich zu und sagte etwas, wie: Wir müssen heute unbedingt miteinander reden. *schluck* Ich meinte: Wieso? Ist es sehr schlimm? Sie: Ja. Ich: Ich werde doch gekündigt O_O Sie: Ja. :o ( Ich: Zu wann?? Sie: Wahrscheinlich zum 31.12.

Was danach geschah, könnt ihr euch ja denken. Ich brach in Tränen aus und musste erst mal 2 Zigaretten rauchen… Danach versuchte ich, so gut es geht, weiter zu arbeiten, aber es fällt mir sehr schwer… Am Mittwoch muss der Personalrat noch zustimmen und dann bekomm ich meine Kündigung. Tja, was soll ich da sagen?! Viele Chancen kann ich mir nicht ausrechnen… Was für ein tolles Fast-Weihnachts-Geschenk…

Und wieder ein Grund mehr, Weihnachten zu hassen.

Gute Nacht.

Sonntag, 30.11.2008 – 1. Advent (Wenn’s schön macht…)

Heute ist der erste Advent – bald ist wieder Weihnachten… [ironie] Juhuuuu [/ironie]

Ich weiß ja, Weihnachten ist das Fest der Liebe – uns so weiter und sofort… Aber irgendwie find ich eher, dass Weihnachten einfach ein großes Kommerzfest ist. Und wenn man nur an Weihnachten zeigt, dass man seine Liebsten liebt, dann weiß ich auch nicht… Braucht man dazu wirklich einen Anlass??? Außerdem gehts den meisten an Weihnachten doch eh nur um Geschenke… Jeder hat Stress, weil er für jeden, den er mag, Geschenke besorgen muss – schön sollen sie sein, dem Beschenkten gleichermaßen gefallen und im Optimalfall auch einen Nutzen bringen. Und natürlich will auch jeder etwas ganz tolles, teures geschenkt bekommen… Dafür haben ja Gott sei Dank auch die meisten Kaufhäuser ab jetzt sogar sonntags auf. *Applaus*

Nun ja, jeder, wie er möchte. Meine Oma ist letztes Jahr am 2. Weihnachtsfeiertag gestorben. Ein weiterer Punkt, der mich nicht unbedingt von der tollen Weihnachtszeit überzeugt. Jetzt wird Weihnachten zur Trauerzeit… Ist ja auch traurig, wie materialistisch die Menschheit geworden ist. Geht doch mal Weihnachten zu eurer Familie und sagt: Ich hab euch keine Geschenke mitgebracht, bis auf meine Liebe zu euch. – Die Gesichter will ich sehen :o D Und wenn man sagt, man will sich von Weihnachten ausschließen, wird man von der Gesellschaft gleich ausgebuht… Man MUSS doch an Weihnachten in Weihnachtsstimmung sein O_o Toll, müssen ist auch so ein schönes Wort… Ich MUSS gar nichts…

Morgen geh ich wieder in die Tagesklinik. Da lernen wir zum Beispiel, uns weniger Stress zu machen, indem wir statt “Ich muss” – “Ich WILL” sagen und uns nicht zu Sachen zwingen, die nicht so wichtig sind. Und dann war da noch das Ding mit der Bewertung: Wusstet Ihr, dass die Menschheit so ziemlich alles bewertet? Jeder Satz, den man zu jemandem sagt, wird aufgenommen und SOFORT bewertet. Das kann positiv sein, aber auch negativ – je nachdem, wie die Grundeinstellung und derzeitige Verfassung desjenigen ist. Aber habt Ihr schon mal bewusst versucht, etwas NEUTRAL zu sehen, bzw. überhaupt nicht zu bewerten??? Genau das versuchen wir dort. Ist echt nicht einfach. Bei mir ist ja zum Beispiel das Problem (hach ja, schon die erste Bewertung :o D), dass ich jedes körperliche Symptom, das bei mir auftritt, sofort negativ bewerte – mich sogar richtig reinsteigern kann und aus einem kleinen Herzstechen innerhalb weniger Sekunden schon Atemnot, ständiges Herzstolpern, Kopfschmerzen und das Gefühl, ich sei unheilbar krank entstehen kann… Nicht schlecht oder? Dafür muss ich unbewusst jahrelang geübt haben… Und jetzt versuch ich das wieder loszuwerden… Ich gestehe, es fällt mir zunehmend schwer, nicht in diesen Teufelskreis der Angst zu fallen. Zu diesem Thema hier mal ein bisschen Theorie:

Teufelskreis der Angst

Mittlerweile denke ich auch, dass es mir immer schlechter statt besser geht in der tagesklinischen Betreuung. Ich hoffe, die wollen mich nicht wirklich 6 statt 4 Wochen dort behalten. Ich wollt eigentlich in 2 Wochen wieder arbeiten gehen. Und ich denke, dass wird mir auch am besten helfen. Mich abzulenken hat sich als gute Therapie erwiesen. Im Moment steigere ich mich nur immer mehr in meine Krankheit rein und mach damit alles schlimmer. Aber dieses Wochenende gehts mir eigentlich relativ gut. Gestern waren wir mit Ramona und Martin beim Mexikaner. Ich hab mit Käse überbackene Nachos mit Sauerrahm gegessen und danach noch einen alkoholfreien Cocktail getrunken. War sehr lecker :o ) Danach sind wir mit Fabi noch in unserem neuen Auto (Wir fahren jetzt einen Seat Ibiza, Baujahr 2005 – dank Mama und Papa – ICH HAB EUCH LIEB!!) durch die Gegend gefahren und haben heute bis Mittag geschlafen. Ich sitz hier immer noch in meinem Schlafanzug rum und es ist schon wieder Zeit, ins Bett zu gehen :o ((

Also verbleibe ich mit einem herzlichen vorweihnachtlichen Gruß an euch alle da draußen und einem tollen Foto des Tages :o D

Anne im Schlafanzug

Happy Birthday, Babs!!!

Meine liebe Babs,

ich möchte dir auf diesem Weg alles alles Liebe zu deinem Geburtstag wünschen. Vor 26 Jahren hat dich der liebe Gott auf die Erde geschickt und dafür bin ich ihm sehr dankbar! Auch, wenn du immer sagst, dass du kein Engel bist – für mich bist du einer, denn es gibt kaum Menschen, die so herzlich, liebevoll, kämpferisch, edel, schön (innen wie außen), anmutig, unkompliziert, natürlich und toll sind, wie du! Für dein neues Lebensjahr wünsche ich dir nur Gutes: viele liebe Menschen um dich herum, Glück, Glück und nochmal Glück, keine Schmerzen (und wenn, dass sie schnell vergehen), Ausgeglichenheit, so wenig Stress, wie möglich, und Freunde, die dich verdienen. Ich hab dich unheimlich doll lieb und freu mich wie Sau auf den Dezember!! Endlich sehen wir uns wieder – JUHUUUUU!!

Mach dir noch einen schönen Tag und erhol dich ein bisschen am Wochenende!

Dicker Knutscha und Knuddel,

deine Anne :o )

Für dich:

Babs und Anne

Die Psychiatrie und ich Vol. 2 feat. Zahnverlust Ô_ô

Heute ist der 19.11.2008. Seit einer Woche habe ich das gemütliche Krankenhausbett verlassen und wurde in die sogenannte “Tagesklinik” überführt. Das heißt, ich darf nun zu Hause schlafen und gehe tagsüber ins Krankenhaus um mich weiter therapieren zu lassen.

Bisher habe ich mich noch nicht so ganz an die neue Situation gewöhnt. Natürlich ist es toll, dass ich wieder zu Hause sein darf, bei meinem Liebsten und in gewohnter Umgebung. Aber irgendwie ist jetzt alles viel stressiger, als vorher -.- und das, obwohl die Anzahl der Therapien geringer ist, als auf der Station.

Der Tag beginnt gegen 7 Uhr, der Wecker hat schon eine halbe Stunde geklingelt und ich hab mal wieder nix davon mitbekommen. Aber wenigstens wach ich bisher immer noch früh genug auf ^^. Nach einem hektischen  – mehr oder weniger – Frühstück zu Hause mach ich mich auf den Weg in die Klinik, wo ich zwischen 8.00 und 8.15 Uhr erscheine. Dann findet die sogenannte Morgenrunde statt. Alle Mitglieder der Angst-Gruppe stellen sich vor (falls jemand Neues dabei ist) und erzählen, wie der gestrige Tag gelaufen ist, was es noch vom Nachmittag bzw. Abend zu erzählen gibt und wie sie denn heute so in der Tagesklinik angekommen sind (totaaaaal spannend). Danach berichtet das Pflegepersonal, wer zum Blutabnehmen muss, was es noch so Wichtiges gibt und fragt, ob noch wer Fragen hat. Wenn dieses Prozedere überstanden ist, holen sich alle brav eine Unterschrift für die Teilnahme ab (wie übrigens auch bei jeder folgenden Therapie – Die Krankenkasse will schließlich wissen, ob man für das teuer Geld auch fleißig war :o D ) und machen erst mal Pause bis 9.00 Uhr. Je nach Tag folgen von 9.00-12.00 Uhr diverse Therapien und danach erst mal das Mittagessen. Ausgestattet mit einer Essensmarke pro Tag wandert man fröhlich in das Personalrestaurant (toller Name für ne Kantine :o D) und sucht sich eine von 3 köstlichen Krankenhaus-Mittagsmenüs aus.  Ein Dessert gibts auch noch dazu – man gönnt sich ja sonst nichts…

Pünktlich um 13.00 Uhr wird die letzte Therapie eingeläutet, gefolgt vom Tagesabschluss. Ähnlich, wie bei der Morgenrunde, erzählt dann jeder, wie denn sein Tag so gelaufen ist, was man sich noch vorgenommen hat und ähnliche spannende Sachen. Gegen 15.00 Uhr ist der Tag in der Tagesklinik dann offiziell beendet und man geht wieder heim.

So lief es auch heute wieder. Die letzte Therapie war das sogenannte Hyperventilationstrainig, in dem bewusst körperliche Symptome ausgelöst werden, die denen bei einer Panikattacke möglichst ähneln sollen. So sind wir heute eine Minute auf der Stelle gerannt, haben eine Minute lang den Kopf zwischen den Beinen hängen gelassen, um danach selbigen schlagartig wieder nach oben schleudern zu lassen und haben fleißig den Kopf geschüttelt, bis uns schwindelig wurde… Schon interessant, wie man seinen Körper auf so einfache Weise misshandeln kann…

Zu Hause habe ich heute während einer Unterzuckerung festgestellt, dass mir mindestens ein Viertel meines linken unteren Weisheitszahnes fehlt. Keine Ahnung, ob dieser Zahn einem plötzlichen Karies-Angriff zum Opfer fiel, oder ich mir das Stück einfach vor lauter Hunger ausgebissen hab (das Krankenhausessen ist eher spärlich bestückt). Und gerade heute führt unser Zahnarzt nur Operationen durch. Jetzt muss ich morgen nach meinem aufregenden Tagesklinik-Aufenthalt auch noch zum Zahnarzt gehen. HORROR!!! Ich hab jetzt schon Panik, dass der Zahn evtl. gezogen werden muss (Jaja, ich weiß, ich bin ein Schisser – bin ja auch nicht umsonst in der Psychiatrie gelandet *g*). Auf jeden Fall hab ich erst mal ordentlich mit Schwedenkräutern den Mund ausgespült, um die “Wunde” zu desinfizieren. Kann mir immer noch nicht erklären, wie son Riesen-Stück einfach so vom Zahn verschwinden kann und ich merks nicht!?!?! Und weh tuts jetzt auch… Toll :o ( Ach man, ich sollte einfach ins Bett gehen…

So, nu ist Schluss mit Jammern… Ich sollte meinen Blog umbenennen in: Anne heult euch was vor :o /

Übrigens bekomm ich seit Montag wieder mal ein neues Medikament. Mein letztes angstlösendes Anti-Depressivum (Remergil) wurde abgesetzt, weil es appetitfördernd ist und ich in den letzten 2 Wochen schon 4 kg zugenommen hatte, was für den Zucker wieder nicht gut ist. Nun nehme ich morgens und abends 100 mg eines beruhigenden und wiederum angstlösenden Mittelchens namens Opipramol. Die Wirkung bleibt abzuwarten. ;o)

Die Psychiatrie und ich…

Heute ist Sonntag, der 09.11.2008. Ich sitze auf der Couch und fühle mich schon den ganzen Tag schlecht. Also hab ich beschlossen, einen Auszug aus den letzten 4 Wochen nieder zu schreiben – vielleicht hilft es ein bisschen…

Was zuvor geschah…

Vor ca. 6 Wochen begann es, dass meine Zuckerwerte mal wieder anfingen, zu spinnen. Ich bin immer noch dabei, meine optimale Basalraten-Einstellung für die Insulinpumpe zusammen mit meinem Diabetologen zu finden. Mittlerweile beträgt meine Basalrate ca. 20 Einheiten Insulin am Tag, was schon eine Verbesserung ist, denn vorher hatte ich schon weit über 30 gebraucht… Um so verwirrender war es, als ich immer öfter anfing, nach dem Essen zu unterzuckern. Mein Essensinsulin war wohl zu hoch angesetzt. So kam es, dass ich immer öfter nach dem Essen noch mehr essen musste, um meinen Blutzucker auf einem normalen Level zu halten – das führte natürlich dazu, dass mir immer schlecht wurde – von den unangenehmen Unterzuckerungserscheinungen mal ganz abzusehen -> Zitternde, schwitzende Hände, Doppelbilder bzw. verschwommenes Sehen, Herzrasen, und so weiter… Hinzu kam, dass ich 2 Wochen lang ziemlich erkältet war und trotzdem arbeiten ging – aus Angst, meinen Arbeitsplatz zu verlieren. Schließlich ist Krankheit dort nicht gern gesehen, schon gar nicht in der Probezeit!

Nach einigen Tagen – das zu viele Essensinsulin war wieder reguliert, hatte ich trotzdem immer wieder nach dem Essen Unterzuckerungsanzeichen, obwohl ich nicht unterzuckert war… Aus Angst, zu unterzuckern habe ich immer öfter meinen Blutzucker gemessen. Auch das Herzrasen machte mir Sorgen, so wurden immer häufigere Blutdruckmessungen und das ständige Ertasten meiner Halsschlagader zum Messen des Pulses zum Alltag. Alles drehte sich nur noch um meine Gesundheit. Der Termin für den Herzultraschall kam immer näher, was mir zusätzlich Angst machte…

13.10.2008 – Der Zusammenbruch

Am Montag, dem 13.10.2008 fuhr ich ganz normal zur Arbeit. Ich fühlte mich durch die Erkältung immer noch ziemlich schwach, mein Herz raste mal wieder in der Ubahn, meinen Finger hatte ich dauerhaft am Puls… Irgendwie war mir die ganze Zeit ein bisschen schwindelig. Aber ich wollte durchhalten, es gab schließlich viel zu tun. Also machte ich mich auf, die Aktenberge zu bekämpfen. Am Anfang ging das auch noch ganz gut, doch auch die Aufregung vor dem Herzultraschall war da… Ich wurde zunehmend schwächer… Gegen 10 Uhr morgens saß ich meiner Kollegin gegenüber am Schreibtisch, zitterte und wurde immer blasser, was auch sie bemerkte. Sie bot mir an, im Nebenraum ein paar Stühle zusammen zu schieben, damit ich mich etwas hinlegen kann, was ich zunächst verneinte. Ich wollte kämpfen.

Diesen Kampf hatte ich jedoch nach 5 Minuten aufgegeben. Mir ging es zunehmend schlechter und ich bat sie nun doch, mir zu helfen. Sie rannte sofort los und brachte mich weitere 5 Minuten später in den Sitzungsraum, damit ich mich hinlegen konnte. Ich atmete schwer und mir war schwindelig. Die Unterzuckerungsanzeichen machten sich wieder breit, ich maß und hatte einen Wert von 9 mmol/l – also keines Wegs zu tief, sogar etwas zu hoch. Mein Puls raste. Ich hatte Schweißausbrüche und konnte mich gar nicht mehr beruhigen. Ich ließ einen Krankenwagen rufen, der ungefähr 10 Minuten später da war.

Super, ich hatte es geschafft, das ganze Amt in Aufruhr zu versetzen. :o ( Aber ich hatte echt Angst. Als der Notarzt da war, war mein Blutdruck normal, ich hatte mich etwas beruhigt. Trotzdem wurde ich in die Notaufnahme der Charité mitgenommen. Meine Kollegin war so nett, Fabi zu informieren, der sich nun natürlich auch tierische Sorgen machte und versprach, so schnell wie möglich zu kommen.

In der Charité angekommen, wurde ich erst mal auf ein Bett gelegt und abgestellt… Nach gefühlten Stunden kam die erste Ärztin, die mich ausfragte, was passiert war, mich abhorchte, Blut abnehmen ließ und meinen Bauchraum abtastete… Leider hatte ich gerade zufällig zu diesem Zeitpunkt an genau der Stelle, wo die Dame drückte einen Druckschmerz, worauf hin dann ein Spießrouten-Lauf los ging…

Um es etwas abzukürzen: Nach insgesamt 8 Stunden Aufenthalt in der Notaufnahme, habe ich etwa 4 Krankenschwestern und 6 Ärzte gesehen, eine Blutabnahme ohne Befund, eine Urinprobe ohne Befund, einen Bauchultraschall ohne Befund, eine gynäkologische Untersuchung ohne Befund, ein EKG ohne Befund und eine Entlassung aus der Notaufnahme mit vielen Papieren und der Bitte, doch wieder vorzusprechen, wenn die Probleme erneut auftreten…

Völlig entnervt und kein bisschen schlauer verließen wir die Charité und fuhren nach Hause.

14.10.2008 – Diagnose: Panikattacken

Am nächsten Tag beschloss ich, noch zu Hause zu bleiben und mich ein wenig auszuruhen. Fabi fuhr zur Arbeit und ich legte mich aufs Sofa. Nachdem ich ein bisschen was gegessen hatte, überkam mich plötzlich eine seltsame innere Unruhe, gefolgt von den schon bekannten Unterzuckerungsanzeichen und dem Gefühl, einen riesigen Kloß im Hals zu haben. Ich war ganz allein – dieser Gedanke schoss mir unwillkürlich in den Kopf.

Blutzuckercheck: ok

Blutdruck: leicht erhöht

Puls: viel zu hoch

PANIK…

Ich hatte Angst. Angst, hier ganz alleine im Wohnzimmer einen Herzinfarkt zu bekommen – oder sogar schlimmeres. Mein Herz schien unaufhörlich zu rasen und genauso raste ich nun von einem Raum in den nächsten. Ich konnte mich einfach nicht beruhigen… Ich fing an, zu weinen und wusste nicht mehr weiter… Also rief ich Mama an.

Aber auch sie konnte mich nicht beruhigen und riet mir, wieder den Notarzt zu rufen, was ich auch tat. Gleich, nachdem ich aufgelegt hatte, rief ich wieder Mama an und wartete quasi gemeinsam mit ihr auf die Ankunft der Feuerwehr. Ich wollte nicht allein sein…

Der Krankenwagen kam, ich stand am Fenster und begann, mich bei diesem Anblick langsam zu beruhigen, legte auf und ließ den Feuerwehrmann rein. Er konnte nur meinen Blutdruck messen, der sich langsam wieder normalisierte und redete ein bisschen mit mir. Ich kam mir langsam schon leicht verrückt vor. Wieso war alles gut, als der Notarzt kam? Er bot mir an, mich trotzdem mit in die Rettungsstelle zu nehmen und meinte, wie es aussieht, brauche ich ein Gespräch.

So kam ich in die Rettungsstelle des Humboldt-Klinikums bei uns um die Ecke, es wurde wieder ein EKG gemacht, ich hatte vorsichtshalber auch meine Untersuchungsergebnisse vom Vortag mitgenommen und ich musste nicht lange warten, da kam für mich schon die Oberärztin der Psychiatrie für ein Gespräch.

Die Ärztin war sehr nett und wir haben uns ziemlich lange unterhalten. Sie gab mir zu verstehen, dass ich typische Anzeichen für eine Panikattacke aufwies und möglicherweise an einer Angsterkrankung leide. Sie klärte mich gleich über mögliche Behandlungsmethoden auf. Eine Möglichkeit wäre eine stationäre Behandlung in der Psychiatrie, welche gute Heilungschancen aufweist. Ich äußerte meine Ängste um meinen Arbeitsplatz, da sie auch von einer Mindest-Dauer von 6-8 Wochen sprach, mit anschließender ambulanter Weiterbehandlung. Also vereinbarten wir erst einmal, dass ich versuche, mit einem Psychologen ambulant mein Problem anzugehen und falls es nicht besser wird, nach Beendigung der Probezeit auf die stationäre Behandlung zurückgreife. Für das eventuelle Auftreten einer neuen Panikattacke gab sie mir noch ein Beruhigungsmittel mit (3 Schmelztabletten Tavor – zergeht im Mund und wirkt relativ schnell). Ich bedankte mich, ruhte mich noch etwas aus und ging dann zu Fuß wieder heim, um mich hin zu legen. Auf dem Heimweg telefonierte ich wieder mit Mama, um ihr alles zu berichten.

Zu Hause angekommen, aß ich einen halben Apfel und wollte mich etwas schlafen legen. Jedoch ging das ganze Spielchen nach einer halben Stunde wieder von vorne los: Ich bekam keine Ruhe, begann wieder zu Zittern, mein Herz raste erneut, Schweißausbrüche und die Angst, dass doch etwas mit mir nicht stimmt… Ich wollte nicht warten, bis jemand zur Hilfe eilt, alles verlief, wie im Film. Ich zog mich an, stürmte aus der Tür und eilte zu Fuß zurück ins Krankenhaus. Die letzten Meter kroch ich schon fast, rief wieder völlig panisch meine Mama an. Zu Hause hatte ich noch schnell eine Tavor eingeworfen, die jedoch nicht zu helfen schien… Im Krankenhaus guckte mich die Schwester verwundert an, weil ich schon wieder da war.

Gleiches Spielchen, wie zuvor: Anne ins Bett, Blutdruck, Blutzucker soweit okay, Puls noch ziemlich hoch, diesmal wurde auch noch eine Internistin gerufen – zur Sicherheit. Die hörte mich ab, keine Anormalitäten festzustellen, also kam die Oberärztin der Psychiatrie wieder. Diesmal einigten wir uns darauf, dass ich mich abholen lasse und am nächsten Tag stationär aufgenommen werde. Es hatte ja keinen Sinn, so arbeiten zu gehen…

Also wieder Mama angerufen, die informierte Fabi, der sofort los eilte und ich verbrachte die Wartezeit draußen und wusste kaum noch, wo oben und unten ist. Nun hatte ich es also: Ich bin verrückt :o D

Später fuhr ich noch mit Fabi zum Zuckerarzt, erzählte dem alles, er schrieb mir die Einweisung mit Diagnose Panikattacken, setzte noch meine Basalrateneinstellung weiter nach unten, damit ich nicht wieder Angst vor Unterzuckerungen haben musste und wir fuhren wieder nach Hause. Dort versuchte ich noch, mit der Krankenkasse die Kostenübernahme für das Krankenhaus zu klären, was jedoch wenig Erfolg hatte, da nur noch die Service-Hotline besetzt war.

15.10.2008 – Tag der Aufnahme – Anne kommt in die Psychiatrie!

Morgens telefonierte ich nochmal mit der Krankenkasse, die mir immer noch nicht helfen konnte, da sie zunächst Unterlagen vom Krankenhaus benötigte. Also musste von dort aus alles geregelt werden. Die Sachen waren gepackt und so fuhren wir gegen 9 Uhr ins Krankenhaus, wo ich mich anmeldete und kurze Zeit später mein Bett bezog. Im Verlauf des Tages wurde ich gewogen, hatte ein erstes Aufnahmegespräch, bekam einen Fragebogen zum Ausfüllen und es wurde mal wieder Blut abgezapft. Man versprach mir auch, dass der Herzultraschall während des Aufenthaltes erledigt wird, damit ich nicht noch länger warten muss. Leider hatte ich den eigentlichen Termin am Montag ja in der Charité verbracht…

Rückblick auf 4 Wochen Psychiatrie…

So schlimm, wie sich das alle immer vorstellen, ist es nicht – das sei mal vorweg erwähnt. Ich bin echt froh, dass ich den Schritt gemacht hab, auch, wenn ich heute das Gefühl hab, dass sich noch nicht viel gebessert hat, aber ein paar Wochen hab ich ja noch vor mir. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt – alles Leute wie du und ich – wahrscheinlich sogar die normalsten Menschen, die man überhaupt kennen lernen kann. Viele leiden unter Depressionen, manche auch an Angsterkrankungen, wie ich, oder an Zwangshandlungen und/oder Zwangsgedanken. Einige bleiben nur zur Krisenbewältigung 1-2 Wochen, einige viele, viele Monate… Aber alle mit dem gleichen Ziel: stabilisiert zu werden, um in der “normalen Welt” wieder einigermaßen zurecht zu kommen.

Mittlerweile werde ich auf das 2. Antidepressivum eingestellt, was angstlösend, schlaffördernd und appetitanregend wirkt – das 1. hatte nicht den gewünschten Effekt. Leider dauert es immer 2-4 Wochen, bis überhaupt eine Wirkung eintritt, so bleibt zu hoffen, dass das 2. nun das richtige ist. Unter der Woche hat man viele Therapien, wie zum Beispiel: Musiktherapie (zum Musik hören und Musik machen), Ergotherapie (Basteln), Entspannungstherapie (Progressive Muskel-Relaxation nach Jacobssen), Gymnastik, Tanztherapie (was aber eher Bewegungstherapie ist und nicht wirklich was mit tanzen zu tun hat), Genusstraining, Achtsamkeitstrainig und auch sogenannte Psychoedukations-Gruppen, in denen man etwas über seine Krankheit lernt und wie man damit besser umgehen kann… Alles in allem geben mir die Therapien sehr viel und ab nächste Woche komme ich wahrscheinlich in die Tagesklinik. Das heißt, ich kann zu Hause schlafen und habe mit anderen Patienten zusammen einen voll gefüllten Therapieplan von 8-15 Uhr. Dort kann ich mich dann langsam wieder an die Welt “draußen” gewöhnen und erproben, wie ich so zurecht komme. Derzeit habe ich auch noch einmal die Woche ein Gespräch mit einer Psychotherapeutin, was immer ziemlich aufwühlend aber auch befreiend ist. In der Tagesklinik bekomme ich dann eine neue Therapeutin (leider) und wenn ich wieder arbeiten gehe, muss ich mir ambulant einen Psychologen suchen, der dann weiter mit mir arbeitet.

Ich bin hoch motiviert und hoffe, dass ich mein Problem bald in den Griff kriege. Ach, übrigens hat meine Therapeutin bei mir auch die Agoraphobie (also Platzangst) diagnostiziert. Hab also so einige Ängste, denen ich mich so nach und nach stellen muss. Aber das wird schon wieder – hoffe ich.

Heute fühle ich mich leider nicht so gut. War schon kurz davor, ne Tavor zu nehmen. Krieg schlecht Luft, meine Hände sind zittrig und schwitzig, mein Blutdruck ist ganz seltsam (ich war ne halbe Stunde auf dem Stepper und hatte danach einen Blutdruck von 97/82 Puls 102), was mir auch schon wieder Angst macht, obwohl beim Herzultraschall alles in Ordnung war. Am Freitag hatte ich sogar eine Magenspiegelung – unter Vollnarkose Gott sei Dank! – bei der aber auch nix raus kam, außer, dass ich ein bisschen wenig Magensäure produziere… Tja, so werden nach und nach alle möglichen Krankheiten ausgeschlossen und ich erkenne immer mehr, dass ich mir ziemlich viele Dinge viel zu sehr zu Herzen nehme…

In 2 Stunden muss ich wieder im Krankenhaus sein – hatte “Belastungsurlaub”, das heißt, ich hab zu Hause übernachtet, um zu probieren, wie ich zurecht komme. Blöd nur, dass es mir heute so furchtbar mies geht :o ( Dabei will ich eigentlich gar nicht jammern *grml*

Also erst mal Schluss jetzt, war ja auch genug Neues ^^

Schon wieder Donnerstag O_O (05.06.2008)

Heuschnupfengeplagt, mit dickem Hals, tropfender Nase und triefenden Augen bin ich heute Morgen erwacht… Was für ein schöner Tag :o D Warum ist die Woche eigentlich schon wieder so schnell vergangen??? Der Juni ist vollgestopft mit Terminen und bald fängt das Arbeitsleben wieder an…

Aber wir hatten ein tolles Wochenende. Am Freitag Abend waren wir mit Cindy und Dominik gleich bei zwei Indern ^^ Beim einen waren wir essen… Leider wurde ich mal wieder von dem Essen enttäuscht :o ( Ich hatte Hähnchen mit Banane – okay, hört sich schon eklig an, aber ich wollts mal probieren. Leider war es so widerlich süß, dass ich nicht geschafft hatte, es aufzuessen. Als Vorspeise hatte ich eine “indische Gemüsesuppe”. Von indischem Gemüse aber leider keine Spur :o ( Ja, sie war trotzdem ganz lecker, aber was bitte haben Erbsen, Möhren und Paprika in einer INDISCHEN GEMÜSESUPPE zu suchen??? Zumindest sollte dann, wenn schon so, noch anderes Gemüse mit rein… Aber naja. Da nach 1 Stunde auch immernoch keiner unsere 2. Getränkebestellung aufnehmen wollte, entschlossen wir uns, zu zahlen und die Lokalität zu wechseln. Zum 2. Inder ^^ (5 Fuß-Minuten von diesem entfernt). Dort haben wir uns dann noch einen leckeren Cocktail genehmigt :o ) War sehr lecker, man konnte auch nach 22 Uhr noch draußen sitzen (beim anderen nicht!!), die Cocktails waren sogar noch 10 Cent billiger als beim vorgenannten und die Bedienung war auch sympatischer. -> Neuen Stamm-Inder gefunden ;o)

Am Samstag Abend waren Cindy und Dominik dann bei uns. Wir hatten ein kleines Fotoshooting mit den beiden geplant, im Zuge eines gemütlichen Beisammenseins. Hat echt Spaß gemacht und wir sitzen heute noch an der Bildbearbeitung, weil so viele tolle Bilder entstanden sind. Die gibt es auf meinem und Fabis Myspace-Profil und in meiner Online-Fotogalerie zu bewundern ^^ Hier aber schon mal ein kleiner Vorgeschmack :o )

Cindy, Foto/Bea: ich

Cindy und Dominik, Foto/Bea: ich

Dominik, Cindy und Fabi, Foto/Bea: ich

Foto/Bea: Fabi

Cindy, Foto/Bea: Fabi

Dominik und Fabi, Foto: ich, Bea: Fabi

Blöderweise ist und gleich einer der neu erworbenen Baustrahler kaputt gegangen, die wir fürs Shooting gekauft hatten. (Wenn das mal nicht professionell amateurhafte Fotografie ist :o D ). Ne halbe Stunde war er an und schon ist das Glas geplatzt… Ganz klasse… Naja, haben ja Garantie und werden das Ding demnächst umtauschen ^^

Ansonsten ist nix weiter passiert diese Woche. Haben mehr oder weniger die ganze Woche auffa Couch verbracht (bzw. Fabi am PC) und Bilder bearbeitet…

Seit ein paar Tagen schreibe ich auch meine Zuckerwerte wieder auf – muss ja dem Doc was zeigen können :o D Im Moment sehen sie auch ganz gut aus :o )