Noch 10 Tage bis zur Hochzeit O_O
Es ist soviel passiert in den letzten Wochen, dass ich mir überhaupt keine Zeit genommen habe, darüber zu berichten. Eigentlich wollte ich ja auch ganz viel über die Hochzeitsvorbereitungen schreiben, aber auch dafür blieb kein Gedanke. So werd ich jetzt eine “kurze” Zusammenfassung machen:
Das Outfit
Anfang des Jahres haben wir beschlossen, mit der Hochzeitsplanung für unseren großen Tag zu beginnen. Das erste Brautkleid war bestellt (ja, das ERSTE!), eine Schneiderin gefunden, die es bei Bedarf abändern würde und die auch Maß für die Bestellung nahm. Ich hatte ein wunderschönes Kleid im Internet gefunden, leider nur in China, wo es angeblich auch maßgeschneidert wurde…. Ein paar Wochen später kam dieses auch an und es war das reinste Alptraumkleid.
Hier mal meine Bewertung zu dem Kleid, falls sie nicht freigeschaltet wird (meine erste wurde nämlich auch wieder gelöscht!):
“Eigentlich sollte dieses Kleid mein Hochzeitskleid sein. Ich habe sogar extra von einer Schneiderin Maß nehmen lassen, damit eigentlich nicht viel schief gehen konnte. Leider gibt es von dem Kleid hier ja weder ein Bild von vorne, noch eine Beschreibung des Stoffes.
Mit dem Kleid auf dem Bild hat das Kleid, was ich erhalten habe, nicht viel gemeinsam. Der Stoff gleicht einem dünnen Laken, die Schnürung ist an “Schlüpfergummis” befestigt, Die Taille sitzt bei mir knapp unter der Brust (trotz Anfertigung auf Maß!!), die Schleppe ist ein eigener Rock, der sehr grob verarbeitet ist, mit einem riesigen Gummizug und der obere Rock des Kleides besteht aus soviel Stoff, dass man mindestens 2 Röcke drauß machen könnte….
Eine schlechte Investition, die ich auch nicht wieder tätigen würde. Vielleicht kann das Kleid mal als lustiges Faschingskostüm dienen – zu mehr ist es nicht wert. Sehr schade, vor allem, wenn man noch die 50 € Zollgebühren draufrechnet, die an den Postboten zu bezahlen waren.”
Und hier der Link zu diesem wunderschönen Kleid. – Klick -
Dafür habe ich nun aber einen schönen Ersatz gefunden. Von der Art des Kleides habe ich mich völlig verabschiedet und durch das neue Kleid kam sogar eine Art Motto für die Hochzeit zu Stande. Ich werde jetzt nämlich zur Hochzeit ein Petticoat-Kleid tragen. Auch dieses ist maßgeschneidert, allerdings nicht mehr in China, sondern in Berlin. Es gibt hier einen tollen Laden, der sich auf Petticoatkleider spezialisiert hat. Alle Kleider werden maßgeschneidert im Charlott Atelier. Änderungswünsche werden natürlich berücksichtigt.
Das hier ist das Grundmuster für mein Hochzeitskleid (Klick aufs Bild öffnet die Seite, um es zu kaufen):
Wenn man sich jetzt die Schleife vorne wegdenkt und die Satin-Bänder in braun einfärbt, dann hat man in etwa mein Brautkleid. Das Charlott-Atelier hat mir passend dazu auch den Petticoat und einen Schleier genäht, so dass alles aus einem Guss ist.
Die passenden Brautschuhe habe ich übrigens im Berliner Hochzeitshaus gefunden. Dazu auch einen kleinen Brautbeutel (für sage und schreibe 29,- € O_o) und ein Strumpfband, welches mir meine liebe Trauzeugin spendiert hat. Das Geld für meine Brautschuhe hat übrigens meine Mama für mich eifrig über Jahre in einem großen Sparschwein (oder eher Spar-Elefant) gesammelt. Sind fast 95 € zusammengekommen, die sogar für die Schuhe UND den Brautbeutel gereicht haben
Für das Styling (Make-up und Haare) zu meinem 50er Jahre Brautkleid sorgt übrigens meine Freundin Babs, die ich hier im Blog schon öfter mal erwähnt habe. Ein großes Talent am Visagisten-Himmel – und das als Autodidaktin. Ich würde mich stylingtechnisch jederzeit blind in ihre Hände begeben. Und ich bin überglücklich, dass sie mein Brautmake-up und die Frisur übernimmt. Nachdem das Probestyling stand, hab ich mich das erste Mal wirklich als Braut gefühlt…
Fabi hat mittlerweile auch einen tollen schwarzen Anzug mit dem zu mir passenden elfenbeinfarbigen Hemd, schicken schwarzen Schuhen und einer braunen Krawatte. Sieht klasse aus. Preislich lag ich mit meinem (von meiner Schwiegermutter in spe freundlicher Weise gesponserten) Brautkleid sogar unter dem Outfit für Fabi.
Die Ringe
Das hier sind unsere Ringe. Vor ein paar Wochen haben wir sie abgeholt und sie sind ein Traum in Stahl. Eine Gravur ist schon drin und ich freue mich schon riesig, meinen in 10 Tagen endlich tragen zu dürfen. Die Schmuck-Manufaktur Grebe würden wir jedenfalls immer wieder weiterempfehlen. Das Tolle ist wirklich, dass man sich im Internet schon seine eigenen Ringe “selber basteln” kann, wie man sie gerne hätte. Im Geschäft selbst kann man das natürlich auch zusammen mit der netten Dame tun, die einen ausführlich zu Materialeigenschaften und Passform berät. Auch Musterringe kann man dort mal anprobieren, damit man sich auch ganz sicher ist, dass man das richtige Ringprofil gewählt hat. Obwohl wir uns für die günstigen Stahlringe entschieden haben, wurden wir nicht überredet, auf ein teureres Material umzusteigen. Außerdem waren die Ringe wirklich süß ein einem schönen Schächtelchen mit einer künstlichen kleinen Rose und einer silbergrauen Schleife verpackt. Wir waren entzückt
Die Musik
Auch der DJ, der uns empfohlen wurde, hatte nach mehrmaligen Meldeversuchen zu verstehen gegeben, dass er wohl doch nicht frei bekommen wird, an unserem Hochzeitstag.
Dafür haben wir jetzt einen anderen DJ gefunden, mit dem wir uns beim persönlichen Treffen auch sofort gut verstanden. Er macht einen sehr professionellen Eindruck und wir haben uns schnell auf bestimmte Musikrichtungen geeinigt. Sogar zum Nachmittag hin wird er schon für dezente Hintergrundmusik sorgen. Nach der Feier werde ich natürlich berichten, wie die Party mit DJ Eis so war ^^
Die Blumen
Mit der Auswahl des Brautstraußes habe ich mir sehr lange Zeit gelassen. Erst wusste ich ewig nicht, welche Blumen und welche Farben es sein sollen und dann war da auch noch das Problem mit schönen Blumenläden in Marzahn. Mag sein, dass es hier irgendwo versteckt ein paar nette Blumenläden gibt, die auch mal ein paar ausgefallenere Sträuße binden, aber zumindest im Internet findet man die nicht. Und ansonsten habe ich hier bisher nur die typischen “Blumen-Container” gesehen, die in Marzahn oft am Straßenrand stehen, oder Läden ala Blume 2000 oder so.
Netterweise hatte ich allerdings einen Tipp einer Kollegin bekommen, dass es in Hohenschönhausen einen ganz bezaubernden Laden gibt – eher eine Gärtnerei mit Blumenladen: http://www.blumenjahns.de/ – und tatsächlich. Telefonisch hatte ich einen Termin für die Brautfloristik-Beratung ausgemacht und die nette junge Frau war mir sofort sympathisch. Auch meine schwierigen Wünsche haben ihr nicht allzu viele Probleme bereitet und wir einigten uns schnell auf einen tollen Brautstrauß. Ich möchte nämlich keinen mit Rosen, oder Lilien. Eher schwebte mir etwas wild-romantisches vor, etwas mit Kräutern und duftenden Blumen, die möglichst auch nicht von weit her stammen sollten. Nichts großblättriges und trotzdem rund gebunden.
Jetzt freue ich mich auf meinen Kräuter-Brautstrauß in lila und ein bisschen rot und bin schon ganz gespannt, wie er aussehen wird. Für die Kirchenbänke habe ich auch gleich ein paar kleine Lavendelsträuße bestellt und für die Männer ein paar Anstecker fürs Revers.
Die Kirche
In den letzten Monaten haben wir mehr Gottesdienste besucht, als in den 5 Jahren, die wir uns nun kennen. Eine Kirche will man ja “in action” sehen – mit dem dazugehörigen Pfarrer, damit man weiß, ob beides für die Hochzeit passen würde. Schlussendlich haben wir uns für die alte Dorfkirche in Alt-Marzahn entschieden. Der Pfarrer – Ingolf Goebel - war uns auch gleich angenehm. Das erste Gespräch haben wir schon hinter uns. Nach etwa 2 Stunden und mit vielen Informationen bewaffnet haben wir dieses Gespräch verlassen und haben nun einen großen Ablauf über die kirchliche Trauung. Den Trauspruch müssen wir in 3 Tagen auch noch gefunden haben, denn dann findet das finale Gespräch statt.
Das Standesamt
Als wir vor ein paar Monaten im Standesamt Hellersdorf standen, um unsere Trauung anzumelden, hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass an unserem Tag (einem Mittwoch) keine Termine mehr frei sein können. Doch es war so… Ich war entsetzt und Fabi hatte einige Mühe, mich wieder zu beruhigen – hatte ich doch Angst, dass nun die ganze Hochzeit ins Wasser fällt.
Im Nachhinein bin ich froh darüber, denn so haben wir ein viel schöneres Standesamt gefunden, mit einer viel netteren Standesbeamtin. Wie so oft in unserer bisherigen Hochzeitsplanung war die 2. Wahl doch die bessere Wahl. So werden wir uns nun im Standesamt Ahrensfelde das Ja-Wort geben – im ganz intimen Rahmen, nur mit unseren Trauzeugen.
Die Torte
Auf die Torte sind wir schon besonders gespannt. Ganz liebe Freunde von uns haben nämlich beschlossen, uns die Hochzeitstorte zu schenken!!! Ganz liebe Grüße an dieser Stelle schon mal an Ramona vom Haarstudio 48 und Martin von Good Morning Back. Ich bin schon soooooooo aufgeregt – die Torte ist nämlich ne Überraschung :-]
Die Feier
Den Vertrag mit der Gaststätte haben wir letzte Woche gemacht. Wir werden in der Gaststätte Lindenhof in Ahrensfelde feiern, die meiner Meinung nach perfekt zu unserem Outfit im Stil der 50er Jahre passt. Eine gemütliche kleine Gaststätte, die größentechnisch perfekt zu unerer Gästezahl passt (ca. 35). Für einen Pauschalpreis von 50 € pro Person bekommen wir einen Sektempfang, ein Kuchenbuffet mit Kaffee, abends ein kalt-warmes Buffet mit Wein, Bier und alkoholfreien Getränken.
Die Tischdeko bastel ich übrigens auch größtenteils selbst. Inspiration und Hilfestellung hat mir immer wieder meine Trauzeugin und allerbeste Freundin Julia gegeben. Schon zu Kindheitstagen stand fest, dass sie meine Trauzeugin sein würde – auch, wenn wir uns jetzt nicht mehr oft sehen, weil sie am anderen Ende von Deutschland wohnt, hat sie sofort zugesagt, als ich sie gefragt hatte, ob sie meine Trauzeugin sein will. Und, sie kümmert sich rührend! Danke Julia!!!!
Die Fotografin
Fotografisch festhalten wird das Ganze unsere super tolle Fotografin: Andrea Gomoll. Die Suche nach dem passenden Fotografen hat einige Zeit in Anspruch genommen. Im Internet tummeln sich doch so einige sogenannte “Hochzeitsfotografen”. Da wir uns ja selbst seit einiger Zeit mit der Fotografie beschäftigen, sollte es natürlich nicht irgendein Fotograf werden. Besonders haben wir auch auf die Bildbearbeitungen der dargestellten Bilder geachtet. Es muss ja nicht viel bearbeitet sein, bei manchen denkt man eher, durch die Bearbeitung ist alles noch viel schlimmer geworden. Auch die allseits beliebten Colorkeys werden immer wieder für Hochzeitsfotos verwendet. Ich persönlich halte von diesen Schwarz-weiß-Bildern mit einem freigestellten bunten Objekt nicht allzu viel, es sei denn, sie sind wirklich richtig richtig gut gemacht.
Bei den beiden persönlichen Treffen mit Andrea Gomoll haben wir herausgefunden, dass unsere Vorstellungen von tollen Hochzeitsbildern doch sehr stark beieinander liegen und, dass wir alle gern auch mal experimentelle Bilder machen. Umso toller find ich es, dass wir gerade so den letzten freien Termin im August bei ihr bekommen haben. Auf die Bilder bin ich jetzt schon gespannt wie ein Flitzebogen!!!
Wir haben auch noch etwas ganz besonderes geplant und ich hoffe, dass das auch so klappt. Für die Paarfotos wollen wir danach noch in den Erholungspark Marzahn. Drückt die Daumen, dass das Wetter mitspielt. Für alle Fälle habe ich auch einen Schirm bestellt ^^
Lieber wäre mir jedoch, wenn wir den Schirm als Sonnenschirm benutzen müssten…
Es bleibt auf jeden Fall spannend und ich bin besonders gespannt, wie sich meine Blutzuckerwerte an diesem Tag halten werden… Gott sei Dank trage ich gerade für eine Studie ein CGMS, wodurch ich ständig beobachten kann, wie sich meine Zuckerwerte verändern.
Posted: August 7th, 2011 under Freunde, mein Leben.
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