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Oktober-Rückblick

Tralala, der Herbst ist da. Im Oktober ist so einiges passiert, jedoch hatte ich nach dem abendlichen Feierabend keine Lust und Zeit mehr, darüber zu berichten. Zunächst mal: Ich bin immer noch Nichtraucher!!! :o ) Seit 116 Tagen schon und ich denk so gut wie überhaupt nicht mehr ans Rauchen.

Um meine vom vielen Ablenkungs-Essen geplagte Figur wieder auf Vordermann zu bringen, habe ich beschlossen, zu einem Frauen-Fitness-Club zu gehen. Auswahlkriterien waren hierbei natürlich der Preis; mehr Fett-Abbau und weniger Muskel-Aufbau (ich will gar nicht so viele Muskeln haben ^^); die Nähe zur Wohnung bzw. zum Arbeitsplatz und ein Programm, dass ich flexibel nutzen kann, ohne viel Freizeit zu verlieren. Bei Mrs. Sporty habe ich dann etwas gefunden, was mich von Anfang an begeistert hat: Frauen jeden Alters, von 16 bis 80, trainieren voller Freude in einem Zirkel, bei dem sich jeweils ein Gerät mit einer Zwischenstation abwechselt. Das ganze Programm dauert jeweils eine halbe Stunde und sollte 3 mal pro Woche ausgeführt werden. Die Trainerinnen sind hoch motiviert und fröhlich und zeigen einem jederzeit Übungen für die Zwischenstationen, die auf jeden persönlich zugeschnitten sind. Alle 6 Wochen kann auf Wunsch der Blutdruck gemessen, das Gewicht kontrolliert, der Körperfett-Anteil bestimmt und Maß genommen werden. Dazu gibt es ein Ernährungsprogramm an dem man kostenlos teilnehmen kann und ab und zu bestimmte Themen-Abende, an denen Kurse zu bestimmten Oberbegriffen durchgeführt werden. Kostenpunkt: 39,99 € pro Monat plus einer einmaligen Anmeldegebühr und Verwaltungspauschale (die ich jetzt leider der Höhe nach nicht im Kopf habe, auf jeden Fall kann man die auch in Raten abbezahlen, glaube, es waren so 60 Euro). Vertragslaufzeit ist ein Jahr, danach verlängert sich der Vertrag immer automatisch um einen Monat.
Einziger Nachteil: Es gibt keine Duschen und die Öffnungszeiten sind (bei mir in Tegel jedenfalls) nicht für alle Arbeitszeiten geeignet. Hier hat das Mrs. Sporty montags bis 20 Uhr, Dienstag-Freitag bis 19 Uhr und samstags von 10-13 Uhr. Zur Zeit hab ich durch den vielen Stress auf Arbeit auch leichte Probleme, vor der Schließzeit hinzukommen, aber die letzten 2 Wochen konnte ich auch aus Gesundheitsgründen nicht hin – schade ums Geld, aber, was soll man machen?

Vor einer Woche hat´s mich erwischt: Nach dem Fabi schon seit über einer Woche mit einer schweren Erkältung zu kämpfen hatte, war es unumgänglich, dass ich mich auch irgendwann anstecken musste. Leider hatte ich das Pech, dass sich bei mir eine Mandelentzündung übelster Sorte quasi von heute auf morgen breit machte. Nach einer Woche Penicillin war ich gottseidank wieder soweit hergestellt, dass ich zurück zur Arbeit konnte. Gerade jetzt in der Hauptantragszeit ist krank sein mehr als unpassend. Aber leider ist der Herbst ja auch Erkältungszeit Nummer eins…

Seit Montag hab ich nun aber auch mit neuen Problemen zu kämpfen; irgendwas stimmt mit meinem Fuß nicht. Ich kann mich nicht erinnern, mich irgendwo gestoßen zu haben oder umgeknickt zu sein. Trotzdem habe ich höllische Schmerzen beim Laufen und wenn ich versuche, meine Zehen nach oben zu ziehen. Der Bereich über den Zehen ist leicht (gaaaanz leicht) angeschwollen, aber mehr sieht man nicht. Nix blau und ich kann die Zehen – trotz Schmerzen – bewegen. Also gebrochen scheint nix zu sein. Ich werd die Sache weiter beobachten und versuchen, mit Papas Hausmittelchen zu verarzten. Will nicht schon wieder zum Arzt tigern. Langsam nervts…

Aber wieder eine gute Nachricht – schon aus dem September aber mit Wirkung ab Oktober: ICH HABE MEINEN UNBEFRISTETEN ARBEITSVERTRAG!!!!! Ende September kam ich morgens zur Arbeit und da lag er plötzlich, mein Vertrag. Ich musste ihn nur noch unterschreiben und ein Exemplar zurückschicken. Die Geschäftsführerin hatte Ihren Otto schon drunter gesetzt. Ihr glaubt gar nicht, wie glücklich ich bin. Endlich hat mal wieder etwas geklappt – eine Sorge weniger :o ))

Und dann war da noch die Geschichte mit dem seltsamen alten Mann im Wald… Passend zu Halloween lest ihr euch am besten bei Fabi die ganze Geschichte durch – ich hab heute noch ein wenig Angst, ihm wieder zu begegnen… HUUUUUAAAAAAH

KLICK

So, das war´s erstmal an Neuigkeiten, wir lesen uns im November wieder, wenn Ihr mögt. ;o)

Nichtraucher-Update ^^

Anne hat am 6. Juli 2009 um 21:35 Uhr aufgehört zu rauchen,
ist damit schon 43 Tage 18 Stunden 30 Minuten 8 Sekunden rauchfrei,
hat in dieser Zeit 875 Zigaretten nicht geraucht, 175,00 Euro gespart
787,5 Milligramm Nikotin und 9 Gramm Teer den Lungen erspart und insgesamt
3 Tage 55 Minuten RauchFrei-Zeit gewonnen.

—————————————————————————-

Zur Zeit denk ich kaum ans Rauchen. Dafür ess ich ganz schön viel. Gut, dass ich keine Waage habe, sonst würd ich wahrscheinlich schon deprimiert in der Ecke sitzen und frustessen :D :D :D

Noch 2 Tage arbeiten, dann hab ich erst mal 2 Wochen Urlaub, die ich mit meinem Lieblingsschatz verbringen werde ^^ Besuch hat sich auch angekündigt und am Samstag haben wir, wenn alles klappt, auch wieder ein Shooting mit Tina Cassati!!! Juhuuuuuuuu!!!

Wenn jetzt noch meine Zuckerwerte wieder besser werden, ist alles top! Ich freu mich. Auch das Minus auf dem Konto hat sich erst vor ein paar Tagen gemeldet – hatte wohl Angst vor mir *lach*

Ich meld mich bald mal wieder öfter. Hab noch ein paar Themen offen, über die ich noch nicht berichtet hab. Am 17.08.2009 hatten Fabi und ich übrigens Jahrestag (3 Jahre zusammen). Wir haben den Tag ganz gemütlich zusammen verbracht. Das war schön :o ))

Ich liebe dich mein Engel!!!

24.07.2009 – Noch eine Woche, bis Geld kommt…

Noch so viel Monat übrig und der Betrag auf meinem Girokonto steigt kontinuierlich… Wenn nur dieses blöde Minus-Zeichen nicht wär :o / 392 Euro sinds derzeit… Eine Woche kommt noch… Ich weiß jetzt schon, dass ich dann wieder am Anfang des Monats bei Null bin… Okay, es gibt diesen Monat Urlaubsgeld, aber das macht netto vielleicht 100 Euro aus – wenn überhaupt…

Oh Mann… Manchmal könnt ich echt verzweifeln. Einkaufen müssen wir heute auch noch – Essen ist fast alle und morgen bis übermorgen ist wieder das 24-Stunden-Beelitz-Treffen der MK. Dafür brauchen wir auch noch ein paar Grill-Sachen… Irgendwie merk ich nicht wirklich was von der Ersparnis durchs Nichtrauchen. Im Gegenteil. Naja, derzeit verfress ich wohl alles. Deshalb ist wahrscheinlich vor allem das Aufhören schwer. Mit den Zigaretten hat man regelmäßige Ausgaben gehabt und weniger gegessen…

Aber ich soll mir ja nicht die negativen Aspekte des Aufhörens vor Augen führen, sondern die positiven. Hab ich im Moment aber keine, weil ich mal wieder viel zu deprimiert vom Aufs-Konto-gucken bin und meine Zuckerwerte die letzten Tage auch schon wieder machen, was sie wollen…

Naja, wird schon wieder… Bis später.

4 Tage, 13 Stunden und 53 Minuten rauchfrei…

Ich hab’s bisher wirklich durchgehalten!! Juhuuuuuu. Die ersten Tage waren nicht leicht für mich, aber die Phasen, in denen ich nicht ans rauchen denke, werden schon länger. Leider könnt ich den ganzen Tag nur essen und mein Zucker, der immer tiefer wird, lädt noch zusätzlich dazu ein… Meine morgendlichen Lungenschmerzen sind leider noch nicht weg. Im Moment fühle ich mich vom Atmen her sogar, als hätte ich gerade ‘ne ganze Schachtel Zigaretten auf einmal geraucht. Ich hoffe, ich bin gesund – mach mir doch immer so schnell Gedanken um meine Gesundheit und was ich alles haben könnte… Also weg mit den schlechten Gedanken!!!

Gestern war ich mit Fabis Bruder Robert beim MK-Treffen. Nur ca. 1 1/2 Stunden, aber es war schön. Ich habe mal einen Fotografen aus 2007 wieder getroffen, was mich sehr gefreut hat und Robert und ich haben uns eine Pizza Tonno geteilt. Mein Zucker hat die Pizza sogar gut verarbeitet.. Naja, wie schon erwähnt, seit ich nicht mehr rauche, ist mein Zucker sehr niedrig. Hätte nie gedacht, dass rauchen den Insulinbedarf so stark verändert. Aber was anderes kann es nicht sein, schließlich ist das die einzige Veränderung… Hm… Na ich werde das mal beobachten und berichte wieder.

Jetzt esse ich erst mal was.

Wat so war…..

Aaalsoooooo… Womit fang ich an? Okay, der letzte Beitrag ist vom März… Los geht’s:

18.-25.03.2009 – Köln, Aachen, Holland und Belgien

Am 18.03. ging unsere Fahrt nach Köln los. Endlich konnten wir wieder die liebe Babs und ihren Freund Jens besuchen!! Über die Mitfahrzentrale fanden wir eine nette Mitfahrerin, die bereit war, 30 € zu zahlen. So kostete uns die Hinfahrt nur halb soviel… Die Fahrt selbst dauerte 6 Stunden – ziemlich anstrengend, aber das Wetter hielt und wir machten 2 Pausen zwischendrin. So war es auszuhalten…

Leider ging es Babs nicht gut und sie lag im Krankenhaus. So war nach dem Sachen auspacken unsere erste Amtshandlung ein Besuch unserer Patientin. Leider geht es ihr bis heute nicht viel besser, was mir ziemlich Sorgen macht – aber das muss hier nicht weiter ausgebreitet werden. Auf jeden Fall drück ich dir weiter die Daumen, meine Süße – ich denk jeden Tag an dich!!!

Am Freitag wurde Babs jedenfalls entlassen und so folgten noch ein paar schöne Tage, die wir zu viert verbringen konnten :o ) So waren wir in der Stadt unterwegs, haben gemütliche Fernsehabende verbracht, Jens hat lecker gekocht, wir haben selbst Pizza gemacht – also der perfekte Urlaub :o )

Am Montag war dann ein geplantes Foto-Shooting mit esrul – mit dem ich vor 2 Jahren das erste mal geshootet hab. Damals war er auf Geschäftsreise in Berlin und wir haben lustige Bilder im Putzfrauen-Outfit gemacht ^^ Also am Montag sind wir dann nach Aachen gefahren. Die Route zum Studio hatte ich schon zu Hause in Berlin ausgedruckt. Und am Sonntag haben Babs und ich alles vorbereitet. 3 Outfits mit entsprechendem Make up und Accessoires. So gut war ich noch nie zu nem Shooting vorbereitet *g* Wir haben sogar zusammen ein Kleid aus Alufolie entworfen, was Babs am Shootingtag auch perfekt umgesetzt hat! Bilder davon gibts später, ich hab noch keins bearbeitet ^^

Leider hab ich in Studios immer keine Posing-Ideen. Irgendwie ist die Atmosphäre im Studio so kalt, man hat nix, mit dem man arbeiten kann und so geht leider meine Kreativität flöten. Gott sei Dank hat esrul einen guten Blick für Portraits und Babs und Fabi haben mir ganz viele Posen vorgeturnt, so dass es doch letzten Endes ein gelungenes Shooting wurde. Hier ein Bild, was bei diesem Shooting entstanden ist. Das Make up hat natürlich die wundervolle Babs gezaubert:

Beauty Shooting mit Esrul

Beauty Shooting mit Esrul

Bei fürchterlichem Regen sind wir dann wieder zurück nach Köln gefahren, um noch bei IKEA vorbei zu schauen – HOT DOGS!!!!!!!!!!!!! Ich liebe die IKEA-Hot Dogs… Das sind die besten Hot Dogs, die ich jemals im Leben gegessen habe… Leider krieg ich auch immer ne Unterzuckerung, nachdem ich die Dinger verspeist habe… Sollte wirklich mal dazu kein Insulin geben und erstmal 2 Stunden später schauen, um wie viel mein Zucker ansteigt, damit ich endlich weiß, wie viele BE’s son IKEA-Hot Dog hat… *denk*

Erschöpft sind wir dann gegen 23 Uhr wieder zu Hause bei Babs und Jens angekommen… Das war ein Tag… Und schon ging es auch auf den letzten vollen Tag in Köln zu. Die Zeit vergeht immer wie im Fluge, wenn wir dort sind… Ist wohl immer so, wenn’s schön ist. Hm…

Für den Dienstag haben wir uns was ganz besonderes vorgenommen. An einem Tag waren wir gleich in 2 unterschiedlichen Ländern, undzwar in Holland (oder auch Niederlande) und Belgien!! Von Köln aus ist das nur einen Katzensprung entfernt. War echt toll, mal andere Länder zu sehen, wenn auch nur kurz. Ist schon witzig. Ich war ja vorher nie im Ausland – von Polen zum Tanken und Zigaretten holen und Tschechien (1 Tag mit meiner damaligen Klasse zum Shoppen) mal abgesehen. Leider habe ich schon im Auto komische Bauchschmerzen bekommen und mir war fast den ganzen Tag schlecht :o ( (Warum hab ich eigentlich immer was??? Werd ich wohl nie erfahren…)

Nichts desto trotz haben wir uns in Maastricht erstmal einen Parkplatz gesucht und sind durch die Altstadt geschlendert. Die haben wirklich eine schöne Architektur dort und interessante Läden. So gibt es zum Beispiel ganz witzige, quietschbunte Süßigkeitenläden. Hab ich in Deutschland in der Art noch nicht gesehen… Dort hab ich auch 2 riesige Lollies gekauft – braucht man ja vielleicht mal für ein Shooting ;o) Und eine Tüte voll allem möglichen Süßkram, den man sich selbst zusammenstellen konnte. Da sind zum Beispiel so silberne Kügelchen dabei – die schmecken nach Cola. Ziemlich lecker, aber man sollte nicht draufbeißen – HART!! Leider hält die Farbe nicht lange. Wenn man das nächste Mal in den Spiegel guckt und den Mund aufmacht, ist die Kugel schon weiß :o (

Ein lustiges Taxi in Holland

Ein lustiges Taxi in Holland

Nach einem leckeren Tee und noch ein wenig Altstadt-Bummeln haben wir uns dann auf den Weg ins nächste Land gemacht – Belgien. Wusstet Ihr, dass Belgien nicht nur tolle Pralinen, sondern auch die Pommes Frites erfunden hat? Leider haben wirs jedoch verpeilt, ein paar echte Belgische Pommes zu essen. Aber war ja auch schon abends mittlerweile. Auch dort sind wir durch enge Gassen spaziert und haben uns vor allem von der Architektur bezaubern lassen. Nach einem letzten Kaffee in einer süßen kleinen Bar, entschieden wir uns, den Tag zu beenden und fuhren wieder zurück. Das war bestimmt nicht der letzte Besuch in diesen Ländern. Und das nächste Mal werden wir uns mehr Zeit nehmen, um die Gegend zu erkunden :o )

Das grüne Kreuz zeigt in Belgien eine Apotheke an

Das grüne Kreuz zeigt in Belgien eine Apotheke an

So siehts aus in Belgien

So siehts aus in Belgien

Dämmerung in Belgien

Dämmerung in Belgien

Leider fanden wir für die Rückfahrt nach Berlin keinen Mitfahrer – ich hatte die Anzeige zu spät ins Internet gestellt. Auch das Wetter war nicht sehr berauschend. Anscheinend war da oben auch jemand so traurig wie wir, dass die schöne Zeit schon wieder vorbei war…

Zurück in Berlin – Fabis Leistenbruch-OP

Am Tag nach der Rückfahrt mussten wir schon früh aufstehen. Fabi hatte ja schon seit langem einen Leistenbruch und nun auch die Vermutung, dass er sich einen 2. zugezogen hatte (wahrscheinlich beim Silvester-Shooting mit Marcello, als er mich auf den Schultern hatte :o ( Oh man…). Der 26.03. war der Tag der Voruntersuchung. Wie vermutet, ertastete der Arzt auf beiden Seiten einen Bruch. OP-Tag war der 27.03. und so gingen wir nach dem kurzen Krankenhausaufenthalt (okay, es dauerte dann doch ca. 4 Stunden, bis wir wieder draußen waren :o /) noch ein wenig einkaufen.

Auch am nächsten Tag klingelte der Wecker wieder recht früh. Um 8.00 Uhr sollten wir im Ambulanten Zentrum des Humboldt-Klinikums sein. Wenigstens liegt es gleich bei uns um die Ecke, so war die Fahrt nicht lang… Ich denke wir waren beide schon sehr nervös – ich auf jeden Fall. Auch meine Bauchschmerzen machten sich mal wieder ziemlich heftig bemerkbar. Im Ambulanten Zentrum hieß es mal wieder: warten, warten, warten…

Fabi bekam dann irgendwann ein Bett, musste das lustige OP-Hemdchen nebst Netz-Schlüppi anziehen und sich hinlegen. Später bekam er dann schon mal 2 Tabletten, die ihn beruhigen sollten und so langsam eindösen ließen. Ich blieb tapfer neben ihm sitzen, bis er abgeholt wurde. Das dauerte allerdings noch eine ganze Weile. Zwischenzeitlich kam noch eine Schwester rein, die seinen Bauch rasieren wollte und war völlig begeistert, dass er das schon selbst erledigt hatte :o D Und noch ein bisschen später bekam er noch sexy Thrombose-Strapse.

Apropos Thrombose… Am Abend vor der OP musste sich Fabi selbst eine Thrombose-Spritze setzen… Lest hierzu seinen Blog und/oder schaut sein Video:

Klickedieklack

Da gibt es dann übrigens auch noch mehr Neuigkeiten zu seinem Heilungsprozess, der OP, usw. zu lesen :o )

Zurück zum OP-Tag: Exakt um 11:27 Uhr (ja, das hab ich mir gemerkt!!) wurde Fabi samt Bett abgeholt und zum OP geschoben. War schon ein komisches Gefühl, ihn so wegfahren zu sehen. Es gab noch ein Abschiedsküsschen und mir ist nichts besseres eingefallen, als ihm “viel Spaß” zu wünschen :o P Ich hab dann erstmal seine Sachen in der Station, auf der er dann liegen sollte, vorbei gebracht und mich erkundigt, wie lange denn so eine Leistenbruch-OP wohl dauert. War schon ziemlich erschrocken, als die was von 14:00 Uhr erzählten… Fabis Hausärztin meinte irgendwas von 20 Minuten… Aber gut.

Ich bin dann also erstmal wieder nach Hause gefahren und hab mir – mehr schlecht als recht – versucht, die Zeit zu vertreiben. Kurz vor zwei fuhr ich dann wieder hin, um zu sehen, ob Fabi schon zurück war. War er aber nicht. Auf Nachfrage meinte ein Pfleger, er sein noch im OP. Mir blieb fast das Herz stehen. In meiner bekannt ängstlichen Art befürchtete ich gleich das schlimmste und dachte, bei der OP sei was schiefgelaufen. Kurz darauf revidierte der Pfleger aber seine Aussage und meinte dann: “Herr Marschelewski scheint schon im Aufwachraum zu sein. Nehmen Sie sich doch was zu trinken und setzen sich dort hin.”

Gesagt, getan. Ich saß also mal wieder da und wartete… Und hoffte, dass alles gut gegangen war… Um 14:20 Uhr kam dann überraschender Weise Robert – Fabis Bruder – auch in der Station an und setzte sich zu mir. So warteten wir gemeinsam weiter. 14:44 Uhr war es dann endlich soweit. Eine Schwester schob den noch leicht benebelten Fabi samt Bett in unsere Richtung: “So, da haben Sie Ihren Herrn Marschelewski wohlbehalten wieder zurück. Ich schieb ihn noch in sein Zimmer und dann können Sie zu Ihm.” Puh… Endlich :o )

Am Sonntag wurde er dann auch schon wieder entlassen – ich lass jetzt mal die Erzählungen vom Besuchen und alleine zu Hause schlafen weg.. Der Beitrag ist eh schon so lang ^^ So konnten wir Fabis Papa überraschen, der seinen Geburtstag an diesem Tag gefeiert hatte.

Mittlerweile geht es Fabi schon etwas besser, er kann auch schon wieder ein bisschen besser laufen. Nur mit dem schwer heben wirds wohl noch ein paar Monate dauern…

Bauchschmerzen…

Ich hatte ja vorhin schon erwähnt, dass ich in Köln seltsame Bauchschmerzen hatte. Diese hatten sich auch wieder verstärkt, als Fabi ins Krankenhaus kam… Durchfall kam dazu und unglaubliche Krämpfe, gefolgt von Phasen, in denen es einfach nur unterschwellig weh tat – den ganzen Tag. Am Samstag – Fabi war noch im Krankenhaus – hielt ich die Schmerzen kaum noch aus. Ich saß allein zu Hause, mit einer Kanne Schafgarben-Tee und dem Heizkissen auf dem Bauch. Vor Verzweiflung rief ich Fabi an, der mich dann dazu ermutigte, mal wieder die Rettungsstelle aufzusuchen. Gesagt, getan. Ich fuhr also abends gegen 23:00 Uhr in die Notaufnahme, krümmte mich mal wieder vor Schmerzen, bezahlte brav meine 10 € Praxisgebühr und wurde auf ein Bett verfrachtet. Es folgte eine Blutuntersuchung, gefolgt von einer Urinuntersuchung. Alles okay – wie immer. Ich bekam einen Schmerztropf mit Novalgin und Buscopan und Fabi hatte sich von seiner Station aus durchs ganze Krankenhaus zu mir gequält, um mir Gesellschaft zu leisten. Soo lieb von ihm!!

Tja, nachdem der Tropf durchgelaufen war, wurde ich dann auch wieder entlassen. Keiner weiß mal wieder was ich hab und auf dem Arztbrief ist natürlich auch mal wieder meine Angststörung mit erwähnt… Jetzt schieben sie wohl alles auf meine Psyche… Naja, die Bauchschmerzen hielten noch eine Woche an, dann waren sie kaum noch da. Ich hatte dann erfreulicher Weise auch noch Zwischenblutungen bekommen – die ich mir aber damit erkläre, dass durch den Durchfall wohl die Pille nicht mehr richtig gewirkt hat. Und jetzt hab ich meine Tage und wieder Bauchschmerzen ;o/ Naja, bald sind se ja hoffentlich vorbei. Kopfschmerzen hab ich in letzter Zeit auch wieder häufiger… Ich bin so ein Jammerlappen……… O_o

Geburtstag und die allgemeine Lebenserwartung von Diabetikern

Dies ist jetzt das letzte Thema, was ich noch behandeln werde… Dann hab ich ja auch schon wieder nen halben Roman geschrieben…

Vorgestern war mein Geburtstag. Mein schönstes Geschenk war, als Fabi mich mit “Happy Birthday” singender Weise geweckt hat. Er hatte über Nacht überall in der Wohnung kleine pinke Zettelchen mit Geburtstags-Glückwünschen angebracht… Das war soooooo süß – hat noch nie jemand für mich gemacht =)

Auf Arbeit habe ich von der Chefin persönlich einen riesigen bunten Frühlingsstrauß geschenkt bekommen… Ich liebe ja Frühlingsblumen… Frühling ist echt meine absolute Lieblingsjahreszeit – wahrscheinlich, weil ich im Frühling geboren bin ^^ Alles blüht, die Vögel zwitschern und am schönsten ist es, wenn es langsam wieder wärmer wird. Endlich wieder kurze Sachen anziehen und die Stimmung hebt sich!!

Am Abend bin ich dann noch mit Robert und Fabi zum Inder gegangen und hab die beiden zum Essen eingeladen. Ich hab nen leckeren Cocktail getrunken. Der hat ganz schön reingehauen ;oD Alles in allem wars ein gelungener Tag und im Internet wie auch per Telefon haben mir viele liebe Menschen gratuliert, was mich sehr gerührt hat :o )

Leider war gestern dafür nicht unbedingt mein Tag. Irgendwie hatte ich beim Aufstehen schon Kopfschmerzen. Dann hab ich aufm Laptop gesehen, dass da Seiten über die Lebenserwartung von Diabetikern offen waren und letztendlich bin ich auch noch völlig unterzuckert… Das mit der Lebenserwartung hatte ich bisher immer völlig verdrängt – erfolgreich. Denn das Thema Tod ist für mich emotional sehr aufwühlend… Ich habe so große Angst vor meinem Tod und auch vor dem von mir geliebten Menschen, dass ich kaum drüber sprechen mag, weil mir immer gleich die Tränen kommen und ich mich gar nicht mehr einkriege… So auch gestern.

Ich weiß, dass Fabi sich nicht im Internet über die Lebenserwartung von Diabetikern informiert hat, weil er ein dickes Erbe erwartet ;oD Und auch sicherlich nicht, um mich damit zu beunruhigen, oder Angst zu verbreiten… Wir haben auch ne ganze Weile über das Thema gesprochen. Bzw. er hat am meisten gesprochen und ich hab geheult… Aber wir haben auch besprochen, dass wir gemeinsam etwas tun werden, um meine Lebensdauer zu verlängern (laut Statistik leben wohl Diabetiker, die schon so früh wie ich erkrankt sind, ca. 20 Jahre kürzer, als Nichtdiabetiker).

Mein Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, ist dank der Einnahme der Pille und des Rauchens etwa neun mal so hoch, wie bei einem gesunden Nichtraucher, der alternativ verhütet. Super oder? Also schwebt jetzt die Idee im Raum, die Pille abzusetzen und mit dem Rauchen aufzuhören. Den Zucker kann ich ja leider nicht loswerden… Das wär auch zu schön, um wahr zu sein….

Auf jeden Fall hat Fabi mir versprochen, mich noch mehr bei meiner Krankheit zu unterstützen. Und er hat sich auch über gesündere Ernährung informiert… Und gestern hat er ganz lecker gekocht!! Womit hab ich nur so einen liebevollen Mann verdient??? Fabi, ich liebe dich wirklich über alle Maßen und ich möchte für immer mit dir zusammen bleiben. Mit deiner Hilfe schaff ich es auch bestimmt, so alt zu werden, wie du ^^ Ganz sicher!!

Fabi und ich am 07.04.09

Fabi und ich am 07.04.09

Valentinstag…

Heute ist – zumindest noch von jetzt an 51 Minuten – der 14.02.2009. Valentinstag… Überall wurde es schon seit Wochen in den Medien angepriesen, Blumengeschäfte haben wieder Umsätze, von denen sie – bis auf den Muttertag – das ganze Jahr träumen und im Fernsehen kommen Liebes-Schnulzen… Sehr schön, es gibt mal wieder einen Anlass, sich zu zeigen, wie sehr man sich liebt.

Ich werde euch mal erzählen, wie das in meiner Beziehung läuft. Wir feiern keinen Valentinstag, weil dieser Tag ein Tag wie jeder andere ist. Man steht morgens auf und geht abends wieder ins Bett. Und dazwischen leben wir gemeinsam unser Leben, mit allen Höhen und Tiefen, zeigen uns, dass wir uns lieben, machen Blödsinn zusammen und wissen, dass wir auch in Gedanken beieinander sind, selbst, wenn wir physisch getrennt sind. – Wie jeden Tag – Und wenn einer das Bedürfnis verspürt, dem anderen eine Freude zu machen – sei es materiell oder emotional – dann tut er das. Ist doch egal, ob der Tag grad Montag, Dienstag, Feiertag oder Valentinstag heißt… Wenn man sich liebt, braucht man keinen bestimmten Anlass, um sich das zu zeigen!

Mein Tag verlief heute so: Da ich gestern schon sehr früh im Bett war, bin ich gegen halb acht aufgewacht, habe Fabi und mir eine Schüssel Cornflakes gemacht und mich aufs Sofa bequemt. Fabi war noch wach – sein Schlafrhythmus ist derzeit wieder ein wenig durcheinander ^^ Nach ein bisschen Internet-Surfen machte ich mich rausgeh-fertig, während Fabi auf der Couch eingeschlafen war. Ich wollte noch in der Apotheke meine Pille holen und beschloss, gleich Fabis Paket abzuholen. Heute war wunderschönes Wetter übrigens :o ) Ich stieg ins Auto und fuhr los. Es war schon 13.00 Uhr und die Post hatte nicht mehr lange auf. Damit ich noch rechtzeitig das Paket holen konnte, fuhr ich sogleich ins Parkhaus – denn die Parkplatzsuche in Tegel erweist sich an einem Samstag um diese Uhrzeit schon als recht nervenaufreibend und nahezu chancenlos. Leider hatte ich wohl heute kein Glück – wahrscheinlich waren noch alle auf die letzte Sekunde ein Valentinstagsgeschenk kaufen *grml*. Das Parkhaus war brechend voll – kein einziger Parkplatz schien mehr frei zu sein. Vor mir stand ein Opa mit seinem Auto und blinkte rechts. Ich blieb für eine kurze Zeit hinter ihm stehen, doch sein Auto bewegte sich nicht. Direkt vor ihm ging es noch rechts in eine kleine Parknische, wo ich noch einen freien Parkplatz vermutete, also setzte ich zur Überholung an. Ich war noch nicht mal ganz neben ihm, da fing der Opa in seinem Auto an, wild zu hupen und mir hektisch schimpfend zu verdeutlichen, dass er da auf einen freien Parkplatz wartete. Ein Auto fuhr auch gerade aus der kleinen Parknische heraus. Genervt setzte ich das Auto wieder hinter ihn, schaltete die Warnblinkanlage an und stieg aus, um am Kassenautomaten auch noch für den nicht erfolgten Parkvorgang zu bezahlen.

Die nächste halbe Stunde verbrachte ich mit Sonntagsfahrern auf den überfüllten, in zweiter Reihe zugeparkten Straßen, durch die ich mich nach und nach auf der Suche nach einem bisher unentdeckten Parkplatz kämpfte. Keine Chance. Tja, was soll ich sagen?! Ich bin wieder nach Hause gefahren, habe das Auto abgestellt und bin mit dem Bus gefahren… Das Paket hab ich trotzdem noch bekommen und auch meine Pille – nebst einer Packung Paracetamol, für die Kopfschmerzen, die mir diese nervige Autofahrt eingebracht hatte…

Für den Rest des Tages blieb ich zu Hause und wir haben uns einen gemütlichen Couch-Tag gemacht. Heute Abend gab’s noch lecker Kräuter-Sahne-Hähnchen mit Reis und keine Spur von Valentinstag, dafür aber umso mehr Liebe und Beisammensein – wie jeden Abend. Also:

Wer zur Hölle ist eigentlich Valentin? Und, warum zum Teufel, soll ich seinen Ehrentag feiern, wenn er mich nicht mal zu seiner Party eingeladen hat???

Leute gibts… ;o)

Samstag, 24.01.2009

Es ist mittlerweile 10:18 Uhr und ich kann schon seit 2 Stunden nicht mehr schlafen… Ich versteh das nicht: Da ist man die ganze Woche morgens wie tot, könnte den ganzen Tag nur schlafen – und jetzt?? Es ist Wochenende – ich KÖNNTE ausschlafen – und ich werd schon um acht wach… Verrückt. Nunja, wird Zeit, mal wieder von den letzten Wochen zu berichten.

Zum Job: Bis jetzt hab ich die letzten Wochen auf der Arbeit gut überstanden. Vor ein paar Tagen wurde mir auch gesagt, dass meine Probezeit nun bis 18.02.09 verlängert wird und dann mein 2 Jahres-Vertrag weiterläuft. Bis 30.06.2010 ist mein Job also erstmal sicher – wenn ich während der Probezeit nicht nochmal krank werde… Denn dann bin ich raus. Also heißt es: Weiter durchhalten!!

Die Gesundheit und das Rauchen: Bisher hatte ich auch weiterhin keine einzige Panikattacke, was schon mal gut ist. Manchmal habe ich – vor allem morgens in der Ubahn – immer noch leichte Beklemmungsgefühle. Aber wer fühlt sich nicht eingeengt, wenn er morgens um 8:00 Uhr in der U6 sitzt und eine Station nach der Friedrichstraße aussteigen muss?! Sardinen-Büchse ist nix dagegen…

Das mit dem Rauchen bzw. nicht mehr rauchen war auch nicht so besonders von Erfolg gekrönt. Ich rauche immernoch. Aber immerhin hab ich es geschafft, keine Zigaretten mehr auf die Arbeit mitzunehmen. Das macht schon viel aus – und wieviel mehr Arbeit man plötzlich schafft :o D Erstaunlich ^^

Und sonst so?

Fabi hatte am Montag (19.01.) Geburtstag :o )) Ich habe ihm eine neue Hose geschenkt (die ihm ausgezeichnet steht – muss man ja mal sagen ;o) ) und wir waren abends mit seinem Papa und dessen Frau chinesisch essen in Heiligensee. Es war sehr lecker!! Eigentlich wollte ich das Essen bezahlen, aber wie Eltern so sind – die waren einfach schneller… Aber darüber müssen wir noch mal reden *grml* Kann ja nicht sein, dass die immer alles bezahlen ;o)

Was das Finanzielle angeht – wir habens endlich mal geschafft, diesen mega aufwändigen ALGII-Antrag auszufüllen und alle Nachweise zusammen zu bekommen. Ich hoffe, der Aufwand hat sich gelohnt und wir bekommen auch ein bisschen was raus – und wenn’s nur 10,-€ sind, dann wär wenigstens Fabis Krankenversicherung abgedeckt durch das Jobcenter. Schließlich ist es nicht ohne, mal eben so 130,-€ zu bezahlen, wenn man kein Einkommen hat.

Ende Februar kommen Jens und Babs wieder zu Besuch für ein paar Tage!! Darauf freu ich mich schon wieder ganz doll!! Und wenn alles klappt, werden wir Ende März mal wieder nach Köln fahren können *hoff* :o ))

Ansonsten fällt mir grad nichts mehr Aufregendes ein… Aber ich muss ja auch nicht immer so viel schreiben – hat ja kein Mensch Lust, sich durch diese ewig langen Texte zu quälen :o D

Neues Jahr, alte Leier – oder: Was war, was ist und was noch kommen wird…

So, nu isses da, das neue Jahr. Prosit Neujahr!! *tröööööt* *huuuup* *grööhl* Hoffentlich wirds besser, als das alte… Aber schlechter geht ja fast nicht mehr ^__^

Aber es war ja nicht alles schlecht: am 17.12.2008 kam unser langerwarteter Besuch vorbei: Babs und Jens. Das war wirklich mal seit langem wieder ein positives Erlebnis. Leider war die Zeit viel zu schnell um – trotzdem haben wir einiges erlebt: Die beiden haben uns zum Sushi-Essen eingeladen, wir haben sonntags gebruncht (lecker, lecker), zusammen gekocht, waren bei Marcello Rubini zum Essen und plaudern, haben spontan ein paar Portrait-Bilder bei Nils Wiemers gemacht und natürlich blieb auch die ein oder andere spontane Foto-Session bei uns zu Hause nicht aus. Es war eine tolle und lustige Zeit und ich vermiss vor allem die Babs schon wieder ganz ganz doll *schnief* Aber wir haben uns vorgenommen, uns wenigstens jedes Quartal 1 Mal zu sehen. Und wenn ich meinen Job behalten kann, klappt es bestimmt auch, dass wir im März wieder nach Köln fahren können :o )))

Apropos Job… Wer es nicht schon bei Fabi gelesen hat: Es ist etwas völlig Neuartiges, Unerwartetes vorgefallen, was meine Arbeitgeber und alle, die damit zu tun haben irritiert hat. Der Personalrat hat meiner Kündigung wegen Nichtbestehens der Probezeit auf Grund von Krankheit NICHT ZUGESTIMMT!!! Da so ein Fall wirklich noch nie vorgekommen ist, weiß nun keiner so richtig, was passieren könnte… Es könnte möglich sein, dass unsere Geschäftsführerin nun mit dem Fall vor die Schiedsstelle geht. Da jedoch über die Weihnachtszeit auch im Studentenwerk nichts passiert, bleibt nur Abwarten übrig. Bisher hatte ich weder eine Kündigung, noch einen Bescheid über die Verlängerung der Probezeit im Briefkasten. Ich weiß also absolut nicht, ob ich mich freuen, arbeitslos melden oder weinen soll. Und was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß (Jup, hab in der Psychiatrie einiges gelernt ^^). Bin einfach nur gespannt, was mich erwartet, wenn ich Montag wieder zur Arbeit gehe.

Jetzt ist jedoch erst mal Donnerstag, der 1.1.2009! Ab heute starte ich einen erneuten Versuch, das Rauchen aufzugeben. Bisher fühle ich mich mies, könnte jede halbe Stunde etwas Essen – aus lauter Langeweile – und bin innerlich äußerst unruhig. Ich trau mich nicht, die Nikotinpflaster zu benutzen, weil ich nicht weiß, ob das irgendwelche Auswirkungen (auf Grund der Einnahme des Opipramols) haben könnte. Aber wenns mir morgen nicht anders geht, werd ich wohl doch mal ein halbes probieren ^^

So, nun ist doch schon der 2.1.2009 – wie schnell son Tag um sein kann. Bin ja auch erst gegen 13.30 Uhr aufgestanden ;o) Was wir sonst so erlebt haben, könnt ihr bei Fabi nachlesen.

Also, bis bald liebe Leser… Zum Abschied noch ein Bild, was ich von Babs gemacht habe, während sie bei uns zu Besuch war =) Kommentare sind gern gesehen ;o)

Sooraya

Die Psychiatrie und ich Vol. 2 feat. Zahnverlust Ô_ô

Heute ist der 19.11.2008. Seit einer Woche habe ich das gemütliche Krankenhausbett verlassen und wurde in die sogenannte “Tagesklinik” überführt. Das heißt, ich darf nun zu Hause schlafen und gehe tagsüber ins Krankenhaus um mich weiter therapieren zu lassen.

Bisher habe ich mich noch nicht so ganz an die neue Situation gewöhnt. Natürlich ist es toll, dass ich wieder zu Hause sein darf, bei meinem Liebsten und in gewohnter Umgebung. Aber irgendwie ist jetzt alles viel stressiger, als vorher -.- und das, obwohl die Anzahl der Therapien geringer ist, als auf der Station.

Der Tag beginnt gegen 7 Uhr, der Wecker hat schon eine halbe Stunde geklingelt und ich hab mal wieder nix davon mitbekommen. Aber wenigstens wach ich bisher immer noch früh genug auf ^^. Nach einem hektischen  – mehr oder weniger – Frühstück zu Hause mach ich mich auf den Weg in die Klinik, wo ich zwischen 8.00 und 8.15 Uhr erscheine. Dann findet die sogenannte Morgenrunde statt. Alle Mitglieder der Angst-Gruppe stellen sich vor (falls jemand Neues dabei ist) und erzählen, wie der gestrige Tag gelaufen ist, was es noch vom Nachmittag bzw. Abend zu erzählen gibt und wie sie denn heute so in der Tagesklinik angekommen sind (totaaaaal spannend). Danach berichtet das Pflegepersonal, wer zum Blutabnehmen muss, was es noch so Wichtiges gibt und fragt, ob noch wer Fragen hat. Wenn dieses Prozedere überstanden ist, holen sich alle brav eine Unterschrift für die Teilnahme ab (wie übrigens auch bei jeder folgenden Therapie – Die Krankenkasse will schließlich wissen, ob man für das teuer Geld auch fleißig war :o D ) und machen erst mal Pause bis 9.00 Uhr. Je nach Tag folgen von 9.00-12.00 Uhr diverse Therapien und danach erst mal das Mittagessen. Ausgestattet mit einer Essensmarke pro Tag wandert man fröhlich in das Personalrestaurant (toller Name für ne Kantine :o D) und sucht sich eine von 3 köstlichen Krankenhaus-Mittagsmenüs aus.  Ein Dessert gibts auch noch dazu – man gönnt sich ja sonst nichts…

Pünktlich um 13.00 Uhr wird die letzte Therapie eingeläutet, gefolgt vom Tagesabschluss. Ähnlich, wie bei der Morgenrunde, erzählt dann jeder, wie denn sein Tag so gelaufen ist, was man sich noch vorgenommen hat und ähnliche spannende Sachen. Gegen 15.00 Uhr ist der Tag in der Tagesklinik dann offiziell beendet und man geht wieder heim.

So lief es auch heute wieder. Die letzte Therapie war das sogenannte Hyperventilationstrainig, in dem bewusst körperliche Symptome ausgelöst werden, die denen bei einer Panikattacke möglichst ähneln sollen. So sind wir heute eine Minute auf der Stelle gerannt, haben eine Minute lang den Kopf zwischen den Beinen hängen gelassen, um danach selbigen schlagartig wieder nach oben schleudern zu lassen und haben fleißig den Kopf geschüttelt, bis uns schwindelig wurde… Schon interessant, wie man seinen Körper auf so einfache Weise misshandeln kann…

Zu Hause habe ich heute während einer Unterzuckerung festgestellt, dass mir mindestens ein Viertel meines linken unteren Weisheitszahnes fehlt. Keine Ahnung, ob dieser Zahn einem plötzlichen Karies-Angriff zum Opfer fiel, oder ich mir das Stück einfach vor lauter Hunger ausgebissen hab (das Krankenhausessen ist eher spärlich bestückt). Und gerade heute führt unser Zahnarzt nur Operationen durch. Jetzt muss ich morgen nach meinem aufregenden Tagesklinik-Aufenthalt auch noch zum Zahnarzt gehen. HORROR!!! Ich hab jetzt schon Panik, dass der Zahn evtl. gezogen werden muss (Jaja, ich weiß, ich bin ein Schisser – bin ja auch nicht umsonst in der Psychiatrie gelandet *g*). Auf jeden Fall hab ich erst mal ordentlich mit Schwedenkräutern den Mund ausgespült, um die “Wunde” zu desinfizieren. Kann mir immer noch nicht erklären, wie son Riesen-Stück einfach so vom Zahn verschwinden kann und ich merks nicht!?!?! Und weh tuts jetzt auch… Toll :o ( Ach man, ich sollte einfach ins Bett gehen…

So, nu ist Schluss mit Jammern… Ich sollte meinen Blog umbenennen in: Anne heult euch was vor :o /

Übrigens bekomm ich seit Montag wieder mal ein neues Medikament. Mein letztes angstlösendes Anti-Depressivum (Remergil) wurde abgesetzt, weil es appetitfördernd ist und ich in den letzten 2 Wochen schon 4 kg zugenommen hatte, was für den Zucker wieder nicht gut ist. Nun nehme ich morgens und abends 100 mg eines beruhigenden und wiederum angstlösenden Mittelchens namens Opipramol. Die Wirkung bleibt abzuwarten. ;o)

Die Psychiatrie und ich…

Heute ist Sonntag, der 09.11.2008. Ich sitze auf der Couch und fühle mich schon den ganzen Tag schlecht. Also hab ich beschlossen, einen Auszug aus den letzten 4 Wochen nieder zu schreiben – vielleicht hilft es ein bisschen…

Was zuvor geschah…

Vor ca. 6 Wochen begann es, dass meine Zuckerwerte mal wieder anfingen, zu spinnen. Ich bin immer noch dabei, meine optimale Basalraten-Einstellung für die Insulinpumpe zusammen mit meinem Diabetologen zu finden. Mittlerweile beträgt meine Basalrate ca. 20 Einheiten Insulin am Tag, was schon eine Verbesserung ist, denn vorher hatte ich schon weit über 30 gebraucht… Um so verwirrender war es, als ich immer öfter anfing, nach dem Essen zu unterzuckern. Mein Essensinsulin war wohl zu hoch angesetzt. So kam es, dass ich immer öfter nach dem Essen noch mehr essen musste, um meinen Blutzucker auf einem normalen Level zu halten – das führte natürlich dazu, dass mir immer schlecht wurde – von den unangenehmen Unterzuckerungserscheinungen mal ganz abzusehen -> Zitternde, schwitzende Hände, Doppelbilder bzw. verschwommenes Sehen, Herzrasen, und so weiter… Hinzu kam, dass ich 2 Wochen lang ziemlich erkältet war und trotzdem arbeiten ging – aus Angst, meinen Arbeitsplatz zu verlieren. Schließlich ist Krankheit dort nicht gern gesehen, schon gar nicht in der Probezeit!

Nach einigen Tagen – das zu viele Essensinsulin war wieder reguliert, hatte ich trotzdem immer wieder nach dem Essen Unterzuckerungsanzeichen, obwohl ich nicht unterzuckert war… Aus Angst, zu unterzuckern habe ich immer öfter meinen Blutzucker gemessen. Auch das Herzrasen machte mir Sorgen, so wurden immer häufigere Blutdruckmessungen und das ständige Ertasten meiner Halsschlagader zum Messen des Pulses zum Alltag. Alles drehte sich nur noch um meine Gesundheit. Der Termin für den Herzultraschall kam immer näher, was mir zusätzlich Angst machte…

13.10.2008 – Der Zusammenbruch

Am Montag, dem 13.10.2008 fuhr ich ganz normal zur Arbeit. Ich fühlte mich durch die Erkältung immer noch ziemlich schwach, mein Herz raste mal wieder in der Ubahn, meinen Finger hatte ich dauerhaft am Puls… Irgendwie war mir die ganze Zeit ein bisschen schwindelig. Aber ich wollte durchhalten, es gab schließlich viel zu tun. Also machte ich mich auf, die Aktenberge zu bekämpfen. Am Anfang ging das auch noch ganz gut, doch auch die Aufregung vor dem Herzultraschall war da… Ich wurde zunehmend schwächer… Gegen 10 Uhr morgens saß ich meiner Kollegin gegenüber am Schreibtisch, zitterte und wurde immer blasser, was auch sie bemerkte. Sie bot mir an, im Nebenraum ein paar Stühle zusammen zu schieben, damit ich mich etwas hinlegen kann, was ich zunächst verneinte. Ich wollte kämpfen.

Diesen Kampf hatte ich jedoch nach 5 Minuten aufgegeben. Mir ging es zunehmend schlechter und ich bat sie nun doch, mir zu helfen. Sie rannte sofort los und brachte mich weitere 5 Minuten später in den Sitzungsraum, damit ich mich hinlegen konnte. Ich atmete schwer und mir war schwindelig. Die Unterzuckerungsanzeichen machten sich wieder breit, ich maß und hatte einen Wert von 9 mmol/l – also keines Wegs zu tief, sogar etwas zu hoch. Mein Puls raste. Ich hatte Schweißausbrüche und konnte mich gar nicht mehr beruhigen. Ich ließ einen Krankenwagen rufen, der ungefähr 10 Minuten später da war.

Super, ich hatte es geschafft, das ganze Amt in Aufruhr zu versetzen. :o ( Aber ich hatte echt Angst. Als der Notarzt da war, war mein Blutdruck normal, ich hatte mich etwas beruhigt. Trotzdem wurde ich in die Notaufnahme der Charité mitgenommen. Meine Kollegin war so nett, Fabi zu informieren, der sich nun natürlich auch tierische Sorgen machte und versprach, so schnell wie möglich zu kommen.

In der Charité angekommen, wurde ich erst mal auf ein Bett gelegt und abgestellt… Nach gefühlten Stunden kam die erste Ärztin, die mich ausfragte, was passiert war, mich abhorchte, Blut abnehmen ließ und meinen Bauchraum abtastete… Leider hatte ich gerade zufällig zu diesem Zeitpunkt an genau der Stelle, wo die Dame drückte einen Druckschmerz, worauf hin dann ein Spießrouten-Lauf los ging…

Um es etwas abzukürzen: Nach insgesamt 8 Stunden Aufenthalt in der Notaufnahme, habe ich etwa 4 Krankenschwestern und 6 Ärzte gesehen, eine Blutabnahme ohne Befund, eine Urinprobe ohne Befund, einen Bauchultraschall ohne Befund, eine gynäkologische Untersuchung ohne Befund, ein EKG ohne Befund und eine Entlassung aus der Notaufnahme mit vielen Papieren und der Bitte, doch wieder vorzusprechen, wenn die Probleme erneut auftreten…

Völlig entnervt und kein bisschen schlauer verließen wir die Charité und fuhren nach Hause.

14.10.2008 – Diagnose: Panikattacken

Am nächsten Tag beschloss ich, noch zu Hause zu bleiben und mich ein wenig auszuruhen. Fabi fuhr zur Arbeit und ich legte mich aufs Sofa. Nachdem ich ein bisschen was gegessen hatte, überkam mich plötzlich eine seltsame innere Unruhe, gefolgt von den schon bekannten Unterzuckerungsanzeichen und dem Gefühl, einen riesigen Kloß im Hals zu haben. Ich war ganz allein – dieser Gedanke schoss mir unwillkürlich in den Kopf.

Blutzuckercheck: ok

Blutdruck: leicht erhöht

Puls: viel zu hoch

PANIK…

Ich hatte Angst. Angst, hier ganz alleine im Wohnzimmer einen Herzinfarkt zu bekommen – oder sogar schlimmeres. Mein Herz schien unaufhörlich zu rasen und genauso raste ich nun von einem Raum in den nächsten. Ich konnte mich einfach nicht beruhigen… Ich fing an, zu weinen und wusste nicht mehr weiter… Also rief ich Mama an.

Aber auch sie konnte mich nicht beruhigen und riet mir, wieder den Notarzt zu rufen, was ich auch tat. Gleich, nachdem ich aufgelegt hatte, rief ich wieder Mama an und wartete quasi gemeinsam mit ihr auf die Ankunft der Feuerwehr. Ich wollte nicht allein sein…

Der Krankenwagen kam, ich stand am Fenster und begann, mich bei diesem Anblick langsam zu beruhigen, legte auf und ließ den Feuerwehrmann rein. Er konnte nur meinen Blutdruck messen, der sich langsam wieder normalisierte und redete ein bisschen mit mir. Ich kam mir langsam schon leicht verrückt vor. Wieso war alles gut, als der Notarzt kam? Er bot mir an, mich trotzdem mit in die Rettungsstelle zu nehmen und meinte, wie es aussieht, brauche ich ein Gespräch.

So kam ich in die Rettungsstelle des Humboldt-Klinikums bei uns um die Ecke, es wurde wieder ein EKG gemacht, ich hatte vorsichtshalber auch meine Untersuchungsergebnisse vom Vortag mitgenommen und ich musste nicht lange warten, da kam für mich schon die Oberärztin der Psychiatrie für ein Gespräch.

Die Ärztin war sehr nett und wir haben uns ziemlich lange unterhalten. Sie gab mir zu verstehen, dass ich typische Anzeichen für eine Panikattacke aufwies und möglicherweise an einer Angsterkrankung leide. Sie klärte mich gleich über mögliche Behandlungsmethoden auf. Eine Möglichkeit wäre eine stationäre Behandlung in der Psychiatrie, welche gute Heilungschancen aufweist. Ich äußerte meine Ängste um meinen Arbeitsplatz, da sie auch von einer Mindest-Dauer von 6-8 Wochen sprach, mit anschließender ambulanter Weiterbehandlung. Also vereinbarten wir erst einmal, dass ich versuche, mit einem Psychologen ambulant mein Problem anzugehen und falls es nicht besser wird, nach Beendigung der Probezeit auf die stationäre Behandlung zurückgreife. Für das eventuelle Auftreten einer neuen Panikattacke gab sie mir noch ein Beruhigungsmittel mit (3 Schmelztabletten Tavor – zergeht im Mund und wirkt relativ schnell). Ich bedankte mich, ruhte mich noch etwas aus und ging dann zu Fuß wieder heim, um mich hin zu legen. Auf dem Heimweg telefonierte ich wieder mit Mama, um ihr alles zu berichten.

Zu Hause angekommen, aß ich einen halben Apfel und wollte mich etwas schlafen legen. Jedoch ging das ganze Spielchen nach einer halben Stunde wieder von vorne los: Ich bekam keine Ruhe, begann wieder zu Zittern, mein Herz raste erneut, Schweißausbrüche und die Angst, dass doch etwas mit mir nicht stimmt… Ich wollte nicht warten, bis jemand zur Hilfe eilt, alles verlief, wie im Film. Ich zog mich an, stürmte aus der Tür und eilte zu Fuß zurück ins Krankenhaus. Die letzten Meter kroch ich schon fast, rief wieder völlig panisch meine Mama an. Zu Hause hatte ich noch schnell eine Tavor eingeworfen, die jedoch nicht zu helfen schien… Im Krankenhaus guckte mich die Schwester verwundert an, weil ich schon wieder da war.

Gleiches Spielchen, wie zuvor: Anne ins Bett, Blutdruck, Blutzucker soweit okay, Puls noch ziemlich hoch, diesmal wurde auch noch eine Internistin gerufen – zur Sicherheit. Die hörte mich ab, keine Anormalitäten festzustellen, also kam die Oberärztin der Psychiatrie wieder. Diesmal einigten wir uns darauf, dass ich mich abholen lasse und am nächsten Tag stationär aufgenommen werde. Es hatte ja keinen Sinn, so arbeiten zu gehen…

Also wieder Mama angerufen, die informierte Fabi, der sofort los eilte und ich verbrachte die Wartezeit draußen und wusste kaum noch, wo oben und unten ist. Nun hatte ich es also: Ich bin verrückt :o D

Später fuhr ich noch mit Fabi zum Zuckerarzt, erzählte dem alles, er schrieb mir die Einweisung mit Diagnose Panikattacken, setzte noch meine Basalrateneinstellung weiter nach unten, damit ich nicht wieder Angst vor Unterzuckerungen haben musste und wir fuhren wieder nach Hause. Dort versuchte ich noch, mit der Krankenkasse die Kostenübernahme für das Krankenhaus zu klären, was jedoch wenig Erfolg hatte, da nur noch die Service-Hotline besetzt war.

15.10.2008 – Tag der Aufnahme – Anne kommt in die Psychiatrie!

Morgens telefonierte ich nochmal mit der Krankenkasse, die mir immer noch nicht helfen konnte, da sie zunächst Unterlagen vom Krankenhaus benötigte. Also musste von dort aus alles geregelt werden. Die Sachen waren gepackt und so fuhren wir gegen 9 Uhr ins Krankenhaus, wo ich mich anmeldete und kurze Zeit später mein Bett bezog. Im Verlauf des Tages wurde ich gewogen, hatte ein erstes Aufnahmegespräch, bekam einen Fragebogen zum Ausfüllen und es wurde mal wieder Blut abgezapft. Man versprach mir auch, dass der Herzultraschall während des Aufenthaltes erledigt wird, damit ich nicht noch länger warten muss. Leider hatte ich den eigentlichen Termin am Montag ja in der Charité verbracht…

Rückblick auf 4 Wochen Psychiatrie…

So schlimm, wie sich das alle immer vorstellen, ist es nicht – das sei mal vorweg erwähnt. Ich bin echt froh, dass ich den Schritt gemacht hab, auch, wenn ich heute das Gefühl hab, dass sich noch nicht viel gebessert hat, aber ein paar Wochen hab ich ja noch vor mir. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt – alles Leute wie du und ich – wahrscheinlich sogar die normalsten Menschen, die man überhaupt kennen lernen kann. Viele leiden unter Depressionen, manche auch an Angsterkrankungen, wie ich, oder an Zwangshandlungen und/oder Zwangsgedanken. Einige bleiben nur zur Krisenbewältigung 1-2 Wochen, einige viele, viele Monate… Aber alle mit dem gleichen Ziel: stabilisiert zu werden, um in der “normalen Welt” wieder einigermaßen zurecht zu kommen.

Mittlerweile werde ich auf das 2. Antidepressivum eingestellt, was angstlösend, schlaffördernd und appetitanregend wirkt – das 1. hatte nicht den gewünschten Effekt. Leider dauert es immer 2-4 Wochen, bis überhaupt eine Wirkung eintritt, so bleibt zu hoffen, dass das 2. nun das richtige ist. Unter der Woche hat man viele Therapien, wie zum Beispiel: Musiktherapie (zum Musik hören und Musik machen), Ergotherapie (Basteln), Entspannungstherapie (Progressive Muskel-Relaxation nach Jacobssen), Gymnastik, Tanztherapie (was aber eher Bewegungstherapie ist und nicht wirklich was mit tanzen zu tun hat), Genusstraining, Achtsamkeitstrainig und auch sogenannte Psychoedukations-Gruppen, in denen man etwas über seine Krankheit lernt und wie man damit besser umgehen kann… Alles in allem geben mir die Therapien sehr viel und ab nächste Woche komme ich wahrscheinlich in die Tagesklinik. Das heißt, ich kann zu Hause schlafen und habe mit anderen Patienten zusammen einen voll gefüllten Therapieplan von 8-15 Uhr. Dort kann ich mich dann langsam wieder an die Welt “draußen” gewöhnen und erproben, wie ich so zurecht komme. Derzeit habe ich auch noch einmal die Woche ein Gespräch mit einer Psychotherapeutin, was immer ziemlich aufwühlend aber auch befreiend ist. In der Tagesklinik bekomme ich dann eine neue Therapeutin (leider) und wenn ich wieder arbeiten gehe, muss ich mir ambulant einen Psychologen suchen, der dann weiter mit mir arbeitet.

Ich bin hoch motiviert und hoffe, dass ich mein Problem bald in den Griff kriege. Ach, übrigens hat meine Therapeutin bei mir auch die Agoraphobie (also Platzangst) diagnostiziert. Hab also so einige Ängste, denen ich mich so nach und nach stellen muss. Aber das wird schon wieder – hoffe ich.

Heute fühle ich mich leider nicht so gut. War schon kurz davor, ne Tavor zu nehmen. Krieg schlecht Luft, meine Hände sind zittrig und schwitzig, mein Blutdruck ist ganz seltsam (ich war ne halbe Stunde auf dem Stepper und hatte danach einen Blutdruck von 97/82 Puls 102), was mir auch schon wieder Angst macht, obwohl beim Herzultraschall alles in Ordnung war. Am Freitag hatte ich sogar eine Magenspiegelung – unter Vollnarkose Gott sei Dank! – bei der aber auch nix raus kam, außer, dass ich ein bisschen wenig Magensäure produziere… Tja, so werden nach und nach alle möglichen Krankheiten ausgeschlossen und ich erkenne immer mehr, dass ich mir ziemlich viele Dinge viel zu sehr zu Herzen nehme…

In 2 Stunden muss ich wieder im Krankenhaus sein – hatte “Belastungsurlaub”, das heißt, ich hab zu Hause übernachtet, um zu probieren, wie ich zurecht komme. Blöd nur, dass es mir heute so furchtbar mies geht :o ( Dabei will ich eigentlich gar nicht jammern *grml*

Also erst mal Schluss jetzt, war ja auch genug Neues ^^