Was denkt die sich eigentlich?

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4 Tage, 13 Stunden und 53 Minuten rauchfrei…

Ich hab’s bisher wirklich durchgehalten!! Juhuuuuuu. Die ersten Tage waren nicht leicht für mich, aber die Phasen, in denen ich nicht ans rauchen denke, werden schon länger. Leider könnt ich den ganzen Tag nur essen und mein Zucker, der immer tiefer wird, lädt noch zusätzlich dazu ein… Meine morgendlichen Lungenschmerzen sind leider noch nicht weg. Im Moment fühle ich mich vom Atmen her sogar, als hätte ich gerade ‘ne ganze Schachtel Zigaretten auf einmal geraucht. Ich hoffe, ich bin gesund – mach mir doch immer so schnell Gedanken um meine Gesundheit und was ich alles haben könnte… Also weg mit den schlechten Gedanken!!!

Gestern war ich mit Fabis Bruder Robert beim MK-Treffen. Nur ca. 1 1/2 Stunden, aber es war schön. Ich habe mal einen Fotografen aus 2007 wieder getroffen, was mich sehr gefreut hat und Robert und ich haben uns eine Pizza Tonno geteilt. Mein Zucker hat die Pizza sogar gut verarbeitet.. Naja, wie schon erwähnt, seit ich nicht mehr rauche, ist mein Zucker sehr niedrig. Hätte nie gedacht, dass rauchen den Insulinbedarf so stark verändert. Aber was anderes kann es nicht sein, schließlich ist das die einzige Veränderung… Hm… Na ich werde das mal beobachten und berichte wieder.

Jetzt esse ich erst mal was.

Ich habe einen Entschluss gefasst…

Im Moment sitze ich mit dem Rest einer Zigarette vor meinem Laptop und schreibe diesen Blog. Gleich werde ich sie ausmachen und versuche jetzt schon, mir einzureden, wie eklig rauchen eigentlich ist. So, jetzt ist sie aus. Das war sie – hoffentlich – meine letzte Zigarette. Ich will nicht mehr. In den letzten Stunden habe ich mich mal wieder über diabetische Folgeschäden belesen. Als ob ich nicht schon längst wüsste, wie schädlich rauchen ist und wie sehr es Spätschäden begünstigt. Bisher hab ich es trotzdem nicht geschafft, die Glimmstängel liegen zu lassen.

Mein längster Aufhör-Versuch hat 9 Monate gedauert. Ich habe mich nach einigen Wochen der nervigen Entwöhnung gut gefühlt. Habe anfangs Nikotinpflaster benutzt, von denen mir schlecht geworden ist und für jede Zigarette ein Glas Wasser getrunken. Mit der Zeit hat sich mein Hautbild verbessert, meine Finger waren weniger gelb, ich hatte kaum bis keine Magenbeschwerden, weniger Kopfschmerzen und habe alles immer besser gerochen und geschmeckt. Trotzdem habe ich den Fehler gemacht und wieder angefangen. Das ist jetzt schon wieder 2 Jahre her. Ich hasse mich dafür, dass ich wieder angefangen habe. Folgende Aufhör-Versuche haben nicht mal einen Monat angehalten. Der letzte nicht mal 2 Tage.

Doch jetzt will ich es schaffen. Einfach so. Obwohl ich mir heute erst wieder eine Schachtel gekauft habe. Aber die kann Fabi aufrauchen – er will nicht aufhören. Okay, dass macht es mir doppelt schwer. Zigaretten haben mich lange in meinem Leben begleitet. Ich verbinde leider viele gute Zeiten damit. Und auch das Wissen, dass ich durch das Nichtrauchen Geld spare und wahrscheinlich länger lebe, macht es mir nicht leichter. Ich bin schwach. So schwach, dass ich im Augenblick schon wieder eine rauchen könnte, obwohl die letzte gerade mal 5 Minuten aus ist.

Zur Zeit rauche ich ca. 20 Zigaretten am Tag. Lange hat es nicht gedauert, bis ich wieder so weit war. Am Wochenende war die Hochzeitsfeier von Freunden. Dort haben wir zu zweit an einem Tag an die 3 Schachteln gekillt. Das geht so nicht weiter. Anne, du darfst keine Zigaretten mehr kaufen!! Hörst du mich?????? – Okay, die Selbstgespräch-Phase setzt früh ein. Trotzdem. 5 Minuten habe ich schon ausgehalten :o D Kleinvieh macht auch Mist. Die erste Zeit wird mir sau schwer fallen. Ich weiß das, hab’s schon oft genug durch. Warum quält man sich eigentlich so lange und fängt dann wieder an, um sich Monate später wieder auf’s Neue zu quälen? Warum bildet man sich tatsächlich ein, dass man mal EINE rauchen kann, wenn man’s eine Weile geschafft hat? Wie naiv bin ich eigentlich? Ich bin doch eine intelligente Frau!

Also, los geht’s. Auf in eine neues, qualmloses Leben! Ab jetzt.

Als erstes werde ich mir wieder das Programm KickNic runterladen. Das zählt automatisch mit, wie lange man nicht mehr raucht und wie viel Geld man spart. Ist doch ein Anreiz, oder? Also, ich habe heute, am 06.07.2009 um 21:35 Uhr  beschlossen, Nichtraucher zu werden. Ganz spontan. Nicht wie sonst, Wochen vorher geplant und am Abend vorher nochmal ordentlich gepafft. Nix ist. Jetzt muss ich stark sein. Ohne große Vorbereitung.

Statt Zigaretten gibts wieder Wasser. Und das erste Glas Zigaretten-Wasser wird jetzt getrunken. Ich schaff das auch alleine. JA, ICH KANN ES SCHAFFEN!!!!!

Wenn der erste Tag geschafft ist, melde ich mich wieder. Auf Arbeit wird es am härtesten, wir haben mehr Raucher als Nichtraucher in der Gruppe. Aber ich habe schon einen Plan. Da ich keine Zigaretten mitnehme, kann ich nicht rauchen. Ich werde aber mitgehen zum Rauchen und mich einfach dazustellen. Quasi als Ersatzritual einfach 5 Minuten draußen stehen und wirklich FRISCHE LUFT schnappen ;o)

Drückt mir bloß alle die Daumen, dass es klappt!!!!!

Samstag, 24.01.2009

Es ist mittlerweile 10:18 Uhr und ich kann schon seit 2 Stunden nicht mehr schlafen… Ich versteh das nicht: Da ist man die ganze Woche morgens wie tot, könnte den ganzen Tag nur schlafen – und jetzt?? Es ist Wochenende – ich KÖNNTE ausschlafen – und ich werd schon um acht wach… Verrückt. Nunja, wird Zeit, mal wieder von den letzten Wochen zu berichten.

Zum Job: Bis jetzt hab ich die letzten Wochen auf der Arbeit gut überstanden. Vor ein paar Tagen wurde mir auch gesagt, dass meine Probezeit nun bis 18.02.09 verlängert wird und dann mein 2 Jahres-Vertrag weiterläuft. Bis 30.06.2010 ist mein Job also erstmal sicher – wenn ich während der Probezeit nicht nochmal krank werde… Denn dann bin ich raus. Also heißt es: Weiter durchhalten!!

Die Gesundheit und das Rauchen: Bisher hatte ich auch weiterhin keine einzige Panikattacke, was schon mal gut ist. Manchmal habe ich – vor allem morgens in der Ubahn – immer noch leichte Beklemmungsgefühle. Aber wer fühlt sich nicht eingeengt, wenn er morgens um 8:00 Uhr in der U6 sitzt und eine Station nach der Friedrichstraße aussteigen muss?! Sardinen-Büchse ist nix dagegen…

Das mit dem Rauchen bzw. nicht mehr rauchen war auch nicht so besonders von Erfolg gekrönt. Ich rauche immernoch. Aber immerhin hab ich es geschafft, keine Zigaretten mehr auf die Arbeit mitzunehmen. Das macht schon viel aus – und wieviel mehr Arbeit man plötzlich schafft :o D Erstaunlich ^^

Und sonst so?

Fabi hatte am Montag (19.01.) Geburtstag :o )) Ich habe ihm eine neue Hose geschenkt (die ihm ausgezeichnet steht – muss man ja mal sagen ;o) ) und wir waren abends mit seinem Papa und dessen Frau chinesisch essen in Heiligensee. Es war sehr lecker!! Eigentlich wollte ich das Essen bezahlen, aber wie Eltern so sind – die waren einfach schneller… Aber darüber müssen wir noch mal reden *grml* Kann ja nicht sein, dass die immer alles bezahlen ;o)

Was das Finanzielle angeht – wir habens endlich mal geschafft, diesen mega aufwändigen ALGII-Antrag auszufüllen und alle Nachweise zusammen zu bekommen. Ich hoffe, der Aufwand hat sich gelohnt und wir bekommen auch ein bisschen was raus – und wenn’s nur 10,-€ sind, dann wär wenigstens Fabis Krankenversicherung abgedeckt durch das Jobcenter. Schließlich ist es nicht ohne, mal eben so 130,-€ zu bezahlen, wenn man kein Einkommen hat.

Ende Februar kommen Jens und Babs wieder zu Besuch für ein paar Tage!! Darauf freu ich mich schon wieder ganz doll!! Und wenn alles klappt, werden wir Ende März mal wieder nach Köln fahren können *hoff* :o ))

Ansonsten fällt mir grad nichts mehr Aufregendes ein… Aber ich muss ja auch nicht immer so viel schreiben – hat ja kein Mensch Lust, sich durch diese ewig langen Texte zu quälen :o D

Die Psychiatrie und ich…

Heute ist Sonntag, der 09.11.2008. Ich sitze auf der Couch und fühle mich schon den ganzen Tag schlecht. Also hab ich beschlossen, einen Auszug aus den letzten 4 Wochen nieder zu schreiben – vielleicht hilft es ein bisschen…

Was zuvor geschah…

Vor ca. 6 Wochen begann es, dass meine Zuckerwerte mal wieder anfingen, zu spinnen. Ich bin immer noch dabei, meine optimale Basalraten-Einstellung für die Insulinpumpe zusammen mit meinem Diabetologen zu finden. Mittlerweile beträgt meine Basalrate ca. 20 Einheiten Insulin am Tag, was schon eine Verbesserung ist, denn vorher hatte ich schon weit über 30 gebraucht… Um so verwirrender war es, als ich immer öfter anfing, nach dem Essen zu unterzuckern. Mein Essensinsulin war wohl zu hoch angesetzt. So kam es, dass ich immer öfter nach dem Essen noch mehr essen musste, um meinen Blutzucker auf einem normalen Level zu halten – das führte natürlich dazu, dass mir immer schlecht wurde – von den unangenehmen Unterzuckerungserscheinungen mal ganz abzusehen -> Zitternde, schwitzende Hände, Doppelbilder bzw. verschwommenes Sehen, Herzrasen, und so weiter… Hinzu kam, dass ich 2 Wochen lang ziemlich erkältet war und trotzdem arbeiten ging – aus Angst, meinen Arbeitsplatz zu verlieren. Schließlich ist Krankheit dort nicht gern gesehen, schon gar nicht in der Probezeit!

Nach einigen Tagen – das zu viele Essensinsulin war wieder reguliert, hatte ich trotzdem immer wieder nach dem Essen Unterzuckerungsanzeichen, obwohl ich nicht unterzuckert war… Aus Angst, zu unterzuckern habe ich immer öfter meinen Blutzucker gemessen. Auch das Herzrasen machte mir Sorgen, so wurden immer häufigere Blutdruckmessungen und das ständige Ertasten meiner Halsschlagader zum Messen des Pulses zum Alltag. Alles drehte sich nur noch um meine Gesundheit. Der Termin für den Herzultraschall kam immer näher, was mir zusätzlich Angst machte…

13.10.2008 – Der Zusammenbruch

Am Montag, dem 13.10.2008 fuhr ich ganz normal zur Arbeit. Ich fühlte mich durch die Erkältung immer noch ziemlich schwach, mein Herz raste mal wieder in der Ubahn, meinen Finger hatte ich dauerhaft am Puls… Irgendwie war mir die ganze Zeit ein bisschen schwindelig. Aber ich wollte durchhalten, es gab schließlich viel zu tun. Also machte ich mich auf, die Aktenberge zu bekämpfen. Am Anfang ging das auch noch ganz gut, doch auch die Aufregung vor dem Herzultraschall war da… Ich wurde zunehmend schwächer… Gegen 10 Uhr morgens saß ich meiner Kollegin gegenüber am Schreibtisch, zitterte und wurde immer blasser, was auch sie bemerkte. Sie bot mir an, im Nebenraum ein paar Stühle zusammen zu schieben, damit ich mich etwas hinlegen kann, was ich zunächst verneinte. Ich wollte kämpfen.

Diesen Kampf hatte ich jedoch nach 5 Minuten aufgegeben. Mir ging es zunehmend schlechter und ich bat sie nun doch, mir zu helfen. Sie rannte sofort los und brachte mich weitere 5 Minuten später in den Sitzungsraum, damit ich mich hinlegen konnte. Ich atmete schwer und mir war schwindelig. Die Unterzuckerungsanzeichen machten sich wieder breit, ich maß und hatte einen Wert von 9 mmol/l – also keines Wegs zu tief, sogar etwas zu hoch. Mein Puls raste. Ich hatte Schweißausbrüche und konnte mich gar nicht mehr beruhigen. Ich ließ einen Krankenwagen rufen, der ungefähr 10 Minuten später da war.

Super, ich hatte es geschafft, das ganze Amt in Aufruhr zu versetzen. :o ( Aber ich hatte echt Angst. Als der Notarzt da war, war mein Blutdruck normal, ich hatte mich etwas beruhigt. Trotzdem wurde ich in die Notaufnahme der Charité mitgenommen. Meine Kollegin war so nett, Fabi zu informieren, der sich nun natürlich auch tierische Sorgen machte und versprach, so schnell wie möglich zu kommen.

In der Charité angekommen, wurde ich erst mal auf ein Bett gelegt und abgestellt… Nach gefühlten Stunden kam die erste Ärztin, die mich ausfragte, was passiert war, mich abhorchte, Blut abnehmen ließ und meinen Bauchraum abtastete… Leider hatte ich gerade zufällig zu diesem Zeitpunkt an genau der Stelle, wo die Dame drückte einen Druckschmerz, worauf hin dann ein Spießrouten-Lauf los ging…

Um es etwas abzukürzen: Nach insgesamt 8 Stunden Aufenthalt in der Notaufnahme, habe ich etwa 4 Krankenschwestern und 6 Ärzte gesehen, eine Blutabnahme ohne Befund, eine Urinprobe ohne Befund, einen Bauchultraschall ohne Befund, eine gynäkologische Untersuchung ohne Befund, ein EKG ohne Befund und eine Entlassung aus der Notaufnahme mit vielen Papieren und der Bitte, doch wieder vorzusprechen, wenn die Probleme erneut auftreten…

Völlig entnervt und kein bisschen schlauer verließen wir die Charité und fuhren nach Hause.

14.10.2008 – Diagnose: Panikattacken

Am nächsten Tag beschloss ich, noch zu Hause zu bleiben und mich ein wenig auszuruhen. Fabi fuhr zur Arbeit und ich legte mich aufs Sofa. Nachdem ich ein bisschen was gegessen hatte, überkam mich plötzlich eine seltsame innere Unruhe, gefolgt von den schon bekannten Unterzuckerungsanzeichen und dem Gefühl, einen riesigen Kloß im Hals zu haben. Ich war ganz allein – dieser Gedanke schoss mir unwillkürlich in den Kopf.

Blutzuckercheck: ok

Blutdruck: leicht erhöht

Puls: viel zu hoch

PANIK…

Ich hatte Angst. Angst, hier ganz alleine im Wohnzimmer einen Herzinfarkt zu bekommen – oder sogar schlimmeres. Mein Herz schien unaufhörlich zu rasen und genauso raste ich nun von einem Raum in den nächsten. Ich konnte mich einfach nicht beruhigen… Ich fing an, zu weinen und wusste nicht mehr weiter… Also rief ich Mama an.

Aber auch sie konnte mich nicht beruhigen und riet mir, wieder den Notarzt zu rufen, was ich auch tat. Gleich, nachdem ich aufgelegt hatte, rief ich wieder Mama an und wartete quasi gemeinsam mit ihr auf die Ankunft der Feuerwehr. Ich wollte nicht allein sein…

Der Krankenwagen kam, ich stand am Fenster und begann, mich bei diesem Anblick langsam zu beruhigen, legte auf und ließ den Feuerwehrmann rein. Er konnte nur meinen Blutdruck messen, der sich langsam wieder normalisierte und redete ein bisschen mit mir. Ich kam mir langsam schon leicht verrückt vor. Wieso war alles gut, als der Notarzt kam? Er bot mir an, mich trotzdem mit in die Rettungsstelle zu nehmen und meinte, wie es aussieht, brauche ich ein Gespräch.

So kam ich in die Rettungsstelle des Humboldt-Klinikums bei uns um die Ecke, es wurde wieder ein EKG gemacht, ich hatte vorsichtshalber auch meine Untersuchungsergebnisse vom Vortag mitgenommen und ich musste nicht lange warten, da kam für mich schon die Oberärztin der Psychiatrie für ein Gespräch.

Die Ärztin war sehr nett und wir haben uns ziemlich lange unterhalten. Sie gab mir zu verstehen, dass ich typische Anzeichen für eine Panikattacke aufwies und möglicherweise an einer Angsterkrankung leide. Sie klärte mich gleich über mögliche Behandlungsmethoden auf. Eine Möglichkeit wäre eine stationäre Behandlung in der Psychiatrie, welche gute Heilungschancen aufweist. Ich äußerte meine Ängste um meinen Arbeitsplatz, da sie auch von einer Mindest-Dauer von 6-8 Wochen sprach, mit anschließender ambulanter Weiterbehandlung. Also vereinbarten wir erst einmal, dass ich versuche, mit einem Psychologen ambulant mein Problem anzugehen und falls es nicht besser wird, nach Beendigung der Probezeit auf die stationäre Behandlung zurückgreife. Für das eventuelle Auftreten einer neuen Panikattacke gab sie mir noch ein Beruhigungsmittel mit (3 Schmelztabletten Tavor – zergeht im Mund und wirkt relativ schnell). Ich bedankte mich, ruhte mich noch etwas aus und ging dann zu Fuß wieder heim, um mich hin zu legen. Auf dem Heimweg telefonierte ich wieder mit Mama, um ihr alles zu berichten.

Zu Hause angekommen, aß ich einen halben Apfel und wollte mich etwas schlafen legen. Jedoch ging das ganze Spielchen nach einer halben Stunde wieder von vorne los: Ich bekam keine Ruhe, begann wieder zu Zittern, mein Herz raste erneut, Schweißausbrüche und die Angst, dass doch etwas mit mir nicht stimmt… Ich wollte nicht warten, bis jemand zur Hilfe eilt, alles verlief, wie im Film. Ich zog mich an, stürmte aus der Tür und eilte zu Fuß zurück ins Krankenhaus. Die letzten Meter kroch ich schon fast, rief wieder völlig panisch meine Mama an. Zu Hause hatte ich noch schnell eine Tavor eingeworfen, die jedoch nicht zu helfen schien… Im Krankenhaus guckte mich die Schwester verwundert an, weil ich schon wieder da war.

Gleiches Spielchen, wie zuvor: Anne ins Bett, Blutdruck, Blutzucker soweit okay, Puls noch ziemlich hoch, diesmal wurde auch noch eine Internistin gerufen – zur Sicherheit. Die hörte mich ab, keine Anormalitäten festzustellen, also kam die Oberärztin der Psychiatrie wieder. Diesmal einigten wir uns darauf, dass ich mich abholen lasse und am nächsten Tag stationär aufgenommen werde. Es hatte ja keinen Sinn, so arbeiten zu gehen…

Also wieder Mama angerufen, die informierte Fabi, der sofort los eilte und ich verbrachte die Wartezeit draußen und wusste kaum noch, wo oben und unten ist. Nun hatte ich es also: Ich bin verrückt :o D

Später fuhr ich noch mit Fabi zum Zuckerarzt, erzählte dem alles, er schrieb mir die Einweisung mit Diagnose Panikattacken, setzte noch meine Basalrateneinstellung weiter nach unten, damit ich nicht wieder Angst vor Unterzuckerungen haben musste und wir fuhren wieder nach Hause. Dort versuchte ich noch, mit der Krankenkasse die Kostenübernahme für das Krankenhaus zu klären, was jedoch wenig Erfolg hatte, da nur noch die Service-Hotline besetzt war.

15.10.2008 – Tag der Aufnahme – Anne kommt in die Psychiatrie!

Morgens telefonierte ich nochmal mit der Krankenkasse, die mir immer noch nicht helfen konnte, da sie zunächst Unterlagen vom Krankenhaus benötigte. Also musste von dort aus alles geregelt werden. Die Sachen waren gepackt und so fuhren wir gegen 9 Uhr ins Krankenhaus, wo ich mich anmeldete und kurze Zeit später mein Bett bezog. Im Verlauf des Tages wurde ich gewogen, hatte ein erstes Aufnahmegespräch, bekam einen Fragebogen zum Ausfüllen und es wurde mal wieder Blut abgezapft. Man versprach mir auch, dass der Herzultraschall während des Aufenthaltes erledigt wird, damit ich nicht noch länger warten muss. Leider hatte ich den eigentlichen Termin am Montag ja in der Charité verbracht…

Rückblick auf 4 Wochen Psychiatrie…

So schlimm, wie sich das alle immer vorstellen, ist es nicht – das sei mal vorweg erwähnt. Ich bin echt froh, dass ich den Schritt gemacht hab, auch, wenn ich heute das Gefühl hab, dass sich noch nicht viel gebessert hat, aber ein paar Wochen hab ich ja noch vor mir. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt – alles Leute wie du und ich – wahrscheinlich sogar die normalsten Menschen, die man überhaupt kennen lernen kann. Viele leiden unter Depressionen, manche auch an Angsterkrankungen, wie ich, oder an Zwangshandlungen und/oder Zwangsgedanken. Einige bleiben nur zur Krisenbewältigung 1-2 Wochen, einige viele, viele Monate… Aber alle mit dem gleichen Ziel: stabilisiert zu werden, um in der “normalen Welt” wieder einigermaßen zurecht zu kommen.

Mittlerweile werde ich auf das 2. Antidepressivum eingestellt, was angstlösend, schlaffördernd und appetitanregend wirkt – das 1. hatte nicht den gewünschten Effekt. Leider dauert es immer 2-4 Wochen, bis überhaupt eine Wirkung eintritt, so bleibt zu hoffen, dass das 2. nun das richtige ist. Unter der Woche hat man viele Therapien, wie zum Beispiel: Musiktherapie (zum Musik hören und Musik machen), Ergotherapie (Basteln), Entspannungstherapie (Progressive Muskel-Relaxation nach Jacobssen), Gymnastik, Tanztherapie (was aber eher Bewegungstherapie ist und nicht wirklich was mit tanzen zu tun hat), Genusstraining, Achtsamkeitstrainig und auch sogenannte Psychoedukations-Gruppen, in denen man etwas über seine Krankheit lernt und wie man damit besser umgehen kann… Alles in allem geben mir die Therapien sehr viel und ab nächste Woche komme ich wahrscheinlich in die Tagesklinik. Das heißt, ich kann zu Hause schlafen und habe mit anderen Patienten zusammen einen voll gefüllten Therapieplan von 8-15 Uhr. Dort kann ich mich dann langsam wieder an die Welt “draußen” gewöhnen und erproben, wie ich so zurecht komme. Derzeit habe ich auch noch einmal die Woche ein Gespräch mit einer Psychotherapeutin, was immer ziemlich aufwühlend aber auch befreiend ist. In der Tagesklinik bekomme ich dann eine neue Therapeutin (leider) und wenn ich wieder arbeiten gehe, muss ich mir ambulant einen Psychologen suchen, der dann weiter mit mir arbeitet.

Ich bin hoch motiviert und hoffe, dass ich mein Problem bald in den Griff kriege. Ach, übrigens hat meine Therapeutin bei mir auch die Agoraphobie (also Platzangst) diagnostiziert. Hab also so einige Ängste, denen ich mich so nach und nach stellen muss. Aber das wird schon wieder – hoffe ich.

Heute fühle ich mich leider nicht so gut. War schon kurz davor, ne Tavor zu nehmen. Krieg schlecht Luft, meine Hände sind zittrig und schwitzig, mein Blutdruck ist ganz seltsam (ich war ne halbe Stunde auf dem Stepper und hatte danach einen Blutdruck von 97/82 Puls 102), was mir auch schon wieder Angst macht, obwohl beim Herzultraschall alles in Ordnung war. Am Freitag hatte ich sogar eine Magenspiegelung – unter Vollnarkose Gott sei Dank! – bei der aber auch nix raus kam, außer, dass ich ein bisschen wenig Magensäure produziere… Tja, so werden nach und nach alle möglichen Krankheiten ausgeschlossen und ich erkenne immer mehr, dass ich mir ziemlich viele Dinge viel zu sehr zu Herzen nehme…

In 2 Stunden muss ich wieder im Krankenhaus sein – hatte “Belastungsurlaub”, das heißt, ich hab zu Hause übernachtet, um zu probieren, wie ich zurecht komme. Blöd nur, dass es mir heute so furchtbar mies geht :o ( Dabei will ich eigentlich gar nicht jammern *grml*

Also erst mal Schluss jetzt, war ja auch genug Neues ^^

Donnerstag, 04.09.2008

Es ist einfach nicht zu fassen… Ich hab tatsächlich 2 1/2 Monate nichts in diesen Blog gepostet…. Kennt ihr das auch? Erst begeistert man sich voll für etwas, verbringt jede freie Minute damit und nach einer Weile?! Da wirds plötzlich uninteressant… Irgendwie war es wohl doch zu schwer für mich, konsequent jeden Tag hier was reinzuschreiben… Aber muss ja auch nicht sein und ab jetzt nehm ich mir das auch nicht mehr vor. Wenn ich ne Idee hab oder was zu berichten, dann kommts hier rein – wenn nicht, dann nicht ;oP Ja, ich weiß, voll sinnvoll :o D

Also, was gibts Neues im Anne-Land?

1. Ich bin jetzt seit 9 Wochen schon in meiner neuen Arbeit. Es macht echt Spaß, die Kollegen sind voll nett und so langsam raff ich auch, worums beim BAföG geht und was man da noch so alles rundrum wissen muss… Natürlich weiß ich noch längst nicht alles, das werd ich wohl nie wissen :o D Aber es geht voran und zur Zeit isses ziemlich stressig – die ganzen Neuanträge kommen rein – das Wintersemester geht bald los und alle wollen pünktlich ihr Geld. ^__~

2. Fabi macht n Praktikum bei Radio Teddy – mittlerweile auch schon seit 1 1/2 Monaten. Gefällt ihm sehr gut da und ich finds toll, dass er wieder so motiviert und gut gelaunt ist! ICH LIEBE DICH MEIN ENGEL!!! Im Moment fängt er immer 5.30 Uhr mit der Arbeit an und ich versuche, jeden Tag mit aufzustehen. Es ist nicht lustig, wenn morgens halb 5 der Wecker klingelt und man auch tatsächlich aufstehen muss! Das kann ich euch sagen…. Dafür kann man immer schön früh Feierabend machen… Aber was bringt das eigentlich, wenn man theoretisch schon 20.00 Uhr ins Bett müsste??? Da macht der Biorhytmus natürlich nicht mit, also geht man so früh wie möglich ins Bett – gegen zehn/halb elf – und hat dann am nächsten Morgen den Salat: Man sieht aus, wie ein Zombie im Knitterlook und möchte den Wecker verfluchen… Wenn man doch nur nicht viel zu müde zum Fluchen wär….

3. Meine Gesundheit macht mir ein bisschen Sorgen – obwohls mir ja wenigstens schon wieder etwas besser geht. Was mich erschrocken hat:

Vor nicht allzu langer Zeit waren wir bei Freunden über Nacht. Wir haben bis spät in die Nacht Wii-Sports (oder wie auch immer das heißt, könnte auch Wii-Fun oder irgendwas anderes mit Wii sein… SCHLEICHWERBUNG!!!) gespielt. Klar haben wir auch ein bisschen was getrunken (ich 2 Wodka-Osaft und ein Becks Ice, also nicht wirklich viel) und ziemlich viel geraucht. Plötzlich wurde mein Puls immer langsamer, dafür merkte ich das Herzklopfen immer stärker… Der Puls wurde so langsam, dass mir angst und bange wurde… Schweißausbrüche und Schwächegefühl ließen nicht lang auf sich warten… Und plötzlich gab es ein gewaltiges Rumpeln in meiner Brust, der Puls wurde rapide schneller und für einige Minuten ziemlich unregelmäßig… Ich wusste nicht, wie mir geschah und bekam schon leicht Panik. Da ich mich sehr matt und schlapp fühlte, ging ich lieber schlafen… Am nächsten Morgen fühlte ich mich immer noch nicht gut, war schwach und wollte eigentlich am liebsten nur schlafen. Ständig hörte ich seit dem auf meinen Herzschlag und nahm jede kleinste Unregelmäßigkeit sofort mit Unbehagen war. Am Montag darauf war Gott sei Dank mein nächster Zuckerarzt-Termin. Ich erzählte ihm, was geschehen war und er machte ein EKG – ohne Befund. Als nächstes hörte er mich ab. Ich musste immer wieder die Luft für einige Zeit anhalten. Als er ganz außen an meiner linken Brust mit dem Stetoskop ankam, meinte er: “Oh, da haben wir wohl eine kleine Undichtigkeit”. Ich sah ihn verschreckt an und wiederholte: “Was heißt das, WIR HABEN EINE KLEINE UNDICHTIGKEIT???”

So ergab sich, dass ich wohl ein kleines Loch in meinem Herzen hab. Er meinte, das haben viele Menschen, bei manchen macht es nie Beschwerden und manche müssen erst mit 90 Medikamente einnehmen… Aber wen würde es nicht schockieren, zu erfahren, dass man ein Loch im Herzen hat? Einen Herzklappenfehler – sei er auch noch so klein?!?!? Nun ja, ich sollte erstmal eine Woche abwarten und beobachten, ob mein Zustand sich wieder normalisiert – dann würde er gar nichts unternehmen. Andernfalls könne er mir diverse Untersuchungen anbieten. Natürlich wollte ich die Untersuchungen.

Das war eine blöde Woche, sag ich euch. Mir ging es nicht viel besser, ständig hatte ich Herzstechen, Herz-Rhythmus-Störungen, komischen Puls, Atembeschwerden, Druck auf der Brust, etc. Mein Blutzuckertagebuch hat gar nicht für alle Beschwerden ausgereicht… Manchmal denk ich ja auch, ich entwickel mich zum Mega-Hypochonder… Jedenfalls verging die Woche eher schlecht als recht. Also hab ich diesen Montag eine Blutuntersuchung und einen Termin für ein Echo (Herzultraschall) bekommen (am 13.10. O_o). Nächsten Montag weiß ich dann die Ergebnisse vom Blutbild. Werde auf jeden Fall berichten.

Mein Zucker läuft in letzter Zeit (bis auf heute) eigentlich recht gut – wir doktorn noch fleißig an der Basalrate rum. Mein letzter HbA1C war 6,7 mmol/l. Darauf bin ich mächtig stolz, denn das war mein bester, den ich je hatte :o ))

Für die Herz-Sachen hab ich natürlich auch wieder Maria Treben (ihre Bücher sind übrigens sehr zu empfehlen, wenn man auf Naturheilmittelchen steht und vor allem dran glaubt!) und meinen Papa befragt (mein Lieblingskräuterhexchen und Privat-Onkel-Doktor :-* ). Gut helfen soll wohl der Herzwein, den man folgendermaßen zubereitet:

Man nehme 1 Liter naturreinen Wein (fragt mich nicht, was das ist, konnte uns keiner beantworten ^^ – ich hab nen etwas teureren Rotwein genommen – weißer geht aber auch), 300g echten Bienenhonig, 10 Stängel frische Petersilie und ca. 2 Esslöffel reinen Weinessig. Zuerst wird der Wein mit der Petersilie und dem Essig gekocht – für 10 Minuten köcheln lassen (es schäumt, vorsichtig!). Danach kommt der Honig rein und das Ganze wird unter weniger Hitze 3 Minuten weiter geköchelt (ab und zu umrühren). Das Ganze wird dann heiß wieder in die Flasche gefüllt und kühl gestellt… Ich sag euch, es scheint wirklich zu helfen! Und das beste ist, das Zeug schmeckt fantastisch!!! Man soll bei leichten Herzbeschwerden (z.B. Herzstechen, Schmerzen) 1-2 Esslöffel davon nehmen. Es schadet aber auch nicht, wenns mehr ist… *g*

Außerdem hab ich auf Papas Rat hin Klosterfrau Melissengeist gekauft, was mir ganz gut bei Einschlafproblemen und Magenschmerzen zu helfen scheint. Ist aber auch gut fürs Herz! Tja, und Schwedenkräuter (mixed by Papa) hab ich ja auch immer im Haus =)

Tja, wie man sieht, arbeite ich dran, dass ich wieder vor Gesundheit strotze *gg*

Ansonsten gibts auch grad nicht sooooo viel Neues.  Obwohl, wir hatten bisher 2 Fotoshootings mit Models – waren beide absolut wiederholenswert und toll!!!! Fotos sind auf unseren (neuen!) Fotografensedcards zu sehen. Kommt man auch über meine Modelseite hin – einfach unter dem Profilbild auf das grüne Symbol mit “Fotograf” drauf klicken ;o)

Ich wünsche eine gute Nacht, mir fallen schon die Augen zu. Es ist jetzt 21.22 Uhr. Und im Hintergrund läuft eine Arzt-Serie. Voll spannend :o D

Die letzten 4 Tage… (14.04.-17.04.2008)

Man, was war das bisher für ne Woche… Heute ist schon Donnerstag und ich hab’s immer noch nicht geschafft, meinen Blog weiter zu schreiben :o (

Auf Arbeit war es ziemlich stressig, die letzten Tage… Wegen des Systemausfalls am Montag hatten wir bisher mehr als zu tun… Am Dienstag war ich ja für den Postdienst eingeteilt – natürlich hatte ich auch die Post und alle Wiedervorlagen vom Montag abzuarbeiten… Am Mittwoch waren auch einige Kunden da… Vor allem in letzter Zeit so viele Spiezial-Fälle… Manno… Dabei bin ich schon so demotiviert… Nicht mal mehr 2 Wochen, dann bin ich arbeitslos… Trotzdem versuch ich, bis zum letzten Tag 100% zu geben… Aber es ist nicht immer einfach… Auch meine Gesundheit macht mir zu schaffen… Meine Zuckerwerte spielen verrückt, seit ich wieder arbeiten gehe. Vor allem fällt auf, dass mein Blutzucker schon seit einigen Tagen abends stark abfällt und dann nachts dafür stark ansteigt… Gestern (am 16.04.08) war ich für mehrere Stunden unterzuckert und mir war gleichzeitig kotzübel – so dass es mir sehr schwer fiel, irgendetwas zu essen… Ich hatte kurz vorher Erdnüsse mit Kokos-Überzug gegessen und 2 große Gläser Kokosmilch getrunken. Sogar heute früh war mir noch ab und zu übel… Ob ich soviel Kokosmilch nicht vertrage? Mein Magen-Darm-Trakt macht mir seit dem nämlich auch ziemlich zu schaffen… Hmm… Ich sollte es beobachten… Auf jeden Fall ist mir die nächsten Tage erstmal nicht mehr nach Kokosmilch… ^^

Heute war wieder der lange Tag auf Arbeit. Allerdings hab ich mich morgens nach dem Aufstehen nochmal hingelegt und bin wieder eingeschlafen… Also war ich erst gegen 09:30 Uhr an meinem Arbeitsplatz. Gott sei Dank hatte ich Spätdienst *g*. Auf jeden Fall war dann 18:30 Uhr Feierabend – Pünktlicher, als ich dachte ^^

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, jeden Tag diesen Blog zu schreiben… Aber ich glaube, das werde ich nicht schaffen. In den letzten Tagen war ich immer so müde und kaputt nach der Arbeit, dass ich den Laptop meistens nicht mal angemacht habe… Aber dafür werd ich versuchen, mehr Fotos mit in den Blog einzubinden. Fotos angucken macht eh mehr Spaß, als den Mist zu lesen, den ich hier von mir geb :o D

Also, fangen wir mit dem 14.04.2008 an:

Wir waren an diesem Tag noch bei MC Donalds *g* (Ich weiß, voll aufregend ^^) – naja, vorher waren wir noch in den Borsig-Hallen… Leider weiß mein Gehirn nicht mehr, warum wir dort waren :o ( Na, vielleicht fällt es mir noch ein… Auf jeden Fall hatte ich natürlich nix anderes zu tun, als die Toilette bei MC Donalds zu fotografieren:

MCD Klo

und mich… auf der Toilette ^__^

Anne Klo1

Anne Klo2

Spazieren waren wir auch am 14.04.2008 :o ) Und dabei hab ich die erste Magnolie für dieses Jahr fotografiert:

Magnolie

Das ist die Telefonzelle, die am Tegeler See steht. Und Fabi mitten drin :O)

Telefonzelle

Und hier der Tegeler See…

Tegeler See

Und dieses Bild mag ich ganz besonders… Weil ein ganz besonderer Mann darauf zu sehen ist – mein Mann… =)

Fabi See

Diese tollen Bäume gibt es auch am Tegeler See… Sie sehen aus, als würden sie sich schälen und haben eine Farbe und Form, die ich so vorher noch nie sonst irgendwo gesehen habe…

Baum

Und zum Schluss noch ein unspektakuläres Foto des Tages vom 15.04.2008. Leider hab ich am 16. vergessen, eins zu machen :o ( Heute hab ich auch eins gemacht… Vor ein paar Minuten – das häng ich gleich noch hinten dran… Seh ziemlich fertig aus, heute… Aber es ist ja auch schon fast wieder morgen… Also auch Zeit ins Bett zu gehen..

Anne am Dienstag

Wie man unschwer erkennen kann, hab ich immer noch diese komischen Pickelchen auf der Stirn.. :o ( Hoffe, die gehen bald weg… Dabei rauch ich doch schon fast 3 Wochen nicht mehr…

Anne am Donnerstag

So, dann erstmal Gute Nacht und bis vielleicht morgen :o ))

Samstag, 12.04.2008

So, heut schreib ich mal in rot ^_^ Is spannender… Es ist jetzt 16:16 Uhr und ich bin vor ca. einer Stunde zum 2. Mal wach geworden. Mein Gesundheitszustand verschlechtert sich zunehmend, ich habe weiterhin starke Halsschmerzen, fühle mich schwach und meine Blutzuckerwerte habe ich heute auch nicht unter Kontrolle. Trotz Korrekturinsulin bleiben die Werte konstant bei 10-11 mmol/l. Nicht gut :o ( Ich habe jetzt meine Basalrate auf 130 % gesetzt, vielleicht hilft es etwas. Mein Schatz hat mir heute Frühstück gemacht (lecker Sandwiches) und Tee für mich gekocht! An dieser Stelle noch einmal: DANKE MEIN ENGEL!!! WAS WÜRD ICH NUR OHNE DICH TUN?!

Das Foto werd ich heut vorsichtshalber erst an das Ende des Posts hängen – will ja, dass das noch jemand liest und nicht gleich die Seite wieder verlässt *g*

Mein Schatzi hat heute Nacht einen Gig im Gleisclub in Zossen. Er wird dort von 02:00-04:00 Uhr auflegen. Hoffe, mir geht’s bis dahin wieder besser. Will ihn doch begleiten und ein paar Fotos machen (evtl. sogar filmen). Auf jeden Fall wird er gut sein, das weiß ich :o )) Apropos, wo sind eigentlich meine Ohrenstöpsel? Nicht, dass ich wieder Tinitus bekomme :o / Bin ja für sowas immer ziemlich anfällig…

Mann, immer quatsch ich von meinen Krankheiten… Ist ja anstrengend… Im Fernsehen läuft grad Der Avatar. Kennt ihr den? Läuft immer auf Nick und ist so’ne Anime-Zeichentrick-Serie. Voll gut gemacht und wenn man das ein Weilchen guckt, reißt es einen richtig mit… Hach, irgendwann hab ich das Geld und kauf mir alle Folgen davon auf DVD (sobald es alle Folgen auf DVD gibt ^^)!!

So, jetzt aber erstmal das heutige Foto:

krank

Endlich Nichtraucher! (?)

Am Mittwoch, dem 02.04.2008 hab ich mal wieder das Rauchen aufgegeben. Das ist jetzt etwas über eine Woche her…. Bisher war ich relativ standhaft, es fällt mir dennoch sehr schwer und ich muss oft dran denken – eigentlich jeden Tag ein bisschen mehr :o ((

Dabei gibt es doch eigentlich nur positive Veränderungen, wenn man nicht mehr raucht… Mein Hautbild hat sich schon in der einen Woche total verbessert – die komischen kleinen Streusselkuchen-Pickelchen auf der Stirn sind fast weg :o ). Man stinkt nicht mehr nach Qualm – genauso, wie die Wohnung, was besonders auffällt, wenn man jetzt von draußen wieder nach Hause kommt. Außerdem kriegt man auch wieder besser Luft, ich hab nicht so oft Herzstechen, mir ist weniger oft schlecht…. Und das alles schon nach einer Woche…

Also, warum zum Teufel nochmal kann ich nicht endlich aufhören, daran zu denken… Neiiiiiin, statt dessen überlege ich mir, wie ich mir am besten Situationen schaffen könnte, in denen man doch mal eine Rauchen kann… Zum Beispiel halt NUR zum Geburtstag und zu Silvester… und zu Feierlichkeiten… und wenn man mal weg geht…. Jaja… NUUUUUUR…. Und dann schafft man sich einfach immer mehr besondere Gelegenheiten, wo man mal in geselliger Runde eine quarzen kann… Das muss aufhören!! Hörst du, mein dämlicher Kopf??? Streich das Wort Zigarette aus deinem Sprachschatz… Das gibts ab heute nicht mehr… Erinnerst du dich dran? Wir wollten jetzt GESÜNDER leben! — So, fertig. ^^

Außerdem… Wie sieht das eigentlich aus, wenn man raucht? Wirkt doch total bescheuert… Da sitzt man da, saugt wie bekloppt an sonem stinkenden Glimmstängel, nur, damit Rauch aus einem rauskommt?!? Ist das so’ne Art Indianer-Fetisch? Rauchzeichen als wieder entdecktes modernes Kommunikationsmittel? Also, ich weiß nicht… Dann werden auch noch die Finger gelb – wie auch die Zähne, man sieht ganz grau aus im Gesicht und gibt viel Geld für MakeUp aus, um die Hautfarbe und sämtliche Unreinheiten wieder zu kaschieren. Von dem Geld, was Zigaretten kosten, ganz abgesehen… Was man sich davon alles sinnvolleres kaufen könnte…. *glänzende Augen krieg*

Hach, man muss sich das Nichtrauchen nur schmackhaft reden :o D

Mein Leben mit Diabetes mellitus Typ I

Mit 10 Jahren – am 24.05.1995 wurde durch Zufall von meiner Hausärztin festgestellt, dass ich “zuckerkrank” bin. Für meine Eltern war das damals ein Schock, zumal sie damals mit meinem (leider 1984 verstorbenen) Bruder schon soviel durchgemacht hatten…

Tja, so musste ich also am nächsten Tag ins Krankenhaus. Zuerst kam ich nach Lübben (eine kleine Stadt im Spreewald), dort blieb ich allerdings nicht lange, da die Ärzte und Schwestern mit Diabetes nicht allzu viel anfangen konnten. Sie wussten nicht mal , ob sie mir ein Stück Kuchen zum Kaffee geben dürfen. Das weiß ich noch, als wärs erst gestern gewesen. Gott sei Dank kam ich noch am selben Tag zur Insulin-Einstellung nach Cottbus ins Carl-Thiem-Klinikum. Dort blieb ich dann ca. 4 Wochen auf der Kinderstation, lernte viel über Kohlenhydrate, Insulin, wie man sich spritzt, wie man sein Essen berechnet und so weiter… Auch zur Schule musste ich dort gehen. Und meine Eltern haben auch gelernt, mir Insulin zu spritzen und den Blutzucker zu messen…

Es war damals eine aufregende Zeit. Aber alles verlief soweit gut. Die Probleme mit meinem Zucker fingen erst langsam in der Pubertät an. Meine Blutzuckerwerte waren nicht mehr optimal, ich hatte meinen ersten richtigen Freund, ich fing an, regelmäßig zu rauchen (okay, eigentlich hab ich schon mit 11 angefangen, zu rauchen – worauf ich nicht besonders stolz bin). Nun ja, inzwischen war ich auch auf einer Diabetiker-Vorsorge-Kur in Kolberg bei Berlin. Dort habe ich viele neue Leute kennengelernt – Gleichaltrige Diabetiker mit ihren eigenen Problemen und Vorstellungen zu einem Leben mit dieser Krankheit…

InsulinpumpeAuf dieser Kur habe ich dann auch das erste Mal Bekanntschaft mit der sogenannten Insulinpumpe gemacht. Damals konnte ich mir allerdings noch nicht vorstellen, so ein Ding jemals mit mir herumzuschleppen – Tag für Tag und auch in der Nacht… Doch es dauerte nicht lange und ich war doch ziemlich begeistert von diesem Gerät. Seit 1998 trage ich nun eine Insulinpumpe (alle 2 Jahre gibts eine neue) und bin sehr glücklich damit. Man ist viel flexibler, was Essenszeiten und -mengen angeht, kann seine Werte besser kontrollieren, die Insulindosis viel flexibler dem tatsächlichen Bedarf anpassen… So sieht es zumindest in der Theorie aus… Wäre da nicht dieser fiese, innere Schweinehund, den es täglich zu überwinden gibt.

Leider hab ich jahrelang nicht wirklich besonders auf meinen Zucker geachtet. Manchmal habe ich diese Krankheit verflucht, empfand das Blutzuckermessen (immerhin mindestens 5 mal am Tag) als lästig und schmerzvoll und war viel zu faul, täglich alle Werte aufzuschreiben – zuzüglich dem, was ich so aß und dazu spritzte. Nicht, dass ich es nicht versucht hätte… Ich war auch zu zahlreichen Schulungen, wo auch immer alles super zu laufen schien… Doch lange hielt dermein Engel Enthusiasmus nicht vor… Meistens hatte ich schon nach 2 Wochen meine Motivation wieder verloren. Dabei will ich doch genauso alt werden, wie es jeder normale Mensch auch werden kann, wenn er gesund ist und auch gesund lebt…. Das kann doch nicht so schwer sein?!?!? Also hab ich es mir zum Ziel gemacht, wieder besser auf mich aufzupassen! Für mich, für ein gesundes, langes Leben und für meine große Liebe – Fabian!! – mit dem ich so gern den Rest meines Lebens verbringen möchte, weil er einfach das Beste ist, was mir je passieren konnte…

Seit Anfang des Jahres schaffe ich es auch ganz gut, meine Sachen alle regelmäßig zu dokumentieren und ich habe hier in Berlin auch einen tollen Zuckerarzt gefunden, der mir mit Rat und Tat zur Seite steht!! Es gibt also Hoffnung. Ich werde diesen Blog auch dazu nutzen, meine Fortschritte mit dem Diabetes aufzuzeichnen… Mal sehen, wie lange ich durchhalte…