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Gesundheit

Entwarnung…

Noch mal Glück gehabt. Der Verdacht meines Frauenarztes hat sich nicht bestätigt!

So sieht das aus, wenn ich erleichtert bin...

Ich habe heute 2 Stunden im Röntgenzentrum am Frankfurter Tor verbracht. Netter Weise haben sie mich auch ohne Überweisung dran genommen. Ich muss sie nur in spätestens 10 Tagen nachbringen. Ganz schön mulmig war mir schon, als ich da heute Morgen hingefahren bin. Hab auch nachts nicht so besonders gut geschlafen. Immerhin hab ichs geschafft, pünktlich um 9 Uhr da zu sein.

Nach etwas Wartezeit musste ich zuerst in einen Raum, wo der Arzt nochmals eine Ultraschalluntersuchug vornahm. Er meinte, dass ich für eine Mammographie eigentlich zu jung sei und er wollte sich das nochmal genauer ansehen, bevor er mich den Strahlen aussetzt. Ich glaube, ich wurde heute 3 oder 4 mal gefragt, ob ich schwanger sein könnte. Da scheinen die sich besonders viel Sorgen zu machen. Aber ist ja auch gut so… Zunächst hat er die ganzen Zysten in meiner Brust aufgespürt, die auch mein Gynäkologe schon gefunden hatte, und zahlreiche Ausdrucke angefertigt. “Zysten nimmt man einfach zur Kenntnis und lebt weiter” sagte er zu mir. War schon ein lustiger Kerl. Er meinte auch: “Gehen Sie lieber nicht so oft zum Arzt, die finden immer irgendwas” – und dann fand er auch dieses unidentifizierbare “Ding”, weshalb ich zu ihm geschickt wurde.

Worum sich alles dreht...

Nach einigem Hin- und Herüberlegen, beschloss er dann, dass wir die Mammographie machen – aber nur an der einen Brust. Er schwankte wohl zwischen “nichts machen” und “Mammographie bei beiden Brüsten”. Ich sagte dann zu ihm: “Na dann ist doch eine Brust eine gute Alternative” – woraufhin er antwortete: “Weder Fisch noch Fleisch, oder was?” und grinste. Wir verstanden uns.

Ich musste dann den Raum wechseln und wieder eine Weile warten. Nur für euch hab ich mal ein Bild von dem Gerät gemacht, mit dem die Mammographie durchgeführt wird:

Der Mammomat

Das Ganze lief folgendermaßen ab. Die Röntgenassistentin nimmt die zu untersuchende Brust in die Hand und zieht und zerrt daran, bis sie der Meinung ist, dass sie richtig sitzt. Dann wird die Brust so richtig schön eingequetscht – zwischen dem schwarzen Teil auf dem Bild und dem darüber liegenden hellen Teil, was langsam nach unten fährt und einem das Gefühl gibt, dass die Brust gleich in Stücke gerissen wird. Diese Prozedur wird einmal quetschender Weise von oben und einmal von der Seite durchgeführt. Das Röntgen dauert nur ein paar Sekunden, dann wird die Brust wieder freigelassen. Alter Schwede, ich muss sagen, angenehm ist anders…. Meine Brust ziept jetzt noch -.-

Danach durfte ich mich anziehen und musste wieder in den Warteraum. Nach einer viertel Stunde kam der Arzt und brachte mir einen Abholschein für meine Röntgenbilder (in einer Woche kann ich sie holen) mit den Worten: “Sieht alles normal aus”. Das wars.

Erleichtert verließ ich das Röntgenzentrum und fuhr erstmal in den Kaufpark Eiche, wo ich für 3,69 € ein leckeres Frühstück – bestehend aus 2 Brötchen, Butter, Lachs, Rührei mit Speck und einem Milchkaffee – zu mir nahm. Danach hab ich noch ein paar Lebensmittel eingekauft und mich mit ein paar Frischen Blumen fürs Wohnzimmer eingedeckt.

Ranunkeln und Anemonen zieren nun meinen Couchtisch

Aber ich wäre nicht ich, wenn nicht auch beim Einkaufen wieder etwas schiefgelaufen wäre ^^ Unter meinen Lebensmitteln befand sich auch eine Flasche Rotwein. Eigentlich hätte ich damit rechnen müssen, dass an der Kasse nach meinem Ausweis gefragt wird. Leider hatte ich den im Auto gelassen. Die Kassiererin nahm ihren Job aber sehr genau. Auch mein Spruch, ob sie mich jetzt wirklich zu meinem AUTO schicken möchte, damit ich meinen Ausweis hole, hielt sie nicht davon ab, genau das zu tun. Nun ja, also war ich auch noch dafür verantwortlich, dass die ganzen armen Leute an der Schlange hinter mir warten mussten – wo sie sich doch alle schon so zahlreich panisch ins Kaufland gedrängt hatten, weil morgen Feiertag ist und übermorgen die Welt untergehen könnte…..

Ich hetzte also zum Auto, holte meinen Ausweis und stand hechelnd nach ungefähr 5 Minuten wieder vor ihr, um ihr meinen Ausweis vor die Nase zu halten. Diesen kommentierte sie mit einem “Ach du meine Güte, Entschuldigung” und kassierte nun endlich meine Waren. (Ob sie mich wirklich sooooo jung geschätzt hat???)

Eine weitere halbe Stunde verbrachte ich dann noch an der Tankstelle. Auch hier war die Weltuntergangsstimmung deutlich zu spüren. Schlangen über Schlangen von Autos drängten sich an die Zapfsäulen. Der Liter Super kostete dort heute NUR 1,63.9 € – das erklärt alles. Da freut man sich doch schon tatsächlich darüber, dass der Spritpreis mal unter 1,70 € liegt…

Bleibt mir nur noch eins zu sagen - Vielen lieben Dank fürs Daumen drücken an: Mama, Babs, Corinna, Filippo, Basti, Oli, Caroline  und Diana - es hat sehr geholfen und mir ein bisschen Angst genommen!!!

Aura Dione – Friends – Rock Mafia & David Jost Radio Mix

 

Duftmüllsäcke und die allwissende Glücksnuss…

Was man nicht so alles kauft, wenn man eigentlich überhaupt kein Geld hat, aber nen Parkschein für 1 Stunde gelöst und dann für das geplante Vorhaben nur 5 Minuten gebraucht hat….

Mein Plan für heute war: Eine Überweisung holen für eine Untersuchung, die morgen stattfinden soll. Eigentlich habe ich schon eine Überweisung, aber leider aus dem letzten Quartal. Die Reise begann heute Mittag in Prenzelberg und ging nach Tegel – zu meinem Diabetologen, der für Überweisungen immer meine erste Anlaufstelle ist, weil ich diesen Arzt nunmal mehrfach im Quartal aufsuche. Leider hatte ich dort mal wieder Pech – er war nicht da. (Komisch, in letzter Zeit passiert mir das öfter…)

Mein alter Hausarzt ist dort allerdings ganz in der Nähe, also fuhr ich frohen Mutes zu ihm und holte mir auch gleich eine Überweisung für den Diabetologen – dort muss ich nämlich nächste Woche wieder hin. (Da fällt mir ein, ich sollte mal wieder beginnen, meine Werte aufzuschreiben -.-) – und für den Augenarzt, wo auch bald wieder die jährliche Untersuchung ansteht. Soweit, so gut. Doch die letzte und entscheidende Überweisung stellte wohl ein Problem dar. Ich muss morgen zur Mammographie auf Grund des Verdachts meines Gynäkologen. Leider kann anscheinend nur dieser auch die Überweisung ausstellen. Ganz klasse… Mittlerweile war es schon 14 Uhr und ich hatte nicht viel Hoffnung, dass das noch klappt.

So fuhr ich weiter von Tegel nach Mitte, um für 1,90 € ein Parkticket zu lösen, ging die Treppe zum Gyn hoch und sah: Öffnungszeiten am Mittwoch – bis 13 Uhr… Och nöööö…. Tja, blöd, dass die Untersuchung morgen um 9 Uhr ist und mein liebster Lieblingsfrauenarzt seine Türen am Donnerstag erst um 12 Uhr öffnet. Nun sitze ich hier und bange nicht nur wegen des Untersuchungsergebnisses, sondern auch, weil ich nicht mal weiß, ob die mich jetzt überhaupt dran nehmen. Einen Termin für die Mammographie zu bekommen, dauert nämlich auch ein paar Tage und ich will jetzt endlich wissen, was das für ein komisches Ding in meiner Brust ist… Argh. Nun ja, wir werden sehen…

Da stehen einem doch die Haare zu berge....

Auf jeden Fall hatte ich noch jede Menge überschüssige Park-Zeit, die ich nicht einfach verschenken wollte und die es nun sinnvoll zu füllen galt. Ich entschied mich für den Besuch eines Billig-Artikel-Geschäftes (ich nahm an, dort nicht allzu viel Geld auszugeben – welch ein Selbstbetrug…). Mein Herz begehrte es nach ein paar neuen Kochlöffeln. Trennungsbedingt wollte der Küchenbestand wieder ein wenig aufgefüllt werden.

Mit folgenden Artikeln verließ ich nach ungefähr 45 Minuten dieses obskure Geschäft:

- 1 Packung Duftmüllsäcke mit Vanillegeruch (sollte jeder in seinem Haushalt haben, finde ich)

- 100 Muffinförmchen (diese Papierdinger… Man weiß ja nie, wann mal viele Gäste kommen. Wäre mal ein Grund, Muffins zu backen *g)

- 1 Stabfeuerzeug (ja DAS brauchte ich sogar wirklich. Es macht nämlich keinen Spaß, Teelichter mit dem Feuerzeug anzuzünden und sich dann entweder dabei oder beim anschließenden In-den-Teelichthalter-schmeißen zu verbrennen. Alternative: Man schmeißt zu schnell und das Teelicht geht aus. Aber ich schweife schon wieder ab…)

- 1 Packung Küchenschwämme – Inhalt 10 Stück (ich muss wahrscheinlich für den Rest des Jahres keine Schwämme mehr kaufen)

- 1 Paar Sexwürfel (Ich habe dafür übrigens nur 1,50 € bezahlt und sie nur gekauft, weils die da eben gab… Kann man ja immer gebrauchen, wenn einem mal langweilig ist. Dafür leuchten sie nicht im Dunkeln, aber was solls. Man kann nicht alles haben… - Was mich übrigens ein wenig stutzig gemacht hat, war, dass es in diesem komischen Billig-billig-billig-Laden auch Peitschen und Masken gab O_o … Berlin….)

- 1 Pizza-Schneider (zum Pizza schneiden……)

- 1 Kochlöffel (HA, ich kaufe nämlich auch das, was ich eigentlich kaufen wollte) und 1 Pfannenwender (nein, der ist nicht zum Pfannen wenden -.-)

- 1 Mikrowellen-Deckel (bald hab ich nämlich wieder ne Mikrowelle)

- 1 Packung Schokoriegel, die übrigens alle schon wieder vernichtet sind.

- 2 Stuhlkissen in blau für die versifften Balkonstühle (eigentlich mag ich blau nicht so, aber von den grünen gabs nur noch eins – wenn das kein Grund ist, blaue zu kaufen…)

 

Tja, ich würde sagen: Ein rundum zufriedenstellender Einkauf. Jetzt fehlt es mir fast an nichts mehr…

Die Würfel sagen: OHREN BERÜHREN – könnte man auch als Wahrsager-Würfel benutzen ^^ Ich werde nämlich genau das jetzt gleich tun: Mich aufs Ohr hauen. Aber vorher sei noch eins gesagt: Die Glücksnuss hat (fast) immer recht! So.

Gute Nacht.

Was für eine Nacht…

Zuerst die Geburtstagsfeier der lieben Susi, die im Übrigen ganz tolle Nägel macht ->> www.diehauptstadtkosmetik.de <<- und mir vor einem halben Jahr die Hochzeitsnägel gerettet hat, nachdem sie in Hellersdorf von einer… nennen wir sie mal Hausfrau mit Weiterbildung zur Nadeldesignerin…. völlig verhunzt waren. Aber ich schweife ab ^^

Also, nachdem ich gestern schwerlich versucht hatte, mein Bett zu verlassen, um dann nach einer Planänderung aus der Dusche am Mittag ein heißes Bad am Nachmittag zu machen, weil in Marzahn plötzlich der Himmel brach, um einen kurzen Schneesturm hervorzubringen, machte ich mich fertig für die oben genannte Geburtstagsfeier. Ich stellte dann aber mit Erschrecken fest, dass ich ja noch einkaufen wollte. Da sich mein Toastvorrat (=derzeitiges Hauptnahrungsmittel) dem Ende neigte und es auch Belag-technisch in meinem Kühlschrank eher mau aussah, fuhr ich also noch schnell in den Supermarkt, um die ein oder andere Sache zu besorgen.

Mein erschrockenes Gesicht über den Schneesturm (hinter mir)

“Leicht” verspätet (1 1/2 Stunden, um genau zu sein) traf ich dann auf der Geburtstagsfeier ein. Es gab ordentlich zu essen und zu trinken. Danke dafür, liebe Susi :0)

6 Cola-Whiskey später saß ich in einem Taxi zu einer Rave-Party im Nirgendwo…. Um halb 4 Uhr nachts musste ich dann feststellen, dass meine Handschuhe und mein Portemonnaie weg waren…. Weiß der Geier, wie ich die verloren hab. Schlimmer stehts aber um meine Begleitung. Er hat seine teure Kamera dort verloren. Wenigstens hatten wir noch gerade genug Geld für ein Taxi nach Hause.

Nach relativ viel Schlaf und einem – auf sehr interessante weise gekochten – Ei und 2 Kaffee bin ich jetzt wieder zu Hause, um auf die liebe Diana zu warten. Ich denke, wir werden uns heute einen gemütlichen Abend machen.

PS: Cola-Whiskey hat mich irgendwie nicht besoffen gemacht, meine Werte waren trotzdem erwartungsgemäß die ganze Nacht zwischen 16 und 19 mmol/l. Jetzt bin ich wieder bei nem 9er Wert angekommen….

PPS: Bin gerade voll mit dem Kopf geegen den Hängeschrank gerammelt. (-_-) ->> AUAAAA. *schöne Beule*

Ende der Geschichte

 

PPPS: Jetzt erst mal ne 5-Minuten-Terrine :D

 

Grüße aus dem Bett

Es ist Samstag, Samstag Mittag – ums genau zu sagen: 11:43 Uhr. Mittlerweile haben wir wieder Frühling. Draußen versucht die Sonne, sich durch die dunklen Wolken zu kämpfen, die in den letzten Stunden ordentlich Wasser auf der Landschaft verteilt haben. Sie schaffts aber nicht. Seit ungefähr 4 Stunden liege ich mehr oder weniger wach im Bett und kann mich nicht entschließen, dieses zu verlassen.

Mein erster Urlaubstag begann heute mit einem Blutzuckerwert von 15,2 mmol/l, Regen und Gedanken daran, was man an so einem tristen Tag machen könnte. Heute Abend bin ich noch auf einer Geburtstagsfeier eingeladen… Ich müsste noch ein wenig einkaufen – der Kühlschrank ist fast so leer, wie mein Magen. Ja, vielleicht sollte ich mich wirklich anziehen und raus gehen. Ich brauche Motivation. Jetzt.

Vielleicht motiviert mich ja mein Blutzucker. Mal sehen, wie er jetzt ist…….. 9,1 mmol/l – naja. Das geht noch besser. Aber nicht durch Rumliegen.

Also, Planung für heute:

1. Kaffee

2. Frühstück (noch nicht näher definiert)

3. duschen, anziehen

4. einkaufen

5. irgendetwas sinnloses machen, bis die Geburtstagsfeier beginnt….

 

Also dann. Auf zu Schritt 1.

 

Dies war ein Blog-Eintrag mit sinnlosen Informationen, durch die in euren Gehirnen wertvolle Kindheitserinnerungen gelöscht wurden. Sorry dafür.

Schleichwerbung... Her mit der Kohle :D

Die Jungen Wilden kommen!

Alles begann mit dem Open Journal

Vor nicht allzu langer Zeit kam ja das Jubiläumsheft des Diabetes Journals heraus, an dem 15 Leser-Redakteure mitarbeiteten (zusammen mit Ilka von www.mein-diabetes-blog.com steuerten wir auch viele selbstgeschossene Fotos bei, um die Zeitschrift unseren Vorstellungen entsprechend zu bebildern). Das Open Journal ist jetzt auch als E-Paper verfügbar, so dass Ihr es jederzeit online ansehen könnt :-)

Hier der Link zum E-Paper (aufs Bild klicken):

Open Journal

Open Journal

Und dann kam der DDB

Das Open Journal brachte nicht nur tolle neue Erfahrungen im Bereich Journalistik für uns, es ergaben sich auch weitere Kontakte und Möglichkeiten. So trat der Deutsche Diabetiker Bund mit uns in Kontakt. Wie schon in einem vorigen Blog-Eintrag von mir berichtet, werden wir versuchen, sowohl dem Bundesverband als auch auf Anfrage den einzelnen Landesverbänden hilfreich zur Seite stehen. Für eine von uns hat das Ganze besonders viel Veränderung gebracht. Die liebe Steffi wird nämlich ab 01.08.2011 direkt beim DDB als PR-Leiterin angestellt sein. Lest in Ihrem Blog-Eintrag, wie es dazu kam.

Lange Zeit wussten viele von uns nicht, was der DDB so macht und wofür der gut sein soll. Wenn man jung ist, möchte man sich auch nicht unnötig viel mit seiner Krankheit beschäftigen, geschweige denn mit irgendwelchen eingestaubten Vereinen. Nun ja, über Umwege haben wir uns dann doch damit beschäftigen müssen und so kam es, dass auch in nun seit 2 Wochen Mitglied im Deutschen Diabetiker Bund bin. Neben dem tollen Mitgliedsausweis, mit dem ich jetzt jedem zeigen kann, dass ich offizielles Mitglied beim Berliner Landesverband des DDB bin, bekomme ich jetzt alle 2 Monate die Mitgliederzeitschrift des DDB – die Subkutan – an der wir ja zukünftig auch das ein oder andere Mal mitwirken sollen (ich würde dies natürlich am liebsten fotografisch tun). Das Diabetes Journal bekomme ich im Abo auch zum Vorzugspreis. Aber das ist nicht alles. Über das Rechtsberatungsnetz des DDB kann man sich Rat zum Thema Diabetes und Soziales holen, man kann an Selbsthilfegruppen (dazu komme ich gleich noch) teilnehmen, bekommt so Kontakt mit anderen Diabetikern und erfährt als Erstes alles über Neuerungen und Veranstaltungen zum Thema Diabetes.

Die Sache mit den Selbsthilfegruppen

Der Berliner Diabetikerbund hat natürlich auch jede Menge Selbsthilfegruppen. Wenn man die aber mal durchstöbert, fällt eines auf: Der Großteil der Gruppen ist auf Typ-II-Diabetiker ausgelegt, findet nachmittags statt oder so weit weg von mir, dass ich es gar nicht schaffen würde, daran teilzunehmen, selbst, wenn ich es wollte. Deshalb hat der liebe Henry Schuck nach unserem Treffen in Kassel einen Aufruf gestartet: Gesucht wurden und werden junge und jung gebliebene Typ-I-Diabetiker, die Lust haben, an einer Selbsthilfegruppe in Berlin teilzunehmen, die sich nicht nachmittags, sondern um 19.30 Uhr trifft.

Eigentlich wollte ich bei dieser Suche nur helfen und an der Gruppe auch gern teilnehmen. Schnell kam es aber dazu, dass ich plötzlich unfreiwillig zur Gruppenleiterin dieser Selbsthilfegruppe mutiert bin. Riesige Unterstützung und viele hilfreiche Tipps bekomme ich dabei vor allem von meiner neu gewonnenen Freundin und 2. Gruppenleiterin Corinna Hahn. Ja, die Corinna Hahn, über deren Taschen ich erst gestern berichtet habe! Durch Ihre Hilfe und Henry’s moralische Unterstützung haben wir es geschafft, innerhalb kürzester Zeit eine neue Selbsthilfegruppe ins Leben zu rufen.

Die Jungen Wilden” treffen sich das erste Mal am Donnerstag, dem 30.06.2011 (also bereits nächste Woche) ab 19.30 Uhr im Hopfingerbräu im Berliner Hauptbahnhof.

Wir freuen uns über jeden Berliner oder auch Randberliner (Umland zählt mit) mit Typ I Diabetes, der Lust auf eine junge Selbshilfegruppe hat, die selbst entscheidet, was Selbsthilfe für sie bedeutet und die vor allem zu einer arbeitnehmerfreundlichen Zeit stattfindet. Wir werden uns ab jetzt jeden letzten Donnerstag im Monat treffen. Das Hopfingerbräu im Hauptbahnhof ist aus allen Richtungen gut erreichbar und zentraler gehts nicht.

Das erste Treffen soll vor allem dazu da sein, zu ergründen, was wir uns alle von einer Selbsthilfegruppe erhoffen, welche Themen wir uns wünschen und wie wir uns das Ganze vorstellen. Ich bin schon sehr gespannt. Und alle, die bei Facebook sind, können sich gern in unserer Gruppe anmelden :0)

Neue Brille vs. alter Rücken

Okay, zuerst das Gejammer, dann gibts ein Bild von der neuen Brille ^^ (Und wehe, ihr scrollt!!!!!!)

Seit einiger Zeit hab ich wieder so komische Schmerzen in der Schulter, die in den Arm ausstrahlen. Das böse Wort Schulter-Arm-Syndrom kreist jedes Mal in solchen Momenten in meinem Kopf umher. Und so mache ich ein paar Dehn-Übungen, gucke mir wieder etwas öfter meine Yoga-DVDs an und nach ein paar Tagen ist alles wieder im grünen Bereich. Diesmal war dem aber nicht so. Letzten Freitag bin ich vor lauter Schmerzen nachts mehrmals wach geworden und habe mich tagsüber bei Kollegen mit Schmerzmitteln durchgeschnorrt. Beim Orthopäden ging keiner ans Telefon und so hielt ich tapfer durch. Bei jedem Einatmen wurde ich schmerzlich an das Vorhandensein meiner Schulter erinnert.

Nun habe ich mich das ganze vergangene Wochenende mehr oder weniger erfolgreich über Wasser gehalten, vorsichtig ein paar “Yoga-für-den-Rücken“-Übungen gemacht, die Schulter mit Rheumasalbe eingerieben und mit mikrowellen-erhitztem Körnerkissen gewärmt. Viel hat es alles nicht gebracht, deshalb hab ich gestern beschlossen, zu meiner Hausärztin zu gehen. Wie erwartet, verschrieb sie mir Ibuprofen-Tabletten und gab mir eine Überweisung zum Orthopäden. Sie meint, es ist wahrscheinlich eine Blockade (nachdem sie mich zu meinem Beruf befragt und meinen Arm bis zur Schmerzgrenze nach hinten gezogen hatte).

Eine Woche bin ich jetzt krankgeschrieben. Wenn es nicht besser wird, soll ich zum Orthopäden gehen, wenn es besser wird, aber noch nicht weg ist, soll ich mich weiter krankschreiben lassen. Letzteres werde ich sicher nicht tun. Beim Orthopäden ist nun doch endlich mal jemand ans Telefon gegangen und ich habe am Donnerstag einen Termin.

Das Thema Frozen Shoulder kreist ja im Moment auch als Folge- oder Begleiterkrankung des Diabetes in diversen Diabetes-Foren. Meine Blogger-Freundin und Diabetikerin Steffi hat dazu erst kürzlich einen Artikel verfasst: “Frozen Shoulder dank Diabetes?”

Ich für meinen Teil glaube aber eher, dass meine Beschwerden von der vielen Büroarbeit – vorrangig am PC – und der wenigen Bewegung – kein Sport – kommen. Deshalb hoffe ich auch, dass ich meinen Orthopäden dazu bewegen kann, mir Reha-Sport oder etwas ähnliches präventives zu verschreiben, damit ich endlich mal auf den Sport-Trichter komme. Zumindest verordneten Sport habe ich bisher (das letzte Mal als Kind) ohne zu murren durchgeführt. Es bleibt spannend ^^

So, und jetzt zur neuen Brille.

Von meinem letzten Augenarztbesuch hatte ich ja im Diabetes-Journal-Blog berichtet. Keine Veränderungen des Augenhintergrundes. Eine Veränderung gab es jedoch. Meine Sehstärke hat sich verschlechtert. Meine letzte Brille habe ich Anfang 2009 gekauft. Seit dem haben sich meine Werte fast verdoppelt. Kein Wunder also, dass ich beim Autofahren so manches Verkehrsschild erst erkannt habe, als ich grad daran vorbei fuhr. (Naja, ganz so schlimm war es nicht, aber trotzdem) Also beschloss ich, trotz des hohen Kontostandes mit einem Minus-Zeichen davor, dass eine neue Brille dringend erforderlich ist. Am besten auch gleich eine Sonnenbrille.

Eigentlich bevorzuge ich ja den Service und die schicken Brillengestelle von KRASS-Optik (meine letzte Brille hat mich die letzten 2 1/2 Jahre nie im Stich gelassen). Dort kostet eine Einstärken-Brille allerdings 149,-€ – das heißt, im Moment für mich nicht machbar. Da ich eh schon seit längerer Zeit mit Brille24 liebäugele, hab ich es einfach mal gewagt und folgendes Modell bestellt: Jabalpur in schwarz/orange – in die Sterne hab ich mich sofort verliebt.

Ungefähr 14 Tage nach der Bestellung kam die Brille auch an. Die passende Sonnenbrille habe ich ein paar Tage später erhalten. Und so sehen die beiden jetzt an mir aus:

Jabalpur schwarz/orange

Jabalpur schwarz/orange

 

meine neue Sonnenbrille

Jabalpur schwarz/transparent

 

Jetzt kann der Sommer beginnen :) Bis bald

Noch bis 21.06.2011 mitzeichnen!

Vor Kurzem wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossen, dass Typ II Diabetiker, die kein Insulin spritzen Ihre Blutzuckerteststreifen nur noch im Ausnahmefall verordnet bekommen dürfen. Dies ist ein großer Einschnitt in die Lebensqualität dieser Menschen und verhindert, dass sie das Selbstmanagement Ihrer Krankheit korrekt durchführen und Folgeschäden aktiv vermeiden können. Auch, wenn wir den Beschluss  vielleicht nicht rückgängig machen können, ist es dennoch wichtig, zu zeigen, dass wir uns wehren und uns nicht alles gefallen lassen… Was kommt sonst als Nächstes? Dürfen vielleicht Typ I Diabetiker bald nur noch 1x in der Woche Ihren Blutzucker messen? Gehen wir zurück zur Therapie mit auskochbaren Glas-Spritzen?

Bis 21.06.2011 könnt Ihr noch in der folgenden Online-Petition mitzeichnen. Bis dato sind erst 401 Stimmen zusammen gekommen. Da geht doch noch Einiges!

———> Hier anmelden und ein Zeichen setzen! <——————

Diabetes kann jeden treffen! Das hier richtet sich längst nicht nur an Diabetiker oder deren Angehörige. Wir dürfen Kürzungen und Einschnitte in unser Leben nicht länger einfach so  hinnehmen!!

 

Sehr schön erklärt ist der Beschluss im Übrigen hier:   Deutsches Ärzteblatt

 

Zähne fertig, Konto leer…

Seit dem letzten Blogeintrag – im MÄRZ – war ich nun das ein oder andere Mal bei meiner neuen Zahnärztin, um die Karies aus zahlreichen Zähnen zu entfernen und diese dann mit einem (hoffentlich langlebigen) Kunststoff füllen zu lassen. Es stellte sich am Ende sogar heraus, dass ganze 8 (ACHT) Zähne betroffen waren und bei einigen Zähnen sind wir wohl haarscharf an der Wurzel vorbeigeschrammt…. Etwa 1.000 € hat mich der ganze Spaß nun insgesamt gekostet (einen Teil davon muss ich noch in Raten abbezahlen). Bleibt zu hoffen, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat, und meine Beißerchen nun zur Hochzeit ordentlich strahlen :)

Heute war ich auch mal wieder beim Zuckerarzt… Eigentlich wollte ich nur ein paar Rezepte holen, aber für mein Diabetes-Programm bei der Krankenkasse galt es mal wieder ein paar Gesundheitsfragen zu beantworten und so kam es auch, dass der quartalsmäßige HbA1C wieder fällig war. Vom Ergebnis bin ich enttäuscht :0( – 7,7 %. Dafür, dass ich auf einem so guten Weg zum HbA1C unter 7% war, ein herber Rückschlag. Es war allerdings damit zu rechnen… Der Stress um die Hochzeitsplanung, die auch teilweise (zumindest hinterher) schmerzhaften Zahnbehandlungen, Erkältungen, krasse Wetterumschwünge… Mein Körper musste im letzten Quartal schon etwas mehr aushalten, als normal. Im Moment bin ich noch etwas geknickt, was den Wert angeht, aber ich bin frohen Mutes, dass zum nächsten Quartalsende wieder alles besser wird!!! Tschakkaaaa…

Dafür gab es bei der jährlichen Augenuntersuchung keine Probleme… Darüber hab ich allerdings schon im Diabetes-Journal-Blog berichtet.

Apropos Diabetes Journal… Ein kleines Treffen mit vielen der Redakteure des Open Journals und Mitgliedern des DDB (Deutscher Diabetiker Bund) und vor allem dessen Zeitschrift SUBKUTAN fand vor einigen Tagen in Kassel statt. Es bleibt spannend, was sich aus dieser neuen Bekanntschaft entwickelt ;o) Anbei das Beweismaterial.

Dieter Möhler, Vorsitzender des DDB, der Vorsitzende des Landesverbandes Berlin (links) und der Vorsitzende des Landesverbandes Hessen (rechts im Bild)

Einige der Redakteure des Open Journals vom Diabetes Journal

Resümee nach einem Zahnarztbesuch…

Heute war ich (bereits das dritte Mal in diesem Jahr) beim Zahnarzt. Da ich letztes Jahr aus unerklärlichen Gründen den jährlichen Zahnarztbesuch hatte sausen lassen, sind meine gesammelten Bonus-Heft-Jahre jetzt für die Katz. Aber ich dachte mir nicht viel dabei, hatte doch der letzte Zahnarzt immer wenig zu meckern an meinen Zähnen. In den letzten 5 Jahren musste er vielleicht 2 Mal bohren…

Tja, wär ich mal letztes Jahr zum Zahnarzt gegangen. Eine professionelle Zahnreinigung und ein Röntgenbild später sowie um 90 € ärmer erfuhr ich nun heute, dass ganze 7 – SIEBEN – Zähne mit Karies befallen sind. S-I-E-B-E-N!!! O_O

Diesen Schock muss ich erstmal verdauen. Als Zahnarzt-Schisser und Geld-für-die-bevorstehende-Hochzeit-Sparerin bin ich über diese Nachricht gleich doppelt “erfreut”. Der erste Reparatur-Termin für die 2 schlimmsten Zähne (2 nebeneinander liegende Backenzähne) ist bereits gemacht. Der Kostenvoranschlag ebenfalls: 227 € (nach Abzug der Leistung meiner gesetzlichen Krankenkasse). Ratenzahlung möglich. Klasse…

Hätte ich nur eher schon über den Abschluss einer privaten Zahn-Zusatz-Versicherung nachgedacht. Aber auf so eine Idee kommt man ja erst, wenn man schon was am Zahn hat und sich überlegt, wie man das Ganze eigentlich bezahlen soll.

Wenn eine Behandlung bereits angeraten wurde oder in Planung ist, bzw. gerade läuft, kann man diese nämlich nicht mitversichern. Das heißt für mich konkret: Meine 7 Zähne muss ich jetzt auf jeden Fall selbst zahlen.

Eine Zahnzusatzversicherung werde ich wohl trotzdem danach abschließen. Denn auf Rat meiner neuen Zahnärztin ist es für Diabetiker besonders ratsam, 2x pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen.

Diabetiker haben nämlich ein 3fach erhöhtes risiko für Paradontose.

Bei der Zahnreinigung hab ich übrigens gelernt, wie man Zahnseide richtig benutzt und vor allem, dass meine derzeitige Zahnbürste eher eine schlechte Wahl war, obwohl ich mindestens eine halbe Stunde vor dem Zahnbürstenregal der Drogerie stand und Packungsaufschriften verglichen hatte…
Nun ja, mittlerweile habe ich das richtige Equipment, um zumindest weiteren Schäden an meiner Kauleiste vorzubeugen:
- Eine Zahnbürste mit kleinem Bürstenkopf und X-Borsten, damit man überall gut rankommt
- gewachste Zahnseide, damit ich als Anfänger auch gut zwischen die Zähne komme
- Zahnzwischenraumbürstchen, um die größeren Zwischenräume zu reinigen
- einen Zungenschaber, mit dem man die ekligen Beläge von der Zunge kratzen kann
und
- Aronal & Elmex – von meiner Zahnarztpraxis empfohlene Zahncreme.

1x wöchentlich wird jetzt auch mit Elmex Gelé geputzt und Mundwasser soll man wohl auch nicht jeden Tag benutzen, da sich die Mundflora daran gewöhnt und dann irgendwann darauf reagiert, wie auf Wasser…

Ich war ziemlich erstaunt, was ich beim Zahnarzt noch alles lernen konnte und versuche auch, vieles davon umzusetzen.

Und die Schäden der Vergangenheit werden jetzt in mehreren Sitzungen behoben und in Raten abbezahlt…

Na wenigstens bin ich für die Zukunft gewappnet. Und vor der Hochzeit gibts noch mal nen Extra-Termin bei der professionellen Zahnreinigung.

Danke an Janine übrigens, die mir die Zahnarztpraxis Dr. Siewert in Mahlsdorf empfohlen hat. :o ))

Open Journal – Es geht los….

Eine Woche ist seit dem Kreativ-Wochenende nun vergangen. Zeit, auch mal meinen Senf dazu abzugeben.

Am Freitag gegen halb elf ging sie los, die große Fahrt in den Taunus… Aber fast wäre es gar nicht dazu gekommen. Ich konnte nämlich meine Online-Tickets, die mir über den Kirchheim-Verlag netter Weise gebucht wurden, nicht ausdrucken. Nicht, dass ich keinen Drucker hätte. Das Problem war die blaue Patrone – die war nämlich leer. Klar, braucht man ja auch, um ein Ticket zu drucken, was neben schwarz noch genau eine Farbe enthält; und zwar rot O_O Leider sieht unser Drucker das anders und so stand ich da: Donnerstag Abend, 23 Uhr und kein Laden hatte mehr geöffnet. Panisch telefonierte ich mich durch meine Handy-Liste – leider besaß niemand einen druckfähigen Drucker… Bis auf Knut!!! Knut war jedoch beim Foto-Shooting und hatte keine Zeit. Er gab mir die Handynummer seiner Freundin, damit ich mit ihr ausmachen konnte, dass wir uns treffen, um meine Tickets zu drucken. Schon hatten wir das nächste Problem: Leider ging sie nicht an ihr Handy, denn sie kannte meine Nummer nicht… Gut, dass ich mit Knut ausgemacht hatte, dass ich am nächsten Morgen vorbei kommen könnte, sollte es nicht klappen. Das tat ich dann letzten Endes auch.

Fabi war so lieb und fuhr mich, samt Gepäck, zuerst zu Knut, wo wir dann ENDLICH die Tickets drucken konnten – 1 Stunde vor Abfahrt meines Zuges. Puh, mir fiel ein Stein vom Herzen. Danke an dieser Stelle an Knut, auf den man sich wirklich immer wieder verlassen kann, wenn’s brennt :)

Für die Zugfahrt hatte ich mich mit Anne (ja, sie kommt aus Berlin und heißt genauso wie ich ^^) verabredet. Vom Ostbahnhof ging meine Fahrt los und sie stieg 1 Station später zu. Wir hatten beide Reservierungen für den ICE nach Frankfurt am Main, leider jedoch für sehr weit auseinander gelegene Plätze. So hatten wir einige Zeit damit zu tun, uns um Plätze zu bemühen, die nebeneinander liegen. Nebenbei unterhielten wir uns über dies und das und lernten uns ein wenig kennen. So vergingen die 4 Stunden bis Frankfurt wie im Flug.

Am Hauptbahnhof setzten wir uns auf einen Kaffee ins McDonalds und warteten auf die Ankunft von Ilka. Finn und Mario folgten etwa eine Stunde später und die Fahrt ging weiter mit einem Mietwagen in den Ort Hohenstein. Leider wollte das Navi uns nicht hinführen, so dass wir mehrfach nach dem Weg fragen mussten… Irgendwie hieß dort jeder 2. Ort Hohenstein (mit irgendeinem Zusatz) und wir fuhren bergauf und bergab. Gegen 17.40 Uhr erreichten wir dann doch das Hotel “Hofgut Georgenthal”.

Ich muss schon sagen, die Location war genial. Ein 4**** Hotel, mitten im Nirgendwo. Idyllisch, hübsch eingerichtet – man fühlte sich fast, als würde man gleich mit der Kur beginnen.  Nach dem Einchecken gingen wir auf unsere Zimmer. Ich muss sagen, ich war überwältigt.  Ich hatte ein DOPPEL-Zimmer von der Größe unseres Wohnzimmers, dazu ein wunderschön gefliestes Bad mit Marmor-verziertem Waschbecken, die Mini-Bar war reich bestückt mit allerlei Kleinigkeiten, auf den Kopfkissen fand ich Hotel-eigene Gummibärchen und auf dem Nachttisch ein kleines Gläschen Kirsch-Marmelade.

Abends gab es dann eine Ansprache vom Geschäftsführer des Kirchheim Verlages – Manuel Ickrath – und die Teilnehmer des Kreativwochenendes konnten sich beim Abendessen näher kennen lernen.

Nach einer erholsamen Nacht im gemütlichen Doppelbett war ich – völlig untypisch für mich – die erste beim Frühstücksbuffet. Wie sich später herausstellte, lag das nicht daran, dass ich zu früh aufgestanden war, sondern, dass andere sich bereits vorm Frühstück zum Schwimmen im Hotel-Pool verabredet hatten (den ich im Übrigen leider nicht ausprobiert hatte – irgendwie war das Wochenende zu schnell um). Am Vormittag begrüßte uns dann Herr Zerr, der uns das Prinzip des Open Space näher brachte. So saßen wir alle im Kreis und konnten uns in die Mitte begeben, wenn uns ein Thema für das Heft, welches wir bis zum 10.12.2010 erstellen wollen, einfiel. In diesem Falle wurde das entsprechende Thema auf ein Blatt Papier geschrieben und dann auf einen Stundenplan geheftet, der später unsere Arbeitsgrundlage sein sollte. Nach einer guten halben Stunde war der Zeitplan prall gefüllt und wir konnten uns in bestimmte Gruppen eintragen. Derjenige, der ein Thema vorgeschlagen hatte, begab sich zuerst in den Raum. Die Interessenten – wie später auch der “Gruppenleiter” selbst, konnten Ihre Ideen zu einem Thema einbringen, in der Gruppe diskutieren, aber auch die Gruppe wieder verlassen, um sich eine nächste anzusehen und dort eventuell mit zu diskutieren.  Nach der Open Space Methode heißen die Leute, die von Gruppe zu Gruppe gehen, um dort Ideen zu verstreuen und Diskussionsgrundlagen für andere zu liefern übrigens HUMMELN. Auch SCHMETTERLINGE gibt es bei dieser Methode. Das sind die Leute, die sich vorrangig am Buffet aufhalten :D

Am Samstag Abend fanden wir uns dann nach einem langen, produktiven Tag zum Abendessen mit anschließender Wein-Verkostung zusammen. Der Winzer, welcher uns die Freuden des weißen und roten Weins näher bringen wollte, machte doch einen recht seltsamen Eindruck. Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, wer von uns mehr Wein getrunken hat – der Winzer oder wir :D

Da ich ja nicht so der Wein-Fan bin, hab ich auf jeden Fall mehr von dem Zeug in den Silber-Kübel gekippt, der zu diesem Zweck auf dem Tisch stand. Eine Sorte von den 11, die wir probiert hatten, fand ich dann aber doch recht trinkbar, so dass ich davon auch 2 Gläschen einatmete. Gegen halb 2 Uhr nachts durften wir dann noch eine letzte Runde bestellen und setzten uns in den Wintergarten des Hotels, um noch ein wenig  Konversation zu betreiben. Als ich gegen halb 3 meine Augen kaum noch offen halten konnte, verabschiedete ich mich dann doch in mein gemütliches Doppel-Bettchen.

Der Sonntag war dann mit einem gehörigen Rest-Wein-Schädel der perfekte Tag, um erste redaktionelle Arbeiten zu betreiben und Gruppenfotos zu machen. Ein mittlerweile gelblich-lila schimmernder blauer Fleck erinnert mich noch schmerzhaft an das lustige Gruppenfoto, auf dem wir alle in die Luft gesprungen sind, um dem Foto mehr Dynamik zu verleihen :D

Leider war die Zeit am Sonntag ziemlich knapp und es haben nicht alle Gruppen, die sich zuvor für bestimmte Themen eingetragen hatten, geschafft, sich zusammen zu setzen, um einen eigenen kleinen Redaktionsplan zu erstellen. Seit dem versuchen wir, uns über Facebook, Email und unsere eigens dafür eingerichtete Yahoo-Group zu verständigen und planen fleißig den Aufbau unserer Artikel und Termine für Fotoshootings, die Ende Oktober/Anfang November stattfinden werden.

Am Montag ging dann nebenbei wieder der Berufsalltag los und ich denke, wir waren alle noch in Gedanken bei dem schönen Wochenende im Taunus…. Denn “wer auch immer kommt, es sind die richtigen Leute” :)

Ich fand es klasse, so viele engagierte gleichaltrige Diabetiker kennenzulernen und hoffe, dass viele Kontakte länger bestehen bleiben :)

Gruppenbild Kreativ-Wochenende